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416   21.9.2020        
      
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 KOMMENTAR

Kollateralschaden

Der Reigen der Umfragen wurde mit der Publikation des Raiffeisen-Vorsorgebarometers weitergeführt. Er bestätigt, was die anderen Erhebungen auch zeigen: Die Menschen machen sich Sorgen um ihre Zukunft und das Vertrauen in die gesetzliche Altersvorsorge sinkt. Das betrifft sowohl die erste wie die zweite Säule. «Hohes Vertrauen» in die Zukunftsfähigkeit der AHV haben gemäss Raiffeisen gerade noch 16 Prozent, in die zweite Säule knapp 15 Prozent der Befragten. Das sind miserable Werte.

Als grösste Gefahr für die berufliche Vorsorge wird von 29 Prozent angegeben, «dass durch die demografische Entwicklung der Anteil an Pensionierten zu gross wird, um die Kosten durch die Erwerbstätigen zu decken».

(Was die Verantwortlichen sich bei dieser Fragestellung gedacht haben, kann man nur raten. Wir befürchten, entweder das Falsche oder gar nichts. Hoffen wir, dass sie wenigstens im Grundsatz das System der Kapitaldeckung kapiert haben und nur möglichst volkstümlich formulieren wollten. Aber natürlich ist die Frage irreführend.)

Knapp 20 Prozent haben weiter als grösste Gefahr angegeben, «dass durch Umverteilung für die aktuelle Rentengeneration zu viel Geld ausgegeben wird und wenn ich in Rente bin, es dann tiefere Leistung geben wird». Beide Fragen drehen sich also die Umverteilung und betreffen damit denselben Sachverhalt, wobei auch die zweite Formulierung haarsträubend ausgefallen ist.

Immerhin scheint das Faktum der Umverteilung mittlerweile einer Mehrheit ins Bewusstsein gedrungen zu sein. Dass die berufliche Vorsorge damit einen erheblichen und schwer zu beseitigenden Reputationsschaden genommen hat, wird hingegen auch in Fachkreisen kaum thematisiert. Oder man nimmt es als Kollateralschaden der Politik hin.

Einerseits wird im steten Bemühen um Perfektion und Gerechtigkeit und Sicherheit und Nachhaltigkeit und Governance und Gender und weiss der Himmel was noch laufend die Regulierung ins Uferlose erweitert, andererseits lässt man die Grundlagen des System verlauern. Und das spüren die Menschen. Und man verliert die Jungen. Man kann sie zwar zur Prämienzahlung zwingen, aber nicht dazu, das System überzeugend oder gar attraktiv zu finden. Nicht lässig. Eher schlimm. Vorausgesetzt man hält die 2. Säule für erhaltenswert. Und das ist bekannterweise längst nicht überall der Fall. Das wäre dann auch noch zu bedenken.

Peter Wirth, E-Mail

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