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429   12.4.2021        
      
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 KOMMENTAR

Hände weg?

314'187-mal wird per Online-Umfrage der Gewerkschaften gefordert: ¬ęH√§nde weg von den Frauenrenten¬Ľ. Aber eigentlich will niemand die Frauenrenten senken; das Rentenalter soll im Sinne der Gleichstellung an jenes der M√§nner angeglichen werden. Gleichzeitig wird gefordert: Wir wollen h√∂here Frauenrenten.

Also entweder Hände weg oder höhere Renten. Beides geht nicht. Zu viel oder falsche Logik? Möglicherweise verstehen wir nicht, was mit Gleichstellung gemeint ist. Oder wir erliegen den Täuschungen eines heteronormativ patriarchalen Sozialkonstrukts. Oder so ähnlich.

Zumindest eine 13. Rente wird verlangt, subito. Mit dem Kettenbriefsystem der AHV l√§sst sich das machen. Im BVG funktioniert es nicht. Da muss die Leistung vom Empf√§nger selbst finanziert werden, und zwar √ľber Jahrzehnte. Wahrscheinlich zu m√ľhsam f√ľr eine auf Instantgratifikation konditionierte Generation.

Dass die Frauen dank dem Umverteilungssystem und den Witwenrenten im Durchschnitt sogar etwas höhere AHV-Renten erhalten, ist erwähnenswert. Und dass auf die nächsten Generationen der Beitragszahler aufgrund der demographischen Entwicklung schon mit dem heutigen Rentenniveau enorme Lasten zukommen, sollte ev. auch nicht ausgeblendet werden. Ausser man will die empfindlichen Millenials und urbanen Eliten nicht mit Fakten konfrontieren, denen sie im Zeitalter der Microaggression psychisch nicht gewachsen sind.

Begr√ľndet wird die Forderung mit der Benachteiligung der Frauen. Was damit anf√§ngt, dass sie drei Jahre l√§nger leben m√ľssen als M√§nner. Dazu kommt der ber√ľchtigte Gender Pay Gap. Weniger bekannt und selten thematisiert: Frauen ohne Kinder beziehen nur unwesentlich tiefere L√∂hne und Renten als M√§nner.

F√ľr eine Frau mit Kindern ist es objektiv schwerer Karriere zu machen als f√ľr solche ohne. Eine Frau ohne volle Berufst√§tigkeit scheint aber die Erwartung der Gesellschaft nicht zu erf√ľllen und hat damit ein Reputationsproblem. Sp√§testens ab 6 Monaten kann man schliesslich ein Kind in der Kita deponieren. Dort wird es professionell betreut von staatlich lizensierten Fachpersonen und somit bewahrt vor den dilettantischen Erziehungsversuchen leiblicher Eltern. Angeblich ein wahrer Segen f√ľr alle Beteiligten.

Wer dieses Ideal einer progressiv-woken Gesellschaft nicht unbedingt und in jedem Fall als erstrebenswerten erachtet, sondern allenfalls noch leichte Zweifel empfindet, ist aufgefordert, nach besseren L√∂sungen f√ľr die Altersvorsorge der M√ľtter zu suchen. Gezielt und ohne populistisches Tamtam. H√§nde weg l√∂st keine Probleme.

Peter Wirth, E-Mail


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