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Munition für Gespräche und Stoff für den stillen Genuss. 
Für starke Frauen, die wissen, dass sich beides überschneidet.




Gut angezogen I

Für Frauen ist das ungarische Label Nanushka kein Geheimtipp mehr; Teile wie die HIDE-Jacke in Kunstleder (oben) sind diesen Winter immer öfter in unserem Blickfeld aufgetaucht und stilsichere Zeitgenossinnen dürften bald in der ETHAN-Hose oder im MERCURY-Jumpsuit aus der aktuellen Resort-Kollektion zu sehen sein.

An der New York Fashion Week wurden nun aber gerade zum ersten Mal auch Männerklamotten präsentiert — erhältlich im Herbst. Schon wieder ein Grund für Männer, sich nicht mehr länger bei den üblichen Langweilern einzukleiden…


 
 
Gut angezogen II

Den umgekehrten Weg ist Deveaux New York gegangen — hier stand die Männerkollektion am Anfang. Für Sommer 2019 gibt es jetzt zum ersten Mal eine Frauenkollektion. Für das Design ist Andrea Tsao verantwortlich; dass auch Streetstyle-Fotograf Tommy Ton seine Finger im Spiel hat, muss uns angesichts der gelungenen Kollektion nicht stören.


 
 
Neues Selbstbewusstsein

Am 8. März, dem internationalen Frauentag also, geht mit BEBOLD das Projekt von Mathilde Delonca und Nicoline Roth an den Start — Outfits für Frauen mit Corporate Jobs. Den Anfang macht ein Loafer; hergestellt in einer Fabrik in Portugal, die in Frauenhand ist. Und nicht nur das. Das Ziel von BEBOLD ist, eine bessere Zukunft für Frauen zu schaffen. Das soll erreicht werden, indem von jedem verkauften Produkt ein Prozentsatz an eine Nonprofit-Organisation geht, die weibliche Bildung fördert oder marginalisierte Frauen unterstützt, damit auch sie “bold”, also kühn, mutig und selbstbewusst auftreten können.


 
 
Keine Grenzen

Fado, dieser expressive and profund melancholische portugiesische Gesang, dem oft etwas altbackenes anhaftet, erfährt mit „Maria“, dem neuen Album der Lissabonner Fadista Carminho, gerade eine Renaissance. 

“Maria” — ganz einfach, weil das Carminhos echter Name ist: Maria do Carmo Carvalho Rebelo de Andrade. 1984 in Lissabon geboren; dort, wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fado als Gesang von Armen, Matrosen und Prostituierten auch das bürgerliche Nachtleben eroberte. In der Frühzeit des Fado mussten die Fadistas ihre Dichter bezahlen – pro Lied. Und wenn sie Pech hatten, kaufte eine Konkurrentin das gleiche Gedicht ein.

Carminho - A Mulher Vento

Carminho hat ihr neues Album selbst produziert, zudem auch fast alle Songs komponiert und Texte geschrieben. Sie geht mit ihrer Musik neue Wege. Falsche Bescheidenheit kennt sie nicht, den Einsatz einer E-Gitarre scheut sie nicht. Ihrer Stimme, einem rauen Alt, nach würde man sie älter schätzen. Als Genre zelebriert Fado den Moment, die Liebe, die Trauer und – die Lebenserfahrung. 

Carminho hätte schon mit 24 Jahren berühmt werden können. Aber damals ergriff sie die Flucht: „Ich hatte noch gar nichts zu sagen – nichts, worüber ich singen konnte mit ganzem Herzen. Also bin ich auf Weltreise gegangen. In Indien, in einem Hospiz, habe ich einen Tanz zwischen Leben und Tod erlebt, der mich aufgeweckt hat. Ich wollte meine Grenzen austesten und habe fest gestellt: Es gibt gar keine Grenzen! Der Moment, der Augenblick ist die Grenze, sonst nichts.“

Carminho - Desengano (Fado Latino)

Momentan tourt Carminho in Europa. Das einzige Schweizer Konzert gibt sie am 30. März in Winterthur. Alle anderen Daten gibt es hier.


 
 
PS:

Erst waren es Brüste, dann Penisse und jetzt Vulven. In ihrem neusten Buch “womanhood: the bare reality” hat Fotografin, Künstlerin und Autorin Laura Dodsworth die Vulven von 100 Frauen, ihre eigene inklusive, fotografiert und die Geschichten dazu festgehalten.

Wie richtig und wichtig das ist, wird klar, sobald zwei Menschen über diesen Körperteil reden — oder es versuchen.

Uns're täglich Munition
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