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Newsletter 6 // 2019
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen
www.bei-sh.org

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Liebe Empfänger, liebe Freunde des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V  (BEI),
dies ist der Newsletter 6 // 2019 vom Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen aus Schleswig-Holstein. Er beinhaltet eine Sammlung an Informationen aus unserem Netzwerk zur entwicklungspolitischen Arbeit.

Dieser Newsletter erscheint alle zwei Monate.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mit den besten Grüßen aus Kiel,
Ihr Team vom Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)

 
1. Neuigkeiten aus dem Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen in Schleswig-Holstein

NEUES VON DER BEI-MITGLIEDERVERSAMMLUNG AM 25.11.2019

Ein Bericht von Martin Weber

Foto: Abstimmung der Stimmberechtigten auf der Mitgliederversammlung des BEI.
© 2019 BEI-SH.ORG  //  Benjamin Hellwig

Auf der Mitgliederversammlung am 25.11.2019 wurde Daniela Suhr als Schatzmeisterin und Lazare Tomdio als Beisitzer für zwei weitere Jahre in den Vorstand des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. gewählt. Als neue Kassenprüferin hat sich Marie-Luise Petersen-Scharf zur Verfügung gestellt. Dem scheidenden Kassenprüfer Martin Elbeshausen gilt großer Dank.

Foto: (V.l.n.r.) Horst Hesse, Martin Weber und Irene Fröhlich im Gespräch.
© 2019 BEI-SH.ORG  //  Benjamin Hellwig

Zudem haben wir das 25jährige Bestehen des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. zusammen gefeiert. Besondere Gäste an diesem Jahr waren unser Ehrenvorsitzender Horst Hesse aus Lübeck und unsere ehemalige Vorsitzende Irene Fröhlich aus Husum. Beide haben in einem Gespräch mit Martin Weber (Geschäftsführer BEI) von ihrer Zeit als Vorsitzende, der Gründungszeit des BEIs und der rasanten Entwicklung, die das BEI seit dem Start des Promotor*innenprogramms 2012 gemacht hat berichtet. Harald Bach (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes SH, MELUND) hat als Vertreter des Ministeriums die Arbeit des BEIs seit langer Zeit begleitet und für die konstruktive, aber auch kritische Zusammenarbeit lobende Worte gefunden.

Neue Mitglieder
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden außerdem 7 neue Mitglieder aufgenommen:
  • Fördergemeinschaft Ngelani Waisenkinder Kiel
  • Schifffahrtsmuseum Flensburg
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) – Landesverband Schleswig-Holstein
  • Regionales Zentrum des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg
  • Un Monumento e.V. - Verein zur Errichtung einer Gedenkstätte in Uruguay
  • Basisgemeinde Wulfshagenerhütten
  • Zik Zak Zentrum internationale Kreativität – Zentrum aller Kulturen e.V. 
Fördergemeinschaft Ngelani Waisenkinder, Kiel
Die „Fördergemeinschaft Ngelani Waisenkinder“ an der ev.-luth. Thomasgemeinde in Kiel-Mettenhof wurde 1977 von Frau Gisela Weber nach einem mehrjährigen Keniaaufenthalt gegründet. 1992 übernahm Frau Lydia Lohse die Geschäftsführung und 2002 auch den Vorsitz der Fördergemeinschaft.
Der regionale Partner der Fördergemeinschaft in Kenia ist das Ländliche Entwicklungszentrum Ngelani (Ngelani Rural Development Centre = NRDC). Es wird geleitet von einem elfköpfigen ehrenamtlichen Komitee, das aus der Region gewählt wurde und gehört zur „African Inland Church“. Mrs. Lesa Musyoki hat 41 Jahre bis Ende 2018 das Ländliche Entwicklungszentrum geleitet. Seit Januar 2019 leitet Francis Mutua mit Annah Mutuku das Zentrum. Das Zentrum in Kenia betreut ca. 20 000 Menschen in einem Umkreis von 40 Kilometern.
Mehr Infos hier: www.bei-sh.org/mitglieder-detail/foerdergemeinschaft-ngelani-waisenkinder

Schifffahrtsmuseum Flensburg
Das Schifffahrtsmuseum Flensburg ist ein 1979 gegründeter Zweigbetrieb des Städtischen Museums der Stadt Flensburg.  Arbeitszusammenhänge mit dem BEI gab und gibt es mit der Ausstellung Zucker – Rum- Sklaverei und den Aktivitäten um die Erinnerung an den Verkauf der Virgin Islands 1917 an die USA.  
Der Westindienhandel wurde seit der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer wichtigen Säule der Flensburger Wirtschaft. Durch den Handel mit den sogenannten Kolonialwaren und deren Weiterverarbeitung konnten Flensburger Kaufleute große Vermögen erwirtschaften. Doch der Westindienhandel hatte auch eine Schattenseite: Die Sklaverei.Wie gehen wir heute mit unserem kolonialen Erbe um? Wie prägen die Folgen des europäischen Kolonialismus unsere Welt? Eine Reihe von Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen regten 100 Jahre danach zum Nachdenken über die eigene Geschichte an und sensibilisieren für eine verantwortungsbewusste Erinnerungskultur.
Mehr Infos hier: www.bei-sh.org/mitglieder-detail/flensburger-schifffahrtsmuseum
 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) – Landesverband Schleswig-Holstein, Kiel
Der GEW-Landesverband Schleswig-Holstein wird vertreten von Bruni Römer, die in verschiedenen GEW-Arbeitsgruppen, u.a. in der AG „Bildung statt Kinderarbeit“ und der AG Internationales, sowie im GEW-Landesausschuss Migration, Antidiskriminierung und Diversität (LAMA) arbeitet und die GEW in der Kampagne für saubere Kleidung, Regionalgruppe Kiel vertritt.
DIE GEW Arbeitsgruppen beteiligen sich aktiv am Bildungsfestival Afrikatage seit 2019. Dort informieren sie über die von der GEW-Stiftung „fair childhood“ unterstützten Projekte afrikanischer Bildungsgewerkschaften zur Schaffung kinderarbeitsfreier Zonen in bisher fünf afrikanischen Ländern Mali, Burkina Faso, Uganda, Tansania und Zimbabwe, künftig auch Senegal und Malawi.
Mehr Infos hier: www.bei-sh.org/mitglieder-detail/gewerkschaft-erziehung-und-wissenschaft
 

Regionales Zentrum des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg, Kappeln
Das Regionalzentrum im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg ist das Dach für verschiedene Arbeitsbereiche des Kirchenkreises, die das Profil des Kirchenkreises wesentlich mitprägen und sich an Zielgruppen oder Themen ausrichten.
Das Regionalzentrum ist u.a. auch Sitz der Ökumenischen Arbeitsstelle, die Susanne Thiesen innehat. Sie bringt im Kirchenkreis Themen der Nachhaltigkeit (SDG), Gendergerechtigkeit und interkulturelle Kommunikation voran und entwickelt mit Akteuren ökumenische Partnerschaften (Tansania, El Salvador, Indien). Zudem wird  entwicklungspolitische Bildungsarbeit angeboten.
Mehr Infos hier:
www.bei-sh.org/mitglieder-detail/kirchenkreis-schleswig-flensburg-regionalzentrum-kappeln
 
Un Monumento e.V. - Verein zur Errichtung einer Gedenkstätte in Uruguay, Wöhrden
Der Verein setzt sich in Uruguay für Menschenrechts- und Erinnerungsarbeit sowie Demokratiestärkung ein und mit Hilfe künstlerischer Methoden mit diesen Themen auch auseinander.
Durch die Errichtung einer Gedenkstätte für die Opfer der Diktatur an einem zentralen Platz in Montevideo soll an das Unrecht und die Verbrechen der Diktatur in Uruguay erinnert werden, denn nach wie vor ist das Verschwinden und der Verbleib mehrerer hundert Menschen während der Diktatur ungeklärt. Der Verein wurde gegründet, um für dieses Anliegen Spenden zu sammeln.
Mehr Infos hier: www.bei-sh.org/mitglieder-detail/un-monumento
 
Basisgemeinde Wulfshagenerhütten, Tüttendorf
Die Basisgemeinde Wulfshagenerhütten ist eine christliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft in der Nähe von Kiel. Die Frage nach Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen und die ganze Schöpfung hatte die Mitglieder zusammengeführt. Seit fast 50 Jahren entwickeln sie eine Alternative zur bestehenden Lebens- und Wirtschaftsform. Zudem pflegen sie eine Partnerschaft mit einer Gemeinschaft in El Salvador.
Ihren Lebensunterhalt verdient sich die Gemeinde durch die nachhaltige Produktion und Verkauf von Spiel- und Bewegungsgeräten für Kindergärten und Schulen.
Mehr Infos hier: www.bei-sh.org/mitglieder-detail/basisgemeinde-wulfshagenerhuetten
 
Zik Zak Zentrum internationale Kreativität – Zentrum aller Kulturen e.V., Schleswig 
Der Verein hat sich neu gegründet mit Unterstützung aus der Kommunalverwaltung Schleswig. Der Verein möchte die Verständigung verschiedener Nationalitäten fördern. Es soll ein Raum für die Kultur von Migrant*innen geschaffen werden. Ebenfalls ist die Präsentation der einzelnen Kulturen ein Anliegen des Vereins.
Aktuell hat der Verein den Zuschlag für Fördergelder vom Innenministerium erhalten für das Projekt „Mein Museum 2“ in Zusammenarbeit mit Nicole Gifhorn, Promotorin für Globales Lernen mit Sitz in Schloss Gottorf.
Mehr Infos hier: www.bei-sh.org/mitglieder-detail/zik-zak
 
Weitere Informationen zu unseren Mitgliedern finden Sie auf unserer Homepage:
www.bei-sh.org/mitglieder

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Martin Weber (Geschäftsführung des BEI), martin.weber@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-01, www.bei-sh.org 
 
VORTEILE EINER MITGLIEDSCHAFT IM BEI
Power für unsere Themen:
  • Stärkung der Schleswig-Holsteinischen Stimme für eine gerechtere Welt
  • Gremienarbeit und formulieren direkter Forderungen
Für die praktische Vereinsarbeit:
Informationen
Beratung
  • Kostenlose Beratung z.B. bei Vereinsgründung oder zu Fördergeldern
  • bei Veranstaltungsorganisation bis hin zu Kooperationsbeiträgen
Netzwerk
  • Austausch in vier verschiedenen Fachforen (Zukunftsfähiges Wirtschaften, Globales Lernen, Globale Partnerschaften und Entwicklung sowie ab 2020 auch das Themenfeld Migration und Entwicklung
  • Direkte Kontakte in Entwicklungsländer = authentische Stimmen
  • t an Erfahrungen und anderen Akteuren = Netzwerk
  • Großer Verteiler zum Bewerben von Veranstaltungen beispielsweise über den Newsletter
Zehnte Ausgabe von ZUKUNFT.GLOBAL erschienen

MAGAZIN-SCHWERPUNKT:
„FAIR FASHION“


Der Blick in einen durchschnittlichen deutschen Kleiderschrank verrät: Die globale Textil- und Bekleidungsindustrie hat Erfolg damit, billig und massenhaft Ware zu verkaufen. Mit bis zu 24 Kollektionen im Jahr, an immer mehr Menschen, mit steigenden Umsatzzahlen.

Den Preis für die niedrigen Preise zahlen jene Menschen, die das Gros dieser Kleidung herstellt. Sie können nicht selbstbestimmt agieren, haben keine grundlegenden Rechte, keine existenzsichernden Löhne, leiden unter gesundheitlichen Schäden durch ihre Arbeit, unbezahlten Überstunden, Diskriminierung, Kinderarbeit. Vielfach fehlt der Zugang zu Beschwerdemechanismen. Und auch die Umwelt zahlt drauf: Rohstoffentzug, verschmutzte Luft, vergiftete Gewässer.

Für unser Schwerpunktthema „Fair Fashion“ haben wir Menschen getroffen, die sich für einen Wandel einsetzen. Wie Constanze Klotz und Hanna Charlotte Erhorn vom Hamburger Label Bridge & Tunnel. Die beiden Gründerinnen berichten, wie Alttextilien neues Leben eingehaucht werden kann. Für unsere Rubrik Nachgefragt sprachen wir mit Waltraud Waidelich von der Kampagne für Saubere Kleidung über die Wirkung von Protestaktionen.

Diese und viele weitere Beispiele im Heft zeigen: Jeder kann dem Fast-Fashion-Trend etwas entgegensetzen. Weniger konsumieren, bewusster einkaufen, Bestehendes lange tragen und haltbar machen – und die Politik zum Handeln für gesetzliche Strukturen aufrufen.
Alle Inhalte und eine PDF-Ausgabe finden Sie auch online hier: www.zukunft.global
Heft bestellen:
Das Heft kann für 3,50 Euro zzgl. Versand bestellt werden, solange der Vorrat reicht.
 
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Benjamin Hellwig (Fachpromotor für Informationsarbeit und Redaktion ZUKUNFT.GLOBAL), benjamin.hellwig@bei-sh.org, Tel.: 0431-67939900, www.zukunft.global
Projekt "Starthilfe"

Fachkonferenz „Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft“

Ein Bericht von der Fachkonferenz „Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft“ am 26.11.2019 in Kiel.

Foto: Udo Philipp (Staatssekretär Finanzministerium). © 2019 BEI-SH.ORG // Sven Wied

Rund 60 Vertreter aus der Banken und Sparkassenwelt Schleswig-Holstein trafen sich auf Einladung des Bündnis Eine Welt in Kooperation mit der Investitionsbank IB.SH am 26. November 2019 zur Fachkonferenz um über Fragen zur Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft zu diskutieren.

Nachhaltigkeit ist auch in der Finanzwirtschaft kein Nischenthema mehr, dass zeigte sich eindrucksvoll durch die große Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Fachkonferenz im KITZ. So waren nicht nur die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken der Einladung gefolgt sondern auch Vertreterinnen und Vertreter der Commerzbank und der Bundesbank.

Foto: Volker Leptien (BEI) im Gespräch mit Dr. Arno Bäcker
(Präsident der Hauptverwaltung der Bundesbank).
© 2019 BEI-SH.ORG // Sven Wied

Im Vortrag vom Staatssekretär aus dem Finanzministerium Udo Philipp wurde deutlich, dass das Land intensiv seinen Haushalt mit den Zielen der Vereinten Nationen und dem Pariser Klimaabkommen in Einklang bringen wird. Der Gesetzentwurf zur Finanzstrategie Nachhaltigkeit in Schleswig-Holstein (kurz FINISH) zeigt, dass Schleswig-Holstein Vorreiter bei nachhaltiger Finanzpolitik ist. So werden die 700 Millionen Euro


Foto: 
Gunnar Glaubitt (IB.SH), Andreas Enke (Geneon),
Kevin Bröde (Förde Sparkasse) im Gespräch mit Dr. Anke Butscher.
© 2019 BEI-SH.ORG // Sven Wied
 
Pensionsrückstellungen bereits seit Jahren nachhaltig angelegt.Der Nachhaltigkeitsmanager der Förde Sparkasse Kevin Dominique Bröde veranschaulichte den seit drei Jahren laufenden Prozess der Förde Sparkasse in die Top 3 der Sparkassen in Deutschland. Er betont vor allem die Chancen die sich zum einen aus dem Investitionsbedarf zur Erreichung der Klimaziele ergeben. Da auch seitens der Kunden die Nachfrage nach nachhaltigen Finanzprodukten weiter steigen wird, wird ein zögerliches agieren zu Verlusten an Reputation und Kunden führen.

Der Frage ob der Aufbau eines „ESG-DAX“ (Environment Social Governance) als Lenkungsinstrument für eine nachhaltige Realwirtschaft geeignet ist, ging Andreas Enke der GENEON Vermögensmanagement AG nach. Bereits eine Neugewichtung der Werte im DAX, nämlich nicht nach ihrem Börsenwert, sondern nach ESG-Kriterien würde die Finanzwelt auf den Kopf stellen. Die Abwertung von nicht nachhaltigen Unternehmen und die Aufwertung der SDG-konformen Unternehmen hätte dramatische Auswirkungen auf die Börsenkurse und würde mit Sicherheit die Unternehmen zum Agieren motivieren. Überraschend war, hätte man dieses vor 10 Jahren bereits gemacht, stände der DAX deutlich besser (74% statt 45%) als es aktuell der Fall ist.

Die anschließende Podiumsdiskussion wurde durch Herrn Gunnar Glaubitt ergänzt, er leitet den Bereich Treasury der IB.SH. Die Moderatorin Dr. Anke Butscher konfrontierte alle Beteiligten mit Fragen zu ihren konkreten Kriterien für Investitionen, Kreditvergabe und Anlagestrategien. Hier blieben bedauerlicher Weise alle recht verhalten bei ihren Ausführungen.

Zusammenfassend können wir sagen, dass die erste Fachkonferenz zum Thema Finanzwirtschaft mit Akteuren aus der Banken- und Sparkassenwelt mit der Zivilgesellschaft ein gelungener Auftakt für das Bündnis Eine Welt war. Das Bündnis Eine Welt wird auf diesem Feld auch in Zukunft kritisch aber konstruktiv mit den Akteuren aus der Finanzwirtschaft zusammenarbeiten.

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch die Europäischen Union und bingo! die Umweltlotterie.
 
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Volker Leptien (Projektleitung „Starthilfe“), volker.leptien@bei-sh.org , Tel: 04152-917037, www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
Zukunftsfähiges Wirtschaften

BIO, REGIONAL UND FAIR ZUSAMMEN DENKEN!

Ein Bericht zur landesweiten Fachtagung „Faire Kommunen in Schleswig-Holstein“ vom 6. November 2019 in Kaltenkirchen.


Foto:
Großteil der Teilnehmer*innen vor dem Tagungshaus in Kaltenkirchen mit der zum 1. Januar 2020 aufhörenden Fachpromotorin Lisa Jakob (li.) und dem neuen Fachpromotor Marco Klemmt (re.). © 2019 Eine Welt im Blick e.V. // Sven Wied
 
Am Mittwoch, den 6. November 2019, fand in Kaltenkirchen die vom Verein Eine Welt im Blick e.V. in Zusammenarbeit mit der Fairtrade-Town Steuerungsgruppe Kaltenkirchen organisierte Fachtagung „Faire Kommune in Schleswig-Holstein“ statt. Hanno Krause, der Bürgermeister der Stadt Kaltenkirchen begrüßte im Bürgerhaus neben bürgermeisterlichen Amtskolleg*innen und engagierten Verwaltungsangestellten auch zahlreiche Akteure der Zivilgesellschaft, unter ihnen Mitarbeiter*innen von Weltläden. Insgesamt fast 50 Vertreter*innen von 16 „Fairtrade-Towns“ und solchen, die es werden wollen, diskutierten anschließend einen Tag lang angeregt verschiedene Aspekte, wie kommunales Engagement zu mehr globaler Gerechtigkeit beitragen kann.

Ein Schwerpunkt der bereits zum sechsten Male ausgetragenen Fachtagung war die Frage, wie die Bereiche „fair“, „bio“ und „regional“ beim Anbau und der Herstellung von Lebensmitteln im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zusammen gedacht werden können. Denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten. Die verschiedenen Organisationen, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren, einen die gleichen Ziele: Landwirtinnen und Landwirten ein ausreichendes, existenzsicherndes Einkommen sichern, die regionale Wirtschaft stärken sowie Unternehmen, die umwelt- und tiergerecht produzieren. Im Globalen Süden wie auch im Globalen Norden.  Die Konsument*innen stehen dabei aber oft vor der Wahl der Gewichtung ihrer Kaufmotivation:


Foto:
Die Teilnehmer*innen nutzten die Tagung zum intensiven Austausch. © 2019 Eine Welt im Blick e.V. // Sven Wied
 
Regionalität stärken versus Einkommens- und Entwicklungsmöglichkeiten fördern. Das ist beim Honig wahrlich nicht einfach. Letztendlich waren sich die Teilnehmer*innen darin einig, regionale Produkte gegenüber fair produzierten zu bevorzugen. Kaffee, Tee, Orangensaft, Reis, Kakao und andere „exotischen“ Produkten sollten ihrerseits möglichst aus Fairem Handel kommen.Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage der Unternehmensverantwortung. Dazu gehört die Achtung von Menschenrechten und die Vermeidung von Umweltzerstörung – auch im Ausland. Gerade Kommunen haben über ihre öffentliche Beschaffung einen großen Einfluss auf die Arbeits- und Umweltbedingungen, unter denen die von ihnen genutzten Produkte hergestellt werden. Da Unternehmen in der überwiegenden Mehrheit ihrer globalen Verantwortung aber nicht freiwillig nachkommen, braucht es ein Lieferkettengesetz. Ein Gesetz, nach dem Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, haftbar gemacht werden können. Um dies zu erreichen, startete im Herbst die bundesweite Kampagne „Initiative Lieferkettengesetz“, die auf der Tagung ausführlich präsentiert und diskutiert wurde. (Nähere Infos hierzu: www.lieferkettengesetz.de).

In einem dritten Workshop erfuhren die Teilnehmer*innen viel Interessantes, wie auf lokaler Ebene dem immensen Verbrauch von Einweg-Getränkebechern begegnet werden kann. Und ein Handeln tut Not: Alle 10 Minuten landen allein in Deutschland 50.000 Coffee-to-go-Becher im Müll. Unter dem Motto „Müllfrei am Strand genießen“ hat so beispielsweise Fehmarn mit dem Aufbau eines Mehrwegsystems für ökologisch nachhaltiges Geschirr in der strandnahen Gastronomie ein inselweites Pilotprojekt gestartet.
Um Cafés, Restaurants und den Handel in der eigenen Stadt überzeugen zu können, fair gehandelte Produkte einzuführen, gab es in einem weiteren Workshop viele Tipps im Umgang mit dieser Zielgruppe im Rahmen des Anerkennungsprozesses zur Fairtrade-Town . Doch die Mühen lohnen sich: sind sie erst einmal überzeugt, bleiben die meisten Gastronomiebetrieb auch dabei.

Die Tagung ist Teil des bundesweiten Eine Welt-Promotor*innen Programms, welches in Schleswig-Holstein vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) getragen wird. Gefördert wurde sie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem schleswig-holsteinischen Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, von Fairtrade Deutschland sowie der Gerd Grot-Grell Stiftung.
Eine Dokumentation über die Tagung wird ab Mitte Dezember als pdf zur Verfügung gestellt. Gegen Erstattung der Versandkosten kann sie beim Eine Welt im Blick e.V. auch als Druckvariante bestellt werden.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Eine Welt im Blick e.V., Speichergasse 6, 25746 Heide
Marco Klemmt, Fachpromotor für zukunftsfähiges Wirtschaften
marco.klemmt@eine-welt-im-blick.de, Tel.: 0481-78777461,
www.bei-sh.org/zukunftsfaehiges-wirtschaften
Bildung trifft Entwicklung

RUNDGANG DURCH DAS VERFLOCHTENE FLENSBURG

Ein Bericht von Charlotte Dase


Foto: Teilnehmer*innen beim „Rundgang durch das verflochtene Flensburg“. © 2019 Simona Link.
 
Wer hat den Zucker angebaut, auf dem der bekannte Flensburger Rum beruht? Wie kamen Flensburger Ziegel auf die Amerikanischen Jungferninseln? Und was sagt das über die Verhältnisse der heutigen Gesellschaft aus? Diese und viele weitere Fragen stellten sich vor gut einem Jahr einige Teilnehmende auf dem jährlich stattfindenden Projektfindungs-Wochenende vom Jungen Engagement im Programm Bildung Trifft Entwicklung, was sich an ehemalige Freiwillige und global interessierte Menschen richtet.
Mit den Fragen einher ging das Ziel, sich dauerhaft mit Flensburgs kolonialer Vergangenheit und postkolonialer Gegenwart zu beschäftigen, sodass gemeinsam mit weiteren Interessierten eine Initiative zur Ausarbeitung eines postkolonialen Stadtrundgangs entstand. Während der Recherche zur Kolonialzeit Flensburgs stellte sich dabei heraus, dass es teilweise herausfordernd war, überhaupt an Informationen zu gelangen. Dass dieser Teil der Geschichte noch immer nicht genügend aufgearbeitet ist, zeigt sich auch in der einseitigen Geschichtsdarstellung, in der hauptsächlich die Seefahrer und Händler zu Helden verklärt werden, ohne dass die damit im Zusammenhang stehenden Versklavung und Ausbeutung von Schwarzen Menschen thematisiert wird.

Dank Unterstützung u.a. durch die Pilkentafel, der Dänischen Bibliothek und des Schifffahrtsmuseums kam jedoch ausreichend Material für den „Rundgang durch das verflochtene Flensburg“ zusammen. Der Titel spielt dabei sowohl auf die Verflechtungen zwischen Deutschland, Dänemark und den Amerikanischen Jungferninseln seitdem Kolonialismus an, als auch auf die zeitliche Dimension, also der Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart mit Blick auf fortdauernde Rassismen, den Auswirkungen der Industrialisierung auf Mensch und Natur, aber auch den konsequenten Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung.

Im Rahmen der jährlich stattfindenden städtischen Veranstaltungswochen „FlensburgerLeben“ lud die Initiative vergangenen September zum Rundgang durch die Neu- und Altstadt ein, um auf diesen Teil der Geschichte aufmerksam zu machen, der oft nur nebenbei behandelt wird. An unterschiedlichen Stationen erfuhren die teilnehmenden Flensburgerinnen und Flensburger mehr über die ehemaligen Kolonialwarenläden der Stadt und wie der Kolonialismus den Konsum im Globalen Norden bis heute weiter prägt. Eine weitere Station griff das Thema Werbung und Rassismus anhand der Geschichte des Pott-Rums auf. Anhand einer Station zu ehemaligen und aktuellen Widerstandsbewegungen wurde verdeutlicht, dass Menschen des Globalen Südens sich ihre Rechte selbst erkämpft haben und sich bis heute für Gerechtigkeit einsetzen.
Im kommenden Jahr soll es weitere Rundgänge geben. Bis dahin sind alle Interessierten eingeladen, an den monatlichen Gruppentreffen teilzunehmen. Kontakt über: flensburgpostkolonial@posteo.de
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Charlotte Dase (Bereich „Junges Engagement“ im Programm „Bildung trifft Entwicklung“), charlotte.dase@bei-sh.org, Tel.: 0176-20707346, www.bei-sh.org/BtE-Junges-Engagement
Globale Nachhaltigkeit

NACH UNS DIE MÜLLFLUT – REPARIEREN STATT NEU KAUFEN

Ein Bericht zum Filmabend zum Thema Müllvermeidung am 16.11.2019 in Kiel-Gaarden


Foto: Gespanntes Zuhören beim Film „Welcome to Sodom“ im Coworking space DeinRaum in Kiel Gaarden
© 2019 BEI-SH.ORG  // Frauke Pleines
 
Im Rahmen und im Anschluss an die Fünfjahresfeier des Reparatur Cafés Gaarden wurde am 16. November 2019 im Gaardener Coworking Space DeinRaum der Film „Welcome to sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ gezeigt. Die Veranstaltung war der Auftakt des Moduls „Kommunen und SDG“ des seit September 2019 bestehenden Jahresthemenprogramms „Die Sustainable Development Goals (SDG) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand“, welches bis einschließlich 2022 läuft.
Die 2018 erschiene Dokumentation zeigt brandaktuelle und erschreckende Bilder von Europas größter Müllhalde in Ghana/ Afrika. Hier landen jedes Jahr Millionen von Tonnen unseres Wohlstandsmülls, vorrangig Elektroschrott, der dort unter menschenunwürdigen Bedingungen sortiert, aufbereitet und verbrannt wird. Bilder, die sich im wahrsten Sinne des Wortes einbrennen und deutlich machen: Unser digitaler Konsumwahn geht zu Kosten von Gesundheit, Würde und Leben in anderen Teilen der Welt. Nichtsdestotrotz versuchen die Bewohner*innen Sodoms die menschenfeindliche Umgebung aus verbrannter Erde und Müll mit Musik und Tanz zu einem lebenswerten Ort zu machen.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG), die 2015 von der Staatengemeinschaft verabschiedet wurden,  machen es deutlich: Wir alle haben eine Entwicklungsverantwortung, um Orte wie Sodom gar nicht erst entstehen zu lassen. Das Reparatur Café ist ein guter Ansatz, um für die bestehende Müll- und Verschwendungsproblematik bei uns und weltweit zu sensibilisieren. Beim abschließenden Imbiss aus geretteten Lebensmitteln von den Kieler Reste Rittern hatten die rund 30 Teilnehmenden noch ausgiebig Zeit miteinander über den Film ins Gespräch zu kommen.
 
Die Veranstaltung ist Teil des  SDG-Jahresthemenprogrammes „Die Sustainable Development Goals (SDG) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand“ des BEI, gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, BINGO! Die Umweltlotterie sowie den kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche (KED).
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Frauke Pleines (Projektmitarbeiterin SDGs in SH), frauke.pleines@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/17ziele
Globales Lernen in der Schule

AFRIKA WOCHE AM RBZ-WIRTSCHAFT KIEL

Eine Woche voller Workshops mit neuen Bildern, Eindrücken, Geschichten und Diskussionen
Ein Bericht von Wiebke Schümann

 

Vom 18.-22. November 2019 fand die Afrika Woche am RBZ-Wirtschaft in Kiel statt. Dreizehn verschiedene Workshops mit dem Themenbezug Afrika wurden angeboten. Das Angebot war divers, wie der Kontinent selber. Themen waren unter anderem der Rosenanbau in Kenia, die Demokratie im Senegal, das Thema Postkolonialität, erneuerbare Energien und vieles mehr. Mehr als 450 Schüler*innen haben an Workshops im Rahmen der Afrika Woche teilgenommen und viel Neues gelernt. So waren sie erstaunt, dass in Tansania die Haare mit zur Schuluniform gehören und Schüler*innen diese kurz tragen müssen. Besonders gefiel den Teilnehmenden, die Authentizität der Referent*innen „Dadurch, dass der Referent aus dem Senegal kommt, konnte ich viel besser verstehen, wie das Leben dort sein kann.“ berichtete eine der Teilnehmerinnen. Wir hoffen, dass die neuen Bilder noch lange nachwirken und bei der einen oder dem anderen neue Perspektiven eröffnet wurden.

Um die Afrika Woche zu realisieren, gab es eine Kooperation vom RBZ Wirtschaft Kiel und dem Bündnis eine Welt e.V. Ermöglicht wurde die Woche durch die Förderung von BINGO.

Die Afrika Woche ist zwar vorbei, doch Interessierte (Schulen, außerschulische Akteure, Initiativen) können sich bei BtE melden und Workshops zum Thema „Vielfalt Afrika“ buchen. Referent*innen berichten über ihre Erlebnisse und Erfahrungen und öffnen den Blick für neue Perspektiven auf den sogenannten Kontinent der Hoffnung.

Das Programmheft zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden:
https://www.bei-sh.org/bei-news/afrika-woche-am-rbz-wirtschaft-kiel
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Wiebke Schümann (Projektmitarbeiterin), bte@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03, www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung
Projekt „Starthilfe“

CHINA ALS KREDITGEBER VON STAATEN DES GLOBALEN SÜDENS.

Ein Bericht von Wiebke Schümann zur Fachtagung am 27.11.2019 in Berlin


Bildquelle:
www.erlassjahr.de
 
Rund 80 Gäste folgten der Einladung von erlassjahr.de zur Fachtagung am 27. November 2019 nach Berlin. Bei der Fachtagung wurde das chinesische Engagement zusammen mit Expertinnen und Experten aus Empfängerländern in Asien und Afrika, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Entscheidungsträger*innen näher analysiert.

Was bedeutet China als Kreditgeber von Staaten im Globalen Süden - anti-imperialistische Solidarität oder moderne Schuldenfalle? Kristina Rehbein (erlassjahr.de) verdeutlichte: „China erlässt Kredite - aber eine kohärente Strategie ist nicht erkennbar. Daher weiß auch keiner, wie China sich in einer zukünftigen Schuldenkrise verhalten wird. Aber ohne China ist eine Lösung unmöglich!“

Die Volksrepublik China zählt zu den bedeutendsten bilateralen Kreditgebern einer großen Zahl von Entwicklungs- und Schwellenländern. Nach den Ankündigungen großer Infrastrukturinvestitionen im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“ wird sich ihre Gläubigerposition noch verfestigen.

Trotz der wichtigen Rolle in der globalen Finanzarchitektur ist über die Kreditvergabe Chinas nicht viel bekannt. Während China versucht, sich rhetorisch von der Kreditvergabepraxis kapitalistischer Großmächte abzugrenzen, werfen westliche Entwicklungspolitiker*innen und Investor*innen dem Land eine unkooperative Politik und „Schuldenfallendiplomatie“ vor. „Die Welt schuldet China inzwischen 5 Billionen US-Dollar.“, betonte Malina Stutz (erlassjahr.de).

Die Statements der Referent*innen aus den Gläubigerländern unterstützten die Komplexität und hinterließ bei den Teilnehmenden besondere Wirkung. Sa sagte Oyungerel Chogdon (Friedrich-Ebert-Stiftung Mongolei) „China ist schon aufgrund der Geographie ein wichtiger Partner der Mongolei. Das Land muss aber hohe Schuldenquoten vermeiden und seine Kreditgeber diversifizieren, um gefährliche Abhängigkeiten vorzubeugen.“

Foto: Christian Straube (Stiftung Asienhaus) im Fachgespräch mit Oyungerel Chogdon (Friedrich-Ebert-Stiftung Mongolei) und Trevor Simumba (SSCG Consulting).
© 2019 BEI-SH.ORG  //  Wiebke Schümann
 
Um eine tragfähige Lösung zu finden, bedarf es einer Kooperation mit China. Es ist nicht abzusehen, dass China in den Pariser Club eintreten wird. Daher sind neue Vermittlungs- und Kooperationsformate gefragt. Diese gab es zu Zeiten der Sowjetunion bereits. Aus einer historischen Perspektive ist es also möglich eine Lösung zu finden. Aber, es ist nicht allein China, das international Probleme bereitet. Auch andere Großmächte machen es der Staatengemeinde schwer Vereinbarungen zu treffen.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Wiebke Schümann (Projekt „Starthilfe“), wiebke.schuemann@bei-sh.org , Tel: 0431-679399-03, www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
Fortbildungen für Migrant*innen

WORKSHOP:
FÖRDERMITTEL EINWERBEN


Teil 1 von 2:
Grundlagen - Antragswesen und Förderquellen

Zeit: 19.2.2020  //  17:00–20:00 Uhr
Ort: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., Sophienblatt 100, 24114 Kiel
Die neue Anlaufstelle für Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel veranstaltet für ihre Zielgruppe eine Fortbildung zum Einwerben von Fördermitteln. Der Grundlagenteil und der praktische Teil finden unabhängig voneinander statt. Wer also an einem Tag verhindert ist, kann trotzdem am anderen Tag teilnehmen. Es werden die Grundlagen von Umgang mit Fördermitteln erläutert und an Beispielen geübt.
 
Teil 2 von 2:
Praktische Übung - Von der Idee zum Antrag schreiben
Zeit:
26.2.2020  //  17:00–20:00 Uhr
Ort: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., Sophienblatt 100, 24114 Kiel
Die neue Anlaufstelle für Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel veranstaltet für ihre Zielgruppe eine Fortbildung zum Einwerben von Fördermitteln. Der Grundlagenteil und der praktische Teil finden unabhängig voneinander statt. Wer also an einem Tag verhindert ist, kann trotzdem am anderen Tag teilnehmen. Es werden die Grundlagen von Umgang mit Fördermitteln erläutert und an Beispielen geübt.
 
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei. Anmeldung erforderlich.
Veranstalter: Eine Veranstaltung vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), im Rahmen des Projekts „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel“, gefördert durch das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein. 

Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel, Jessica Meier (Projektleitung), jessica.meier@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-04, Mobil: 0178-6333024,
www.bei-sh.org/Partizipationsberatung-fuer-Migrant_innen-in-Kiel
2. Infos und News von Mitgliedsorganisationen
artefact - Zentrum für nachhaltige Entwicklung gGmbH, Glücksburg

GLÜCKSBURGER IDEEN FÜR DEUTSCH-TANSANISCHE STÄDTEPARTNERSCHAFT

Workshop zum Ideenaustausch im artefact-Zentrum in Glücksburg:
15 Schüler und Lehrer aus Kiel und Vunjo verbrachten eine gemeinsame Woche in Schleswig-Holstein



Foto: Angepasste Techniken zur Wasserförderung beim Geländerundgang.
© 2019 artefact  // Werner Kiwitt
 
Was verbindet Kiel und Kilimandjaro?
Längst ist das weit mehr als die erste Silbe, seitdem die Landeshauptstadt Kiel vor einigen Jahren beschlossen hat, eine offizielle Städtepartnerschaft mit dem Landkreis Moshi am Fuße des Kilimandjaro zu vereinbaren. Bereits vorher bestanden diverse Kontakte von Vereinen und Kirchengemeinden, zum Teil noch begründet in familiären Kontakten aus der Kolonial- und Missionarszeit nach Tanganjika. Doch seit einigen Jahren machen sich Aktive in Vereinen und Verwaltung auf den manchmal mühsamen Weg von einer früheren Patenschaft zu einer Partnerschaft, in der alle Beteiligten voneinander lernen. So war es kein Zufall , dass die Teilnehmer des Schulaustauschs zwischen der Kieler Toni Jensen Schule und der Schule ein Vunjo gemeinsam den Weg nach Glücksburg in´s Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, fanden: dort stießen sie abseits des derzeitigen vorweihnachtlichen Konsumrauschs auf Kulturtechniken und Anregungen, die für die Verbesserung und Entwicklung eigener Resourcen und Fähigkeiten relevant sein können. Nordafrikanisches Know how für standortgerechtes Bauen mit Lehm,


Foto:
Clotilde und Sarah aus Vunjo beim Solarbau-Workshop
© 2019 artefact  // Werner Kiwitt

Wasserversorgung einer Shamba mit Fußpumpen oder Solarenergie stießen auf ebenso großes Interesse der ostafrikanischen wie der nordeuropäischen Delegationsteilnehmer. Für die konkrete Verbesserung der Selbstversorgung der nahe der kenianischen Grenze gelegenen Internatsschule wurden verbesserter Landwirtschaftsunterricht und Nutzung der Solarenergie in Betracht gezogen - beides Themen, zu denen das artefact-Team mit langjähriger Berufserfahrung einiges beitragen könnte. Das Zentrum betreut zudem alljährlich etwa vierzig deutsche und ostafrikanische Freiwillige während eines einjährigen Austauschjahres, zuweilen in Einrichtungen und Gemeinden, die selber an einem intensiveren Austausch interessiert sind. So ist es wahrscheinlich, dass diesem ersten Besuch in Glücksburg weitere folgen werden, bei denen die zahlreichen Kisuaheli-Einträge im Gästebuch wiederentdeckt werden.

Weitere Informationen und Kontakt:
artefact - Zentrum für nachhaltige Entwicklung gGmbH, Bremsbergallee 35, D-24960 Glücksburg/Ostsee
info@artefact.de, Tel.: 04631-6116-0, www.artefact.de
Mobile Bildung e.V., Hamburg

WELTLADEN-REGIONALKONFERENZ NORD
24.- 25.1 2020 IN HAMBURG

 
Mitarbeiter*innen der Weltläden und Fair-Handels-Gruppen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind herzlich eingeladen zur 19. Weltladen-Regionalkonferenz Nord.

Im Jahr 2020 wird der Faire Handel in Deutschland 50 Jahre alt. Wir blicken zurück und nach vorn: Was war damals wichtig? Was hat die Bewegung im Laufe der Jahre erreicht? Und was vergessen? Haben wir die Wirtschaft verändert oder die Wirtschaft uns? Auf was könnten wir uns besinnen, wenn es um die nächsten 50 Jahre Engagement für einen gerechteren Handel geht? Welche alten Ideen könnten uns in die Zukunft tragen? Oder müssen wir den Fairen Handel neu erfinden? Oder zumindest neu durchbuchstabieren, was Gerechtigkeit in Zeiten des Klimawandels heißt?

Am Freitagabend laden wir ein zum Talk „Zurück in die Zukunft?“ und haben spannende Gesprächspartner*innen aus zwei Generationen: Gerd Nickoleit, seit Anbeginn der Fair-Handels-Bewegung dabei (z.B. als langjähriger Grundsatzreferent der GEPA), und Kristina Utz, bestens mit der Postwachstums-Debatte vertraut (Kollektivmitglied von FairBindung/Berlin und Fachpromotorin für ein Wirtschaften jenseits des Wachstums).

Der Samstag steht unter dem Motto „Fairer Handel zwischen Postwachstum und Klimakrise“ und erweitert unseren Horizont um verschiedene aktuelle Ansätze des alternativen Wirtschaftens: Wie sieht ein „Postwachstums-Weltladen“ konkret aus? Ist es mit unverpackt und regionalem Zusatzsortiment schon getan? Wie geht denn „politischer werden“? Und was hat das mit dem Lieferkettengesetz zu tun? Welche Geschichten sollten wir mit und in unseren Weltläden erzählen, damit Fairer Handel nicht als „von gestern“ wahrgenommen wird? Und wie können wir das im Weltladen umsetzen?
Die Regionalkonferenz findet in Hamburg im und neben dem Süd-Nord Kontor statt. Sie startet am Freitag, 24.1.20, um 18.00 Uhr und endet am Samstag, 25.1.20, gegen 17.00 Uhr.

Veranstalter sind die Fair-Handels-Berater*innen Andrea Kiep und Hans-Christoph Bill,
Mobile Bildung e.V.. Für weitere Informationen genügt eine Mail an bill@fairhandelsberatung.net.
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Fair–Handels-Beratung Hamburg und Schleswig-Holstein, Mobile Bildung e.V., Stresemannstr. 374, 22761 Hamburg, Hans-Christoph Bill, bill@fairhandelsberatung.net, Tel.: 040-896079, www.weltlaeden-nord.de
 
Brot für die Welt - Bildungsstelle Nord, Ammersbek

SEMINARANGEBOTE IM JANUAR 2020

 

SEMINAR: "INITIATIVE LIEFERKETTENGESETZ - MULTILIKATOR*INNENSCHULUNG"
Zeit: 17.-19.01.2020, 18.30 Uhr bis 13.30 Uhr
Ort: Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
Ziel der "Initiative Lieferkettengesetz" ist, dass Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, Menschenrechte und Umweltstandards in ihren weltweiten Lieferketten zu achten. Dieses Seminar richtet sich an haupt- oder ehrenamtlich Engagierte, die zu der "Initiative Lieferkettengesetz" aktiv werden möchten. Es werden die politischen und juristischen Hintergründe der Kampagne vorgestellt, einzelne Fallbeispiele vertieft, Aktionsmöglichkeiten aufgezeigt und das überzeugende und verständliche Argumentieren geübt.
Referentinnen: Maren Leifker und Eva Maria Reinwald
Teilnahme / Anmeldung: Anmeldung erforderlich. Seminargebühren: 120,-€ für Vollverdienende, 60,-€ für Studierende, Auszubildende, Geringverdienende, Arbeitslose. 30,-€ für Bezieher*innen von ALG-II, Sozialgeld, Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. 13,-€ Einzelzimmer-Zuschlag (falls EZ gewünscht und verfügbar). 
Veranstalter: Dieses Seminar wird von der Bildungstelle Nord von Brot für die Welt und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche veranstaltet.
 
 
SEMINAR:
"EIN BILD SAGT MEHR ALS 1.000 WORTE... - VISUALISIEREN IN DER BILDUNGSARBEIT"

Zeit: 24.-26.01.2020, 18.30 Uhr bis 13.30 Uhr
Ort: Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
Das menschliche Gehirn speichert Bilder leichter und vor allem dauerhafter ab, als abstrakte Worte. In der Bildungsarbeit oder bei Präsentationen lassen sich Inhalte daher oft einfacher vermitteln und werden von den Teilnehmenden besser verstanden und behalten, wenn sie mit Bildern verknüpft sind. In diesem Seminar lernen Sie, das Flipchart gezielt und effizient als Visualisierungsmedium einzusetzen.
Referentin: Susanne Rodemann-Kalkan
Teilnahme / Anmeldung: Anmeldung erforderlich. Seminargebühren: 120,-€ für Vollverdienende, 60,-€ für Studierende, Auszubildende, Geringverdienende, Arbeitslose. 30,-€ für Bezieher*innen von ALG-II, Sozialgeld, Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. 13,-€ Einzelzimmer-Zuschlag (falls EZ gewünscht und verfügbar). 
Veranstalter: Brot für die Welt, Bildungsstelle Nord
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Brot für die Welt - Bildungsstelle Nord, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
bildungsstelle-nord@brot-fuer-die-welt.de, Tel: 040-6052559, www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/inlandsfoerderung/
Christian Jensen Kolleg, Breklum


FAIR ÜBERS MEER - GERECHTE ARBEITSBEDINGUNGEN AUF SEE

Vortrag mit anschließender Diskussion
Zeit: 16.1.2020 // 19.00-21.30 Uhr
Ort: Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum
Viele Produkte legen eine Weltreise vom Herstellungsort zu den Abnehmer*innen zurück. Containerriesen sind nicht nur Transportmittel für die Ware, sondern auch Arbeitsplätze für ca. 1,5 Mio. Seeleute. Die schwierigen und oftmals ungerechten Arbeitsbedingungen auf See sind wenig bekannt, weil der Arbeitsplatz Meer sich unseren Augen entzieht. Die niedrigen Löhne und langen Arbeitszeiten auf See machen den Transport so billig. Die Seeleute sind wie winzige Zahnräder in der Maschine der Globalisierung. Matthias Ristau (Seemannspastor der Nordkirche) wird von den Arbeitsbedingungen an Bord und von der Arbeit der Seemannsmission und ihrer internationalen Partner für die Rechte und eine bessere Lebensqualität der Seeleute berichten.
Referent: Matthias Ristau, Seemannspastor der Nordkirche
Leitung: Karsten Wolff, Matthias Tolsdorf
Teilnahme/Anmeldung: Eine Anmeldung zu diesem Workshop ist unbedingt erforderlich, denn der Treffpunkt am Deich wird kurzfristig bekanntgegeben. Teilnahmekosten: 15 € inkl. Mittagessen im CJK.
Veranstalter: Brot für die Welt Schleswig-Holstein, Christian Jensen Kolleg, Zentrum für Mission und Ökumene
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum,
info@christianjensenkolleg.de, Tel.: 04671-9112-0, www.christianjensenkolleg.deVeranstalter: Evangelisches Regionalzentrum Westküste, Zentrum für Mission und Ökumene, Christian Jensen Kolleg

 



PLASTIKMÜLL IM MEER? WIR TUN WAS!

Mitmach-Workshop mit vielen praktischen Impulsen
Zeit: 15.2.2020  //  9:30-15:00 Uhr
Ort: zuerst am Deich (genauer Ort wird kurzfristig bekanntgegeben), anschließend im Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum
Dass Plastikmüll Gift für das Ökosystem Meer ist, wissen wir alle. Wir wollen in diesem Workshop vom Denken ins Tun kommen. Wir gehen raus an den Deich und sammeln Müll ein, den die Herbststürme aufs Watt und an die Küste getrieben haben. Anschließend beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Auswirkungen Plastikmüll für die Weltmeere hat. Wir stellen eine Smartphone-App vor, mit der wir den Herstellern von Kunststoffverpackungen – ohne viel Aufwand – unsere Aufforderung mitteilen, auf Plastikverpackungen zu verzichten oder diese durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Zum Abschluss werden wir nochmal konkret und lernen, wie Reinigungsmittel für den Haushalt ganz einfach selbst hergestellt werden können und damit eine Menge Plastikmüll im Haushalt gespart werden kann.
Referentin: Jennifer Timrott, Küste gegen Plastik e.V.
Leitung: Torsten Nolte, Brot für die Welt Schleswig-Holstein; Matthias Tolsdorf, Zentrum für Mission und Ökumene

Teilnahme/Anmeldung: Eine Anmeldung zu diesem Workshop ist unbedingt erforderlich, denn der Treffpunkt am Deich wird kurzfristig bekanntgegeben. Teilnahmekosten: 15 € inkl. Mittagessen im CJK.
Veranstalter: Brot für die Welt Schleswig-Holstein, Christian Jensen Kolleg, Zentrum für Mission und Ökumene
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum,
info@christianjensenkolleg.de, Tel.: 04671-9112-0, www.christianjensenkolleg.de
Kinder Go Luxor e. V., Meldorf

JAHRESRÜCKBLICK 2019


Foto:
© 2019 Kinder Go Luxor e.V.
 
Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Interessierte,

lange haben Sie / habt Ihr nichts von uns gehört, was nicht heißt, dass wir untätig waren.
Mit heutigem Schreiben möchte der Vorstand Ihnen und Euch eine kurze Jahresbilanz sowie einen Ausblick in das kommende Jahr geben. Um es vorweg zu nehmen: unsere Arbeit und unsere Bemühungen sind mühsam – aber es gibt auch viel Positives zu berichten.
Seit über einem Jahr sind wir nun offiziell in Ägypten mit Hilfe eines Partnervereins registriert und seit einem Jahr unterhalten wir Räumlichkeiten in Luxor in netter Nachbarschaft.

Dort hat ja auch im Januar eine kleine Eröffnungsaktion stattgefunden.
Auf der Mitgliederversammlung im August wurde deutlich, dass diese Räumlichkeiten dringend mit Leben gefüllt werden müssen und dazu gab es hilfreiche Anregungen. Dazu am Ende des Briefes mehr.
Der direkte Kontakt mit den Menschen vor Ort haben Fait und Marita auf der Versammlung eindrücklich als ein wichtiges und durch und durch positives Erlebnis geschildert.
Medhat hat tolle Führungen für uns gemacht und die gemeinsam verbrachte Zeit dort soll nicht die Letzte gewesen sein.
Im Februar 2019 haben wir dann eine schöne Fotoausstellung im Elbeforum mit Medhats beeindruckenden Fotos veranstaltet und eine weitere Ausstellung im Kreishaus in Heide zunächst verschoben, weil Medhat leider kein Einreisevisum erhalten hat.
 
Diese wird aber auf jeden Fall nachgeholt, denn, das immer wieder auf uns aufmerksam machen, gehört zu unseren Aufgaben und zwar umso wichtiger, nachdem Mitte des Jahres der aktuelle Armutsbericht veröffentlicht wurde. Auszug:
„Laut einem jüngst veröffentlichten Regierungsbericht lebt ein Drittel der 99 Millionen Ägypter (32,5 Prozent) in Armut. 2015 waren es noch 27,8 Prozent. Für ihre Berechnung hat die Regierung die Einkommensgrenze, die unterhalb der Armut beginnt, mit 736 ägyptischen Pfund (rund 40 Euro) Monatseinkommen sogar um ein Viertel niedriger angesetzt als die Armutsdefinition der Weltbank.“

Die größte Herausforderung für die schnell wachsende Bevölkerung Ägyptens ist das schlechte staatliche Bildungssystem und der fehlende Arbeitsmarkt.“ Das kann ich durch meine Besuche dieses Jahr nur bestätigen. Täglich steigende Preise für Lebensmittel, Benzin, Strom etc. sowie sinkendes Einkommen und steigende Arbeitslosigkeit fördern extrem schlechte Ernährung, gesundheitliche Folgen, Schwarzarbeit, Neid und  Missgunst. Das ist leider eine sehr nackte Realität.
Wir müssen gestehen, dass wir uns in 2019 im Schwerpunkt auf Fragestellungen im juristischen Bereich konzentrieren mussten, was
u. a. damit zusammenhängt, dass wir keinen Zugriff auf unser auf einem ägyptischen Konto deponiertes Geld haben. Dieses wiederum liegt an einem Satzungsfehler der ägyptischen Satzung und im Sommer gab es nochmal eindringliche Gespräche mit unserem Anwalt in Luxor und Ministeriumsmitarbeitern. Die Klärung dieser und weiterer Fragestellungen war sehr aufwendig, und hat viele Ressourcen gebunden.

Auch das ist ein mühsames Unterfangen, denn die bürokratischen Mühlen in Ägypten mahlen – kaum vorstellbar - noch langsamer als in Deutschland.
Wir sind aber voller Tatendrang, was die Planungen für 2020 betrifft. Im Januar werde ich- wieder ausgestattet mit liebevoll für uns gestrickten Wollsocken, Mützen und Teddys des Strickclubs der Spreetwolle in Meldorf, Sachspenden, warmer Kleidung etc.– eine längere Zeit in Luxor verbringen und bin voller Tatendrang,
unsere Räumlichkeiten mit Leben zu füllen und hoffentlich auch die letzte bürokratische Hürde überwinden.
Zu den Aktivitäten vor Ort wird es dann einen ausführlichen Bericht im nächsten Jahr geben.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis für alle, die das Land selber einmal kennenlernen wollen: unsere geplante Mitgliederreise auf der Dahabeya wird im Herbst nächsten Jahres stattfinden und wir informieren rechtzeitig darüber.
In diesem Sinne herzliche Grüße in Namen des gesamten Vorstands und eine gute verbleibende Zeit in diesem ausklingenden Jahr.
 
gez. Manuela Nancekievill
 
P.S. Wir suchen weiterhin dringend neue Mitglieder und Sponsoren. Bitte weitersagen
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Kinder Go Luxor e. V., Manuela Nancekievill,Flensburger Str. 10, 25704 Meldorf
kindergoluxor@gmail.com, www.kindergoluxor.com
3. Interessantes aus Schleswig-Holstein,
Deutschland und
der Welt 

KONFERENZ: ZUKUNFT(S)GESTALTEN 2020
VOM 14.- 16. JANUAR IN FLENSBURG

Keine Zukunft ist auch keine Lösung
Eine Konferenz des 3. Semesters M.A. Transformationsstudien



Bildquelle: www.zukunftsgestalten-flensburg.de 
 
Wie können wir gemeinsam eine gute Zukunft für alle gestalten? Wie können Varianten einer Zukunft aussehen, die den sozial-ökologischen Krisen unserer Zeit begegnen?
Über diese Themen möchten wir, die Studierenden des Masters Transformationsstudien der Europa-Universität Flensburg, mit Ihnen und Euch ins Gespräch kommen. Dazu organisieren wir zum zweiten Mal die Konferenz „Zukunft(s)gestalten", die vom 14. bis 16. Januar 2020 in Flensburg stattfinden wird. Wir laden Sie und Euch schon heute ein, sich den Termin vorzumerken.
Die Konferenz wird von uns Studierenden selbst organisiert und besteht aus unseren Vorträgen und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, das zum Austausch und Handeln anregen soll.
Das Programm und die Referent*innen werden im Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben, die sich aktuell im Aufbau befindet. Es bleibt also spannend! Anmeldungen sind ab Mitte Dezember möglich und für alle kostenfrei.
Diese Einladung kann gerne an alle Interessierten in sämtlichen Verteilern weitergeleitet werden!
Herzliche transformative Grüße!
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Konferenz: Zukunft(s)gestalten 2020 -
Universität Flensburg, Norbert-Elias Center der EUF, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg, moin@zukunftsgestalten-flensburg.de, Tel.: 0461-80502, www.zukunftsgestalten-flensburg.de/
www.uni-flensburg.de
4. Hinweise auf Termine // Veranstaltungen
14.-16.1.2020
Konferenz: Zukunft(s)gestalten 2020 vom 14. bis 16. Januar in Flensburg
Keine Zukunft ist auch keine Lösung
Eine Konferenz des 3. Semesters M.A. Transformationsstudien

Zeit: 14.-16.1.2020
Ort: Universität Flensburg, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg
Teilnahme: Kostenfrei
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Konferenz: Zukunft(s)gestalten 2020 -
Universität Flensburg, Norbert-Elias Center der EUF, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg, moin@zukunftsgestalten-flensburg.de, Tel.: 0461-80502, www.zukunftsgestalten-flensburg.de/
www.uni-flensburg.de
 

 
16.1.2020
Fair übers Meer - gerechte Arbeitsbedingungen auf See
Vortrag mit anschließender Diskussion
Viele Produkte legen eine Weltreise vom Herstellungsort zu den Abnehmer*innen zurück. Containerriesen sind nicht nur Transportmittel für die Ware, sondern auch Arbeitsplätze für ca. 1,5 Mio. Seeleute. Die schwierigen und oftmals ungerechten Arbeitsbedingungen auf See sind wenig bekannt, weil der Arbeitsplatz Meer sich unseren Augen entzieht. Die niedrigen Löhne und langen Arbeitszeiten auf See machen den Transport so billig. Die Seeleute sind wie winzige Zahnräder in der Maschine der Globalisierung. Matthias Ristau (Seemannspastor der Nordkirche) wird von den Arbeitsbedingungen an Bord und von der Arbeit der Seemannsmission und ihrer internationalen Partner für die Rechte und eine bessere Lebensqualität der Seeleute berichten.
Referent: Matthias Ristau, Seemannspastor der Nordkirche
Leitung: Karsten Wolff, Matthias Tolsdorf
Zeit: 16.1.2020 // 19.00-21.30 Uhr
Ort: Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum
Veranstalter: Evangelisches Regionalzentrum Westküste, Zentrum für Mission und Ökumene, Christian Jensen Kolleg
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt: Christian Jensen Kolleg,  info@christianjensenkolleg.de, Tel.: 04671-9112-0, www.christianjensenkolleg.de
 
 
17.-19.1.2020
Seminar: "Initiative Lieferkettengesetz - Multilikator*innenschulung"
Ziel der "Initiative Lieferkettengesetz" ist, dass Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, Menschenrechte und Umweltstandards in ihren weltweiten Lieferketten zu achten. Dieses Seminar richtet sich an haupt- oder ehrenamtlich Engagierte, die zu der "Initiative Lieferkettengesetz" aktiv werden möchten. Es werden die politischen und juristischen Hintergründe der Kampagne vorgestellt, einzelne Fallbeispiele vertieft, Aktionsmöglichkeiten aufgezeigt und das überzeugende und verständliche Argumentieren geübt.
Referentinnen: Maren Leifker und Eva Maria Reinwald
Zeit: 17.-19.01.2020, 18.30 Uhr bis 13.30 Uhr
Ort: Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
Teilnahme / Anmeldung: Anmeldung erforderlich. Seminargebühren: 120,-€ für Vollverdienende, 60,-€ für Studierende, Auszubildende, Geringverdienende, Arbeitslose. 30,-€ für Bezieher*innen von ALG-II, Sozialgeld, Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. 13,-€ Einzelzimmer-Zuschlag (falls EZ gewünscht und verfügbar). 
Veranstalter: Dieses Seminar wird von der Bildungstelle Nord von Brot für die Welt und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche veranstaltet.
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Brot für die Welt - Bildungsstelle Nord, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
bildungsstelle-nord@brot-fuer-die-welt.de, Tel: 040-6052559, www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/inlandsfoerderung/
 

 
24.-26.1.2020
Seminar: "Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte... - Visualisieren in der Bildungsarbeit"
Das menschliche Gehirn speichert Bilder leichter und vor allem dauerhafter ab, als abstrakte Worte. In der Bildungsarbeit oder bei Präsentationen lassen sich Inhalte daher oft einfacher vermitteln und werden von den Teilnehmenden besser verstanden und behalten, wenn sie mit Bildern verknüpft sind. In diesem Seminar lernen Sie, das Flipchart gezielt und effizient als Visualisierungsmedium einzusetzen.
Referentin: Susanne Rodemann-Kalkan
Zeit: 24.-26.01.2020, 18.30 Uhr bis 13.30 Uhr
Ort: Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
Teilnahme / Anmeldung: Anmeldung erforderlich. Seminargebühren: 120,-€ für Vollverdienende, 60,-€ für Studierende, Auszubildende, Geringverdienende, Arbeitslose. 30,-€ für Bezieher*innen von ALG-II, Sozialgeld, Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. 13,-€ Einzelzimmer-Zuschlag (falls EZ gewünscht und verfügbar). 
Veranstalter: Brot für die Welt, Bildungsstelle Nord
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Brot für die Welt - Bildungsstelle Nord, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek
bildungsstelle-nord@brot-fuer-die-welt.de, Tel: 040-6052559, www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/inlandsfoerderung/
 
 
24.-25.1.2020
Weltladen-Regionalkonferenz Nord
Zeit: 24.1.2020 // 18:00 Uhr  bis  25.1.2020  // ca.17.00 Uhr.
Ort: Mobile Bildung e.V., Stresemannstr. 374, 22761 Hamburg
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Fair–Handels-Beratung Hamburg und Schleswig-Holstein, Mobile Bildung e.V., Stresemannstr. 374, 22761 Hamburg, Hans-Christoph Bill, bill@fairhandelsberatung.net, Tel.: 040-896079, www.weltlaeden-nord.de
 

 
15.2.2020
Plastikmüll im Meer? Wir tun was!
Mitmach-Workshop mit vielen praktischen Impulsen
Dass Plastikmüll Gift für das Ökosystem Meer ist, wissen wir alle. Wir wollen in diesem Workshop vom Denken ins Tun kommen. Wir gehen raus an den Deich und sammeln Müll ein, den die Herbststürme aufs Watt und an die Küste getrieben haben. Anschließend beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Auswirkungen Plastikmüll für die Weltmeere hat. Wir stellen eine Smartphone-App vor, mit der wir den Herstellern von Kunststoffverpackungen – ohne viel Aufwand – unsere Aufforderung mitteilen, auf Plastikverpackungen zu verzichten oder diese durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Zum Abschluss werden wir nochmal konkret und lernen, wie Reinigungsmittel für den Haushalt ganz einfach selbst hergestellt werden können und damit eine Menge Plastikmüll im Haushalt gespart werden kann.
Referentin: Jennifer Timrott, Küste gegen Plastik e.V.
Leitung: Torsten Nolte, Brot für die Welt Schleswig-Holstein; Matthias Tolsdorf, Zentrum für Mission und Ökumene
Zeit: 15.2.2020  //  9:30-15:00 Uhr
Ort: zuerst am Deich (genauer Ort wird kurzfristig bekanntgegeben), anschließend im Christian Jensen
Kolleg, Kirchenstraße 4, 25821 Breklum
Teilnahme/Anmeldung: Eine Anmeldung zu diesem Workshop ist unbedingt erforderlich, denn der Treffpunkt am Deich wird kurzfristig bekanntgegeben. Teilnahmekosten: 15 € inkl. Mittagessen im CJK.
Veranstalter: Brot für die Welt Schleswig-Holstein, Christian Jensen Kolleg, Zentrum für Mission und Ökumene
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Christian Jensen Kolleg,  info@christianjensenkolleg.de, Tel.: 04671-9112-0, www.christianjensenkolleg.de
 
 
21.2.2020
Eine-Welt-Preis-Fest
Zeit: 21.2.2020  //  19:00 Uhr
Ort: Christianskirche in Hamburg-Ottensen
Weitere Informationen und Kontakt:
Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche, Wichmannstr. 4 (Haus 10 Nord), 22607 Hamburg
Dr. Mirjam Freytag, mirjam.freytag@ked.nordkirche.de, Tel.: 040-30620-1530,
www.ked-nordkirche.de/eine-welt-preis.html

Das Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)


Wir sind Dachverband entwicklungspolitischer
Organisationen aus Schleswig-Holstein.
Das landesweite Netzwerk bündelt Informationen,
sorgt für Verbindungen unter den Akteuren und
 wirbt für globale Gerechtigkeit in der Welt.
 

Unsere Aufgaben, Ziele und Aktivitäten:
  • Als Dachverband sind wir Sprachrohr für die Themen und das Engagement unserer Mitglieder.
  • Als Träger und Kooperationspartner sind wir beteiligt an Projekten mit entwicklungspolitischen Inhalten in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft.
  • Vernetzung und Austausch: Wir bringen weltweit Menschen zusammen die sich für die Zukunft unserer Welt einsetzen (regional, national und international).
  • Projektentwicklung und Organisationsberatung: Durch Beratungs- und Fortbildungsangebote fördern wir die Aktivitäten der Menschen aus dem Umfeld unserer Arbeit.
  • Als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
 
Unsere Schwerpunkte:
  • Fairer Handel, Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltige Beschaffung:
    Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen mit dem Fair Trade Prinzip.
  • Globale Partnerschaften und Entwicklung:
    Entwicklungszusammenarbeit in Schulpartnerschaften, Kommunalen Partnerschaften, Religiöse Partnerschaften, etc.
  • Migration und Entwicklung
    Obwohl alle Menschen auf demselben Planeten leben, sind die Lebenswelten und Kulturen sehr unterschiedlich. Wir müssen voneinander lernen, um gemeinsam die weltweite Zukunft gestalten zu können.
  • Durch Bildungsarbeit globale Zusammenhänge begreifbar machen, um die weltweite Entwicklung aktiv mitzugestalten.
 
Unser Grundsatz: "Global denken - lokal handeln"
 

Sie möchten den Verband für sich nutzen, das Engagement unterstützen oder selber aktiv und Teil des Netzwerks werden?

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