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Munition für Gespräche und Stoff für den stillen Genuss. 
Für starke Frauen, die wissen, dass sich beides überschneidet.




(Un)missverständlich

Dieses ideale Kleidungsstück, das man während der Feiertage morgens anzieht und dann im Lauf des Tages einfach hoch stylt? Es kommt aus Kalifornien. Die Philosophie, die hinter dem von Heidi Baker gegründeten Label — Ozma — steht, passt gut zum neu beginnenden Jahrzehnt: We believe in taking time to be thoughtful, real, and unapologetically imperfect.


 
 
Abgerechnet wird am Schluss

Recht unverhofft kommt uns vor Jahresende nochmal eine sehenswerte Serie entgegen. “Reprisal" ist eine Geschichte wie das richtige Leben: Während die Männer noch denken, sie bestimmen den Lauf der Dinge, während sie sich über fragwürdige Insignien wie Bärte, Motoren, Alkohol und ein reaktionäres Bild von Freundschaft definieren, setzt eine Frau einen Plan um, der das Dasein, das sie kennen, erst grundlegend auf den Kopf stellt und dann komplett aus den Angeln hebt.

Vordergründig geht es um Rache, in Wahrheit um die Deutungshoheit über die eigene Geschichte und die Gestaltung der persönlichen Zukunft. Zehn Episoden lang agiert Katherine Harlow kühl, hart und öfter als ihr lieb ist ad hoc, ohne ein einziges Mal ihre Stimme zu erheben. Lieber lässt sie (Schuss-) Waffen für sich sprechen, bzw. chauvinistische Zeitgenossen — wann genau die Story angesiedelt ist, erfahren wir genauso wenig wie wo exakt — zum Schweigen bringen. Wer das Ganze mit einem Augenzwinkern betrachten kann, findet hier gewandt gesponnene und smart erzählte Unterhaltung ganz ohne feiertäglichen Zuckerguss. 


 
 
Duell

Zum Jahresende nochmal ein Musik-Duell: Wer beantwortet die Frage nach der Welt, in der wir leben wollen, besser? Ein Traum, ein Wunsch — zwei Utopien.

Wer entwickelt das bessere Szenario? Rio Reiser oder Arno?

Rio Reiser
Arno

 
 
Dumm gelaufen
Tina Basich

Die Geschichte des Snowboardens — der grösste Ausverkauf der Sportgeschichte oder einfach ein kolossales Missverständnis? Ich denke: Beides. Angefangen bei der Meinung, es handle sich beim Snowboarden um eine Sportart, wo es, mindestens zu Beginn, doch vielmehr eine Haltung war. Endlich war da in unserer Jugend — wir reden von den 1980ern — etwas Neues, das es erlaubte, eine Grenze zu Spiessern und Sportlichen zu ziehen. Von dieser Seite gab es aus Unverständnis und fehlender Weitsicht genährtes Misstrauen und Ablehnung; wir haben daraus die Legitimation abgeleitet, die Energie geschöpft, dem Establishment gegenüber zu demonstrieren: Die Welt geht jenseits von euerm Horizont weiter.

Eine Weile lang sah es danach aus, als bleibe diese Welt pur; als komme sie ohne Wettbewerbsanspruch und galoppierendes Gewinnstreben aus. Doch, ach, die Revolution misslang. Der Rest — Snowboarden ist längst Teil der krähwinkligen Ski-Verbände, olympisch und nur noch selten aus Überzeugung gelebtes Distinktionsmerkmal — ist gleichermassen bekannt wie bedauerlich. Einer der wenigen Lichtblicke: Bei Burton, einer der Pioniermarken dieser Industrie, steht mit Donna Carpenter eine Frau an der Spitze. 

Das Gelbe Haus Flims wagt diesen Winter einen Blick zurück und beleuchtet in der Ausstellung Welcome On Board 40 Jahre Snowboard-Kultur in der Schweiz.

 
 
PS:
Uns're täglich Munition
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