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Newsletter 3 // 2019
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen
www.bei-sh.org

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Liebe Empfänger, liebe Freunde des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V  (BEI),
Liebe/r <<Vorname>> <<Nachname>>,

dies ist der Newsletter 3 // 2019 vom Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen aus Schleswig-Holstein. Er beinhaltet eine Sammlung an Informationen aus unserem Netzwerk zur entwicklungspolitischen Arbeit.

Dieser Newsletter erscheint alle zwei Monate.

>>>   WIR SIND UMGEZOGEN   <<<
Sie finden die Geschäftsstelle des BEI jetzt hier:
Sophienblatt 100
24114 Kiel

Wir würden uns freuen Sie bei nächster Gelegenheit in unseren neuen Räumen begrüßen zu dürfen!

Mit den besten Grüßen aus Kiel,
Ihr Team vom Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
1. Neuigkeiten aus dem Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen in Schleswig-Holstein

NEWS AUS DER
BEI-GESCHÄFTSSTELLE 



Fotomontage: Neues BEI-Büro im zweiten Stock des Hochhauses Sophienballt 100 in Kiel 
© 2019  BEI-SH  //  Fridtjof Stechmann
 

Neue Räumlichkeiten:
Die BEI-Geschäftsstelle ist umgezogen

Wie bereits im Jahresprogramm 2019 erwähnt, hatten wir für 2019 einen Bürowechsel erwogen. Die BEI-Geschäftsstelle ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und beschäftigt mit unserer FöJ-Kraft 15 Mitarbeiter*innen (Vollzeitäquivalenten um 10). Zudem haben wir zeitweise Praktikant*innen.
Nach langem Suchen sind wir fündig geworden. Wir sind von unserem alten Domizil im Walkerdamm 1 am 29. Mai 2019 in unseren neuen Räumen im Sophienblatt 100 gezogen. Alle anderen Kontaktdaten bleiben bestehen.
Hier verfügen wir über nahezu doppelt so viel Fläche, das heißt sechs Büroräume und einen Gruppenraum. In unseren Räumen haben wir auch einen Büroplatz für unser Mitglied „Forum Kieler Zentrum e.V.“, welcher ab dem 1.4.2019 Träger für eine 0,4 Promotorenstelle ist.
 
Außerordentliche Mitgliederversammlung und Openhouse in der BEI-Geschäftsstelle
am 30.8.2019 in Kiel

Am 30.8.2019 lädt das BEI zu einem Tag der offenen Tür ein. Nach der Besichtigung der Räume werden wir eine außerordentliche Mitgliederversammlung abhalten. Eine gesonderte Einladung folgt.
 
Das BEI wird 25 Jahre!
Jubiläumsfeier am 25.10.2019

Am 25. Oktober 2019 möchten wir mit unseren Mitgliedern, Wegbegleiter*innen und Kooperationspartner*innen das 25-jährige Bestehen des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein feiern.  Hierzu werden wir gesondert einladen, möchten Sie jedoch bitten sich den Termin zu notieren.
 
Ihnen und euch wünschen wir einen schönen Sommer.
 
Martin Weber (Geschäftsführung) und
Katrin Kolbe (Stellv. Geschäftsführerung)
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Sophienblatt 100, 24114 Kiel
Tel.: 0431-67939900
www.bei-sh.org
Bildungsangebote für das globale Lernen

MINISTERPRÄSIDENT GÜNTHER ZU BESUCH AUF DEM „MARKT DER MÖGLICHKEITEN“ AM RBZ-WIRTSCHAFT IN KIEL



Foto:
Ministerpräsident Daniel Günther besucht den Infostand des BEI. © 2019 BEI-SH // Sina Majek

Auf dem diesjährigen Markt der Möglichkeiten am 9.5.2019 im RBZ - Wirtschaft in Kiel war das Bündnis Eine Welt wieder als Mitveranstalter vertreten. Im Foyer des Berufsbildungszentrums waren die Besucherinnen und Besucher zu Quizfragen und Diskussionen rund um das Thema globale Gerechtigkeit eingeladen. Es herrschte reges Treiben und viel Begeisterung unter den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, einige waren sogar von anderen Schulen angereist.
Der Markt der Möglichkeiten bietet dieses Jahr zum fünzehnten Mal den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit diversen Inhalten und Themen des zivilgesellschaftlichen Engagements in Kontakt zu treten. So haben sie die Chance sich intensiv mit neuen Ideen und Ansätzen auseinanderzusetzen.
Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins Daniel Günther war zu Besuch und stand den Schülerinnen und Schülern eine Stunde lang Rede und Antwort in einer Diskussionsrunde bezüglich Klimapolitik, „70 Jahre Grundgesetz“ und anderen politischen Fragen. Bei seinem Besuch des Marktes nahm er sich Zeit an den Infoständen die Gespräche zu vertiefen.

Dieses Jahr war eine bunte Mischung von Akteuren vertreten, mit allerlei Material zu den Themen globales Lernen, Ernährung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien.

Mit dem landesweiten Bildungsprogramm "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) konnte das Bündnis Eine Welt den Fokus insbesondere auf Bildungsangebote im globalen Lernen setzen. Sogar der Ministerpräsident nahm die Gelegenheit wahr, das "Weltverteilungsspiel" auszuprobieren (siehe Bild): Auf dem Spielfeld werden Zahlen und Fakten zur Verteilung von Gütern und Ressourcennutzung auf der Welt spielerisch begreifbar. Das BEI bietet vielfältige Angebote für die Bildungsarbeit, die authentische Einblicke in weltweite Zusammenhänge ermöglichen. Die regionale Bildungsstelle des Programms vermittelt landesweit qualifizierte Referentinnen und Referenten des globalen Lernens und der politischen Bildung.

Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Hilke Oltmanns (Programmleitung), bte@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03, www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung
Nachhaltigkeitspolitik

DEUTSCHLAND VOR DEM UN-GIPFEL NICHT AUF DER HÖHE!

Ein Bericht von Katrin Kolbe vom BEI

Foto: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel spricht auf der RNE-Jahreskonferenz über den deutschen Beitrag zu globaler Nachhaltigkeit.
© 2019 BEI-SH  //  Katrin Kolbe

Das BEI war am 3. Juni 2019 auf dem zivilgesellschaftlichen Gipfel „Nicht auf der Höhe – Deutschland vor dem Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen“ in Berlin zu Besuch. Über 100 Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Deutschland haben sich zum Umsetzungsstand der globalen Nachhaltigkeitsziele in und durch Deutschland ausgetauscht. Klar ist, wenn die Politik nicht anfängt diese Ziele ernsthaft umzusetzen, werden wir diese international vereinbarten Marken nicht bis 2030 erreichen.

Daher haben sich bereits zum Gipfeltreffen am 3.6.2019 118 deutsche Nichtregierungsorganisationen gefunden, die die Gipfelerklärung mitzeichnen und unterstützen!
Die Gipfelerklärung finden Sie hier: https://www.2030agenda.de/sites/default/files/gvdg/Erkl%C3%A4rung%20A4%20online.pdf

Am nächsten Tag folgte dann die 19. Jahreskonferenz des Rats für nachhaltige Entwicklung (RNE). Der RNE wurde 2001 von der Bundesregierung ins Leben gerufen und ihm gehören wechselnd 15 Personen des öffentlichen Lebens an. 2017 hat der RNE dann die RENN-Stellen konstituiert, die ein von der Bundesebene koordiniertes Netzwerk über ganz Deutschland bilden und Akteure aus dem Bereich „Nachhaltigkeit“ vernetzen sollen. Auf der Veranstaltung wurde betont, dass ein solches, auf Bundesebene koordiniertes, aber in den Regionen wirkendes Netzwerk im Bereich Nachhaltigkeit einzigartig sei – aus zivilgesellschaftlicher Perspektive kann man das anders sehen. Die entwicklungspolitischen Akteure sind in den einzelnen Bundesländern z.T. bereits seit einigen Jahrzehnten in Landesnetzwerken organisiert (das BEI seit 25 Jahren!) und diese Landesnetzwerke haben sich vor 20 Jahre auf Bundesebene zur Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke (agl) zusammengeschlossen. Ähnlich sieht es auch bei verschiedenen Umwelt- und Naturschutzorganisationen aus. Der Unterschied zu der neuen RENN-Struktur besteht darin, dass diese „Top Down“ – also von oben herab aufgebaut ist und sich die Zivilgesellschaft im Vergleich dazu „Bottom Up“ also von unten heraus selber organisiert hat.

Auf der 19. Jahreskonferenz standen dann vor allem die Tätigkeiten der Bundesregierung im Bereich Nachhaltigkeit im Vordergrund. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sprach direkt nach dem Kronshagener Schüler und Vertreter der #fridaysforfuture Bewegung, Jakob Blasel, der noch einmal auf die Dringlichkeit zum politischen Handel in Zeiten des Klimanotstandes aufrief.

Insgesamt wurde das zivilgesellschaftliche, wirtschaftliche und wissenschaftliche Engagement für eine nachhaltige Entwicklung von Regierungsseite gelobt, konkrete Maßnahmen der Bundesregierung, die die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele in und durch Deutschland befördern, haben wir allerdings vermisst.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs in SH und Stellv. Geschäftsführung), katrin.kolbe@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Bericht

AFRIKATAG KIEL 2019

Bildung, Engagement und Entwicklung Nord-Süd – Brücken zwischen den Welten

Foto: Informationen, authentische Stimmen und viele Vernetzungsmöglichkeiten, wie hier am Infostand von Togo Ta Alafia e.V., zeichnen den Afrikatag-Kiel aus. © 2019 Ulf Stephan

Afrika ist bunt, laut und vielseitig. Ein Kontinent voller Chancen und Herausforderungen. Am Samstag, den 25. Mai 2019 fand der Afrikatag des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) zum 9. Mal statt. Wie bereits im letzten Jahr in den großzügigen Räumen des Audimax der CAU Kiel, die viel Platz für ein vielfältiges Kultur- und Bildungsprogramm ließen. In Form von Vorträgen, Bildungsworkshops, Diskussionsrunden, Info- und Mitmachaktionen zeigten unterschiedliche Austeller*innen und Partner*innen des BEI ihr Engagement und die Vielseitigkeit Afrikas. Jede*r zeichnet dabei ein eigenes Bild des Kontinents. Neben dem Verkauf von Kaffee, Schmuck und Kleidung wurde über bildungspolitische Inlandsarbeit informiert und Entwicklungsprojekte vor Ort vorgestellt. Wie in jedem Jahr entsteht dabei ein Mosaik unterschiedlicher Ansätze und Sichtweisen, welches den Afrikatag in Kiel so einzigartig macht. Begleitet wurde das Bildungsfestival von regionalen Köstlichkeiten unterschiedlicher afrikanischer Länder, Tanz, Gesang, Trommeln und einer Modenschau.
Das Überthema des diesjährigen Afrikatages „Brücken zwischen den Welten“ eröffnet neue Perspektiven, informierte die ca. 300 Besucher*innen über neue Wege der Entwicklungszusammenarbeit und zeigte einmal mehr, dass es nicht das eine Afrika gibt.

Einen weiteren Bericht der Stadt Kiel zur Podiumsdiskussion finden Sie hier: https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/nachhaltigkeitsziele/__veranstaltung_podiumsdiskussion.php

Veranstalter:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) in Kooperation mit der Stadt Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), dem Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen SH.

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Ulrike Neu (Projektleitung Afrikatag Kiel 2019), ulrike.neu@bei-sh.org, Tel.: 0431-67939900, www.bei-sh.org/afrikatage-kiel-2018-19
Bildungsarbeit

WANDERAUSSTELLUNG „NUTZ´ PFLANZEN BEWUSST“
ERÖFFNET IM „LOKI SCHMIDT HAUS - MUSEUM FÜR NUTZPFLANZEN“
IN HAMBURG


Foto: Die Wanderausstellung „Nutz´ Pflanzen bewusst“ bei der Eröffnung im Loki Schmidt Haus. Museum für Nutzpflanzen in Hamburg.
© 2019 BEI-SH // Nicole Gifhorn
 
Rechnerisch stehen jedem Menschen auf der Welt 2.000m² Ackerfläche zur Verfügung. Diese Ackerfläche pro Kopf nimmt stetig ab, weil wir mehr Menschen auf der Welt werden, die Konsumansprüche steigen und Ackerflächen verloren geht.
Dennoch sei es kein Problem, alle Menschen zu ernähren, versicherte der Berliner Journalist Benedikt Härlin den Gästen in Hamburg. Allerdings müssten wir Menschen bestimmte Grundsätze verstehen und befolgen.
Diese zu erforschen und bekannt zu machen, ist das Ziel des „2000m² Weltacker-Projektes“. In Berlin im Botanischen Garten in Pankow werden auf einer 2000m² großen Ackerfläche alle wichtigen Ackerkulturen der Welt im Maßstab ihrer globalen Nutzung angepflanzt. So werden auf dem Berliner Weltacker die Probleme der globalen Landwirtschaft verdeutlicht und Lösungsansätze werden gesucht.
Zu den Lösungsansätzen gehöre auf jeden Fall der gemäßigte Konsum von Fleisch, da viel Ackerfläche für den Anbau von Futterpflanzen für die Tiere benötigt werde, sowie ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln. Rund ein Drittel der weltweiten Lebensmittel würden nach Schätzung der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) auf dem Müll landen, unter anderem weil niedrige Preise in den Industrieländern die Wertschätzung für Lebensmittel untergraben würden, berichtete Härlin.
Benedikt Härlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft stellte zur Ausstellungseröffnung am 9. Mai 2019 das „Weltacker“-Projekt vor. Die Gäste, vor allem Biologen aus dem universitären Kontext, waren sich einig in der Überzeugung, dieses Wissen weitertragen zu wollen. Das Berliner Projekt hat bereits in einigen anderen Länder wie der Türkei, Schottland, Frankreich und der Schweiz Gleichgesinnte gefunden. „Es wäre schön, wir könnten in Hamburg auch einen 2000m² Weltacker anlegen“, verlieh Museumsleiterin Dr. Petra Schwarz ihrem Wunsch einer Kooperation mit der Berliner Initiative Ausdruck.

Ausstellung besuchen:
Die Ausstellung „Nutz` Pflanzen bewusst“ ist noch bis zum 29. September 2019 zu den Öffnungszeiten des Museums donnerstags 13 bis 17 Uhr und sonntags und an Feiertagen 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.
Loki Schmidt Haus, Museum für Nutzpflanzen, Universität Hamburg, Biozentrum Klein Flottbek, Ohnhorststr. 18, 22609 Hamburg, www.biologie.uni-hamburg.de/einrichtungen/wissenschaftliche-sammlungen/loki-schmidt-haus/museum.html

Ausstellung ausleihen:
Es ist möglich die Ausstellung auszuleihen. Wir würden uns freuen, wenn sie in der Bildungsarbeit weiter zum Einsatz kommt.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813160 oder 0151-21753715, www.bei-sh.org/nutz-pflanzen-richtig
Projekt „Starthilfe“

VERANSTALTUNGSREIHE „GUTES GELD – WIE GEHT DAS?“ TOURT DURCH SCHLESWIG-HOLSTEIN

Thema: Ethisch nachhaltige und ökologische Geldanlagen

Foto: Andreas Enke von GENEON referiert. © 2019  BEI-SH  //  Volker Leptien

Am Montag dem 3. Juni 2019 fand die erste Veranstaltung der Veranstaltungsreihe zum Thema ethisch nachhaltiger und ökologischer Geldanlagen in Halstenbek statt. Der Raum in der Bücherei Halstenbek war mit 35 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt. Mit drei Präsentationen wurden von den Referenten Ingrid Neitzel von Oikocredit Norddeutschland e.V., Andreas Enke von VenGa e.V. und Volker Leptien vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) der Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und der individuellen Geldanlage hergestellt.

Besonderes Interesse bestand bei den Zuhörern zu verstehen was eigentlich „nachhaltige Geldanlagen“ sind und was mit „gutes Geld“ gemeint ist. Hierzu entwickelten sich interessante Diskussionen und Gespräche, die zum vertieften Nachdenken über die individuelle Geldanlage anregte.

Diese Veranstaltung war der Auftakt einer ganzen Reihe in Schleswig-Holstein. Der Inhalt der einzelnen Veranstaltungen wird sehr ähnlich sein, jedoch haben wir 10 Veranstaltungsorte in ganz Schleswig-Holstein identifiziert um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Die nächste Veranstaltung findet am 15. August im Christian Jensen Kolleg in Breklum statt.

Über weitere Veranstaltungstermine und Orte informieren wir regelmäßig über unsere Website und den Newsletter.

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Volker Leptien (Projektleitung „Starthilfe“), volker.leptien@bei-sh.org , Tel: 04152-917037, www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
Bildungsarbeit in Schleswig-Holstein

ARBEITSKREIS ZUM „GLOBALEN LERNEN“
IM KREIS SCHLESWIG-FLENSBURG GEGRÜNDET



Foto: Hilke Oltmanns vom Bündnis Eine Welt SH und Katharina Schuchardt vom Projekt "klasse aktion. Die Welt in der Region entdecken" tauschen sich beim ersten Arbeitskreistreffen in Schleswig aus.
© 2019 BEI-SH  //  Nicole Gifhorn
 
Auf Initiative von Sylke Willig, kreisweite Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, fanden sich am 15. Mai 2019 fünfzehn Personen aus Politik, Verwaltung sowie Akteur*innen aus der Bildungsarbeit und der Bildungsförderung im Schleswiger Kreishaus ein. Nach einer Einführung zum Globalen Lernen von Bildungsreferentin Nicole Gifhorn von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Anliegen und ihren Bedarf aus. Ein erstes Ergebnis ist die Veröffentlichung eines digitalen Steckbriefes der Teilnehmenden, um einander weiterempfehlen zu können und sichtbarer zu werden. Auch die Planung von gemeinsamen Veranstaltungen wurde bereits angedacht.
Der Arbeitskreis wird koordiniert vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein, dem Kreis Schleswig-Flensburg und der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen.
Ein nächstes Treffen wird im Oktober 2019 im Schloss Gottorf in Schleswig stattfinden.

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813160 oder 0151-21753715, www.bei-sh.org/bildung
Bericht zum Schulwettbewerb

LEBENSWELTMEISTERSCHAFT 2019

UN-Nachhaltigkeitsziele 8 und 12 – Arbeitsbedingungen und nachhaltiger Konsum in Südostasien


Foto: Strahlende Sieger*innen des Teams für die Philippinen des Gymnasium Glückstadt bei der Lebensweltmeisterschaft 2019  © 2019 BEI-SH  //  Frauke Pleines
 
Zum vierten Mal fand das Abschlussturnier der Lebensweltmeisterschaft am Donnerstag, den 6.6.2019 bei dem NDTSV Holsatia Kiel statt. Eingebettet in das Jahresthemenprogramm „Die Sustainable Development Goals (SDG) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit von Küste zu Küste“ des BEI und im Kontext der Veranstaltungsreihe Südostasientage 2019, welche unterschiedliche Länder Südostasiens betrachtet und  in Form von Filmvorführungen, Workshops, Vorträgen und Mitmachaktionen Themen wie der verschwenderische Umgang mit Ressourcen, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und die zunehmende Urbanisierung in der bevölkerungsreichen Region thematisiert, widmete sich der landesweite Wettbewerb für Schulklassen der Stufe 7-9 in diesem Jahr den UN-Nachhaltigkeitszielen 8 (gute Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswachstum) und 12 (nachhaltiger Konsum) am Beispiel Südostasiens. Insgesamt 14 Teams hatten sich für den Wettbewerb angemeldet. Acht der 14 Teams mit einer Gruppenstärke von 25 Personen traten letztendlich beim Turnier an, sodass ca. 160 Schüler*innen und ihre Lehrkräfte den ganzen Tag über für gute Stimmung und sehenswerte Spiele sorgten.
Im Vorfeld des Turniers bekam jedes Team ein südostasiatisches Land zugelost und sollte dieses hinsichtlich der Fragestellungen nach guten Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Konsum untersuchen und in den direkten Vergleich zu den vorhandenen Bedingungen bei uns in Deutschland setzen. Bewertet durch eine Jury des BEI und ausgewählten Schüler*innen der einzelnen Teams gingen sowohl die Arbeitsergebnisse in Form von Postern und Kurzfilmen als auch die fußballerische Leistung gleichwertig in die Gesamtbewertung des Wettbewerbes ein. Wie in jedem Jahr ist die Gewichtung des inhaltlichen Teils in der Gesamtbilanz nicht zu unterschätzen. So konnten auch beim diesjährigen Lebensweltmeister einige Teams mäßige fußballerische Leistungen durch eine gute inhaltliche Performanz ausgleichen und innerhalb des Turniers weit kommen.
Beim Ausspielen des fußballerischen Teils setzten sich schließlich die Philippinen (Gymnasium Glückstadt), die bereits im letzten Jahr mit dem Land Argentinien den Sieg erspielen konnten, als Lebensweltmeister 2019 durch. Als Zweitplatzierte ging das Team aus Laos (Gymnasium Elmschenhagen/ Kiel) aus dem Wettbewerb hervor. Den dritten Platz konnte Thailand (Hans-Geiger Gymnasium Kiel) für sich erzielen. Bei Sonne, Wolken und vereinzelten Regenschauern zeigten die acht angetretenen Teams faire Spiele und viel Spaß am Fußball.
Nach dem Lebensweltmeister ist vor dem Lebensweltmeister: In diesem Sinne freuen wir uns auf den kommenden Wettbewerb 2020.
 
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Martin Weber, martin.weber@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-01, www.bei-sh.org/lebensweltmeisterschaft-2019
Globale Nachhaltikeit

PALMÖLPRODUKTION IN INDONESIEN – GRÜNER KRAFTSTOFF AUF KOSTEN VON MENSCH UND UMWELT



Foto: Gespanntes Zuhören in der Pilkentafel in Flensburg
© 2019 BEI-SH  //  Frauke Pleines
 
Palmöl – im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Das Pflanzenfett, welches zu 85% von Plantagen aus Indonesien stammt, ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. In Lebensmitteln, Kosmetik und in unserem Tank– überall ist der grüne Kraftstoff zu finden. Schonungslos zeigt der Dokumentarfilm „Asimetris“ des indonesischen Regisseurs Dandhy Dwi Laksono die Auswirkungen des ausschweifenden Palmölkonsums. Vertreibung, Landraub, Brandrodung. Untragbar – doch welche Alternativen gibt es? In Vorbereitung auf den Film machte Josephine Sahner von watch indonesia! e.V. aus Berlin deutlich, dass es zwar Initiativen zu mehr Nachhaltigkeit in der Palmölproduktion gebe, diese aber nur unzureichend ausgeführt werden, da alle Abkommen in diesem Bereich rein freiwilliger Natur sind. Das heißt: Keine Kontrollen, keine Sanktionen und somit mehr oder weniger alter Wein in neuen Schläuchen. Hannah Engelmann vom I.L.A. Kollektiv, einem Zusammenschluss junger Wissenschaftler*innen die zu dem Thema imperiale Lebensweise und Ausbeutungsstrukturen im 21. Jhd. arbeiten und forschen, stellte nach der Filmvorführung erneut die Verbindungen der Palmölproduktion in Indonesien zu unseren Konsumgewohnheiten her. Auch hier wurde deutlich, dass es beim Thema Palmöl nicht nur um das Finden einer nachhaltigen Produktion oder nachhaltiger Ersatzstoffe sondern vor allem um einen strukturellen Wandel geht. Sollen sich die Anbaubedingungen vor Ort wirklich nachhaltig verändern, bedeutet dies vor allem ein Zurückschrauben des Konsums im globalen Norden. Keiner mag das Wort Verzicht, aber oft ist weniger eben doch mehr – Natur, Lebensqualität, Gerechtigkeit.
Mit über 70 Besucher*innen war die Auftaktveranstaltung der Südostasienveranstaltungsreihe des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. ein voller Erfolg. Eingebettet in das Jahresthemenprogramm „Die Sustainable Development Goals (SDG) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit von Küste zu Küste“ des BEI betrachtet die Veranstaltungsreihe unterschiedliche Länder Südostasiens und beleuchtet in Form von Filmvorführungen, Workshops, Vorträgen und Mitmachaktionen Themen wie der verschwenderische Umgang mit Ressourcen, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und die zunehmende Urbanisierung in der bevölkerungsreichen Region. Bei bestem Wetter, leckerem Essen und netten Gesprächen ging der Abend in der Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg gemütlich zu Ende. Eins steht fest: Flensburg, wir kommen wieder!

Veranstaltungsreihe „Südostasientage 2019“ und das SDGs-Jahresprogramm:
Diese Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms „Die Sustainable Development Goals (SDGs) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit von Küste zu Küste“ und Teil der Reihe „Südostasientage 2019“ des BEI und wird gefördert durch BINGO! Die Umweltlotterie und Engagement Global im Auftrag des BMZ.

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Frauke Pleines, frauke.pleines@bei-sh.org,
Tel.: 0431-67939900, www.bei-sh.org/suedostasientage-2019  und
www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Südostasientage

DIE FOLGEN DER ZEMENTPRODUKTION FÜR MENSCH UND UMWELT –
DISKUTIERT AM BEISPIEL INDONESIEN



Foto: Vorführung des Dokumentarfilmes „Samin vs. Samin“
© 2019 BEI-SH  //  Frauke Pleines
 
Am 5.6.2019 fand an der Uni Flensburg eine informative Veranstaltung zu globalen Zusammenhängen der internationalen Zementproduktion statt.
Schauen wir uns in Kiel oder auch in anderen Städten mal genauer um, fällt auf, dass der Wertstoff Zement in Form von Beton nahezu an jeder Ecke zu finden ist. Was der beliebte Baustoff in den Abbauländern, wie beispielsweise Indonesien, mit Mensch und Umwelt anrichtet, bleibt bei uns, in den Abnehmerländern, zumeist im Verborgenen.
Die dritte Veranstaltung im Rahmen der Südostasientage 2019 des Bündnis Eine Welt e.V. (BEI) in Kooperation mit dem Referat für Ökologie der Europa Universität Flensburg widmete sich dieser spannenden Thematik. Eingebettet in das Jahresthemenprogramm „Die Sustainable Development Goals (SDGs) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit von Küste zu Küste“ des BEI betrachtet die Veranstaltungsreihe unterschiedliche Länder Südostasiens und beleuchtet in Form von Filmvorführungen, Workshops, Vorträgen und Mitmachaktionen Themen wie der verschwenderische Umgang mit Ressourcen, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und die zunehmende Urbanisierung in der bevölkerungsreichen Region.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde der Dokumentarfilm „Samin vs. Semen“ des indonesischen Regisseurs Dandhy Dwi Laksono gezeigt, der die Auswirkungen des Zementabbaus für die lokale Bevölkerung und den Widerstand der Anwohner*innen gegen die Naturausbeutung thematisiert. Der Film liefert eindrucksvolle Bilder und nachvollziehbare Gründe für ein entschiedenes Entgegentreten der Samin Gemeinschaft gegen die Pläne des Baus einer großen Zementfabrik. Die Samin sind eine Bevölkerungsgruppe Indonesiens die sich für die Bewahrung der Unabhängigkeit und der natürlichen Ressourcen, welche der Gemeinschaft seit Jahrhunderten das Überleben sichern, einsetzen.
Leider konnte die Journalistin Anett Keller aufgrund eines Unglücks auf der Zugstrecke nach Flensburg kurzfristig nicht anreisen und Ihr Input zum Thema „Dreckiger Zement – Wie der meistverbrauchte Baustoff das Klima und die Umwelt zerstört“ musste entsprechend entfallen. Nichts desto trotz gelang es im Anschluss an den Film mit den Besucher*innen in eine nette und interessante Diskussion über den Film einzusteigen.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Frauke Pleines, frauke.pleines@bei-sh.org,
Tel.: 0431-67939900, www.bei-sh.org/suedostasientage-2019  und
www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Globale Nachhaltigkeit

DIE „FAST FASHION“ INDUSTRIE UND NACHHALTIGE ALTERNATIVEN



Foto: Salman Mahdi aus Bangladesch (links) im Gespräch mit Martina Kriwy von Brot für die Welt SH auf der Veranstaltung zur „Fast Fashion“ Industrie im Fahrradkino an der Alte Mu in Kiel
© 2019 BEI-SH  //  Frauke Pleines
 
Woher kommt eigentlich unsere Kleidung? Wie oder wer stellt diese her und was hat das mitunter für Auswirkungen auf die Produzent*innen und die Umwelt? Und welche Alternativen gibt es eigentlich? All diesen Fragen wollten wir uns am Samstag, dem 11. Mai 2019 im Fahrradkino der Kieler Alten Mu bei der Veranstaltung „FAIRkleidet“ widmen. Diese ist Teil der Südostasientage 2019, einer Veranstaltungsreihe des Jahresprogrammes „Die Sustainable Development Goals (SDGs) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit von Küste zu Küste“ des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI). Im Kontext unterschiedlicher Länderbetrachtungen und in Form von Filmvorführungen, Workshops, Vorträgen und Mitmachaktionen werden innerhalb der Veranstaltungsreihe Südostasientage 2019 Themen wie der verschwenderische Umgang mit Ressourcen, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und die zunehmende Urbanisierung in der bevölkerungsreichen Region fokussiert.
Tolle Unterstützung für diese Veranstaltung erhielt das BEI durch Brot für die Welt im Diakonischen Werk SH, den MUDDI Markt e.V. und das Glückslokal aus der Alten Mu. Ein Fair Fashion Markt mit Anbieter*innen nachhaltiger Mode aus Kiel und Umgebung setzten den Startschuss in den Fair Fashion Tag. Mit dabei waren u.a. Tofte und Frau Beta, die ihre Geschäfte in der Holtenauer Straße und der Wilhelminstraße in Kiel haben. Im anschließenden Gespräch mit Martina Kriwy von Brot für die Welt Schleswig-Holstein berichtete zunächst Salman Mahdi von seinem Familienbetrieb, einer Näherei, aus der Nähe von Dakar/ Bangladesch. Hier wurde deutlich, dass es seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza im April 2013 mit über 1000 Toten und Hunderten Verletzten zwar Initiativen seitens der Behörden für mehr Sicherheit und bessere Arbeitsbedingungen gibt, diese aber meist in freiwilligen Abkommen verankert sind. NGOs und einheimische Unternehmer*innen kritisieren daher zurecht, dass diese Vereinbarungen eher einem Freifahrtsschein gleichkommen, als dass diese wirklich Veränderungen bringen.


Foto: Klamottentauschparty mit Musik vom MUDDI Markt im Fahrradkino an der Alte Mu in Kiel
© 2019 BEI-SH  //  Frauke Pleines

Gesetzliche Verankerungen sind unabdingbar, trotzdem sei die Konsument*innenmacht nicht zu unterschätzen, so Thekla Wilkening, die im Anschluss über eine Slow Fashion Alternative, das Leihen von Kleidung, informierte. Als Mitbegründerin der Kleiderei aus Hamburg, der ersten Plattform zum Ausleihen von Kleidung in Deutschland, beschäftigt sich Thekla schon lange mit nachhaltigen Alternativen im Fashionbereich. Ihr Ziel ist es auch große Unternehmen dazu zu bringen, neben dem Kaufen auch das Leihen von Kleidung anzubieten und somit Kleidung im ständigen Kreislauf zu halten.
Tauschend, teilend und tanzend mit Musik vom MUDDI Markt und großartiger Unterstützung des Glückslokals ließen 40 Besucher*innen den Nachmittag bei einer Kleidertauschparty ausklingen. Nette Gespräche, leckere Snacks aus der CoCina der Alten Mu und eine vom MUDDI Markt betriebene Bar taten ihr Übriges. In diesem Sinne freuen wir uns auf die anstehende Kieler Woche (22. – 30.6.2019) und den bezaubernden MUDDI Markt.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Frauke Pleines, frauke.pleines@bei-sh.org,
Tel.: 0431-67939900, www.bei-sh.org/suedostasientage-2019  und
www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Entwicklungspolitik in Schleswig-Holstein

BÜRGERDIALOG ZUM THEMA „UMSETZUNG DER GLOBALEN NACHHALTIGKEITSZIELE (SDGS) IN SCHLESWIG – HOLSTEIN“
AM 29.8.2019 IM KIELER LANDESHAUS




Seit Mitte 2017 ist die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein in der Regierungsverantwortung. Der Koalitionsvertrag, die Landesentwicklungsstrategie und das 100-Tage-Papier der Landesregierung gehen seit dem ambitioniert mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG) und deren Umsetzung in Schleswig-Holstein um. Mitte 2019 ist Halbzeit für diese Legislaturperiode. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, gemeinsam mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und ein Resümee zu ziehen. Wie können die bisherigen politischen Entscheidungen mit den Ambitionen zur Umsetzung der SDGs in Schleswig-Holstein zusammengebracht werden? Und wie soll zukünftig mit den Nachhaltigkeitszielen auf Landesebene in den unterschiedlichen Politikfeldern umgegangen werden? Neben einem Vortrag von Finn Ole Semrau vom Kieler Institut für Weltwirtschaft zum Thema „Die Uhr tickt! – Wohin steuern wir bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele?“ wird es auch verschiedene Schlaglichter von Vertreter*innen des SDG Netzwerk SH (BUND, NABU, LNV, Brot für die Welt, ZBSH u.v.m.) geben. Mit ihren jeweiligen Blickwinkeln werden sie den eigenen Arbeitsbereich hinsichtlich der übergeordneten Fragen zur (Nicht-)Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele in Schleswig-Holstein beleuchten.
 
Nähere Informationen zum Programmablauf können in Kürze auf unserer Homepage abgerufen werden:
www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/buergerdialog-globale-nachhaltigkeit-in-sh-29-08-2019
 
Zeit: 29.8.2019   //   17:30-20:00 Uhr

Ort:  Landeshaus Kiel (Schleswig-Holstein Saal), Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Teilnahme und Anmeldung:
Kostenfrei. Anmeldung erwünscht unter Frauke.Pleines@bei-sh.org

Veranstalter:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und das SDG Netzwerk SH in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs in SH), katrin.kolbe@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02,
www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/buergerdialog-globale-nachhaltigkeit-in-sh-29-08-2019
und www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Programm „Bildung trifft Entwicklung“

KOSTENLOSE BILDUNGSVERANSTALTUNGEN
FÜR SCHULKLASSEN ZUM THEMA UMWELT- UND KLIMASCHUTZ IN KIEL



Foto: Plastikmüll ist ein mögliches Thema bei den Workshops. © 2019  BEI-SH
 
Durch eine Kooperation des Bündnis Eine Welt mit dem Klimaschutzteam der Landeshauptstadt Kiel im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ können nun kostenlose Workshops für Kieler Schulklassen zum Thema Klimaschutz und Umwelt angeboten werden. Die Veranstaltungsgebühr übernimmt das Klimaschutzteam der Stadt Kiel.
Das Angebot startet sofort und wird im Schuljahr 2019/2020 fortgeführt.
Themen wie Umwelt und Klimaschutz lassen sich sehr spannend mit der Perspektive des globalen Südens verbinden. So können sich die Schüler*innen z.B. beim Klimafrühstück mit den Zusammenhängen zwischen unserer Ernährung und dem Klima beschäftigen.
Wichtige Themen dabei sind Regionalität, Saisonalität, Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung. Während des Projekttags wird gemeinsam gefrühstückt.
Schulen außerhalb von Kiel können diese Veranstaltungen natürlich auch buchen und bezahlen dann eine Gebühr von 25-35€.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Hilke Oltmanns (Programmleitung), bte@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03,
www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung und www.kiel.de/de/umwelt_verkehr/klimaschutz/bildung.php
Bildungsangebot für Gruppen

GPS-RALLYE »FAIRLAUFEN KIEL«

Eine Rallye zu Themen des fairen und nachhaltigen Konsums


Foto: Mit Tablets erkunden Jugendliche den Fairen Handel. © 2019  BEI-SH

Ein neues Angebot im Programm „Bildung trifft Entwicklung“ ist die GPS-Rallye »Fairlaufen Kiel«.
Mit Tablets entdecken kleine Gruppen im Verlauf der Rallye durch die Innenstadt von Kiel die vielschichtigen Berührungspunkte zwischen dem eigenen Alltag und globalen Wirtschaftsstrukturen, bei denen Fairness und Nachhaltigkeit sehr oft unberücksichtigt bleiben.
Im Team zu lösende Aufgabenstellungen wie GPS-Ortssuchen, Quizfragen oder Medienaufnahmen ermöglichen ein besonderes Outdoorerlebnis sowie einen abwechslungsreichen und interaktiven Zugang zum Wissen. Der Blick richtet sich dabei auf die Hintergründe von Gütern unseres täglichen Gebrauchs und von verschiedenen Rohstoffen.

Die Teilnehmenden erforschen, was beispielsweise Nahrungsmittel, Handys oder Kleidung im globalen Norden mit Aspekten wie Armut, Kinderarbeit oder Umweltzerstörung in anderen Regionen der Welt verbindet.  Zurzeit werden weitere Rallyes zu den Themenschwerpunkten Klima und SDGs erarbeitet und können bereits nach den Sommerferien gebucht werden.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Hilke Oltmanns (Programmleitung), bte@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03,
www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung und
www.bei-sh.org/gps-rallye-fairtrade-kiel
Bildungsmaterial zum Ausleihen

MIT DEM „WELTSPIEL2GO“ GLOBALE UNTERSCHIEDE UND UNGERECHTE VERTEILUNGEN KENNENLERNEN

 
Foto: Das Spielfeld des Weltspiel2go. © 2019 BEI-SH  //  Inke Kühl
 
Das „Weltverteilungsspiel“ oder auch „Weltspiel“ ist ein Aktionsspiel, das die Verteilung von einzelnen Ressourcen (z.B. Bevölkerung, Einkommen, Energie) weltweit abzubilden versucht, um auf globale Unterschiede und ungerechte Verteilungen hinzuweisen. Da die Vorstellung von großen Zahlen meist sehr schwer fällt, erlaubt das Weltspiel durch seine Anschaulichkeit, die Verteilungssituation im wahrsten Sinn des Wortes zu „begreifen“.

Das Spiel ist geeignet für Jugendliche und Erwachsene, denen Fragestellungen rund um Verteilung von Ressourcen und Verbräuchen, Fragen zu Verteilungsgerechtigkeit und sich daraus ergebenen Konfliktpotential nahegebracht werden sollen.
Die große Variante des Weltspiels wird ja bereits seit Jahren vom BEI eingesetzt und verliehen. Neu entwickelt wurde jetzt das Weltspiel2go.

Diese kleinere Version wurde entwickelt, um auch mit wenig Platz wie z.B. am Infostand intensiv ins Gespräch zu kommen. Anhand von verschiedenen Fragestellungen werden Schritt für Schritt die Weltbevölkerung, das Welteinkommen, nutzbare Agrarflächen und Wälder, Energieverbrauch aber auch Wasservorräte auf einer Weltkarte verteilt – was immer wieder zum Staunen bei den Teilnehmende führt. Die spielerische Auseinandersetzung bereitet den Weg für intensive Diskussionen und ermöglicht die Vertiefung einzelner Schwerpunkte.
 
-> Das Material kann beim Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein ausgeliehen werden.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Hilke Oltmanns (Programmleitung), bte@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03,
www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung
2. Infos und News von Mitgliedsorganisationen
Fairtrade Stadt Niebüll

TITELERNEUERUNG NACH ZWEI JAHREN: NIEBÜLL BLEIBT FAIRTRADE STADT



Foto: © 2019 Stadtmarketing Niebüll GmbH

Den Titel Fairtrade Town tragen zu dürfen, ist keine Auszeichnung für die Ewigkeit. Das Engagement vor Ort wird alle zwei Jahre überprüft. Nach einer Überprüfung durch Fairtrade Deutschland erfüllt Niebüll die Kriterien nach wie vor und darf sich nach der Auszeichnung im März 2017 auch weiterhin Fairtrade Town nennen. Für die Fairtrade Steuerungsgruppe und Bürgermeister Wilfried Bockholt ist diese Bestätigung sehr erfreulich und spornt an, das Engagement für den fairen Handel mit Energie fortzuführen.
 
Die Themen und Ansätze des fairen Handels, aber auch der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele oder SDGs gewinnen in unserer Gesellschaft zunehmend Raum, wenn es um das persönliche Konsumverhalten geht, aber auch wenn es um kommunale Planungen und Beschlüsse geht. Der faire Handel kann beispielsweise dem SDG 1 „Keine Armut“ oder dem SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ zugeordnet werden. Am offensichtlichsten ist Fairtrade nach wie vor über die bekannten Siegel, die viele Lebensmittel zieren. Der Niebüller Weltladen in der Hauptstraße 33 ist jedoch schon seit vier Jahrzehnten der Ort, der die größte Bandbreite fair gehandelter Produkte präsentiert. Hier kann man die positiven Effekte des fairen Handels für die Produzenten im globalen Süden am besten nachvollziehen. Die Niebüller Steuerungsgruppe wird sich auch weiterhin aktiv und gemeinsam mit anderen lokalen Akteuren vor Ort engagieren. Nach der Teilnahme an der diesjährigen Rosenaktion und einigen Vorträgen bei verschiedenen Institutionen befinden sich die nächsten Aktivitäten teilweise noch in der Planungsphase.
Fest steht jedoch schon die Teilnahme an der Projektwoche der Friedrich-Paulsen-Schule kurz vor den Sommerferien. Hier möchten Holger Heinke und Leefke Rosenberg von der Steuerungsgruppe zusammen mit Schülerinnen und Schülern einen Flyer und Einkaufsführer für die Fairtrade Town Niebüll entwickeln. Bereits am 13. Juni findet an der Nordsee Akademie ein Gemeindeseminar zum Thema Fairtrade-Towns statt, zu dem die Fairtrade Town Niebüll inhaltlich einen Beitrag liefern wird.
Wer Lust hat sich in der Steuerungsgruppe einzubringen und mitzumachen, kann sich gerne unter fairtrade@niebuell.de melden.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Fairtrade Steuerungsgruppe Niebüll, c/o Stadtmarketing Niebüll,
Holger Heinke, Hauptstraße 44, 25899 Niebüll
Stadtmarketing@stadt-niebuell.de, Tel.: 04661-601710, www.niebuell.de und www.niebuell.de/Wirtschaft/Fairtrade-Stadt-Niebüll
Freunde ohne Grenzen e.V., Kiel

AQUAPONIK ALS WOMEN EMPOWERMENT IN ECUADOR

Der Kieler Verein Freunde ohne Grenzen e.V. unterstützt einen urbanen Biobauernhof in der Hauptstadt Ecuadors


Foto: Vorstellung der Aquaponikanlage am Tag der offenen Tür. © 2019 Lena Wagner, Freunde ohne Grenzen e.V.
 
Der Biobauernhof Pachamama (Quechua für „Mutter Erde“) wurde vor 19 Jahren auf einem Grundstück mitten in Ecuadors Hauptstadt Quito auf dem Grund der Franziskaner Schwestern gegründet. Ziel war und ist es, Frauen aus prekären Umständen aus der Umgebung einen sicheren Arbeitsplatz zu geben, um so ihre Lebensumstände zu verbessern. Ihre Löhne werden über den Verkauf des Biogemüses direkt vom Hof und in Form einer Biokiste finanziert. Mit dem bereits zweiten von der BINGO! Umweltlotterie unterstützen Projekts des Vereins Freunde ohne Grenzen e.V. für den Hof, wurde nun eine Aquaponikanlage auf dem Hof gebaut. Dabei handelt es sich um die Kombination einer geschlossenen Kreislaufanlage zur Fischproduktion und einer Hydroponik­anlage zur Pflanzenzucht, zum Beispiel für Gemüse und Kräuter.

Foto: Marcela pflanzt die ersten Pflanzen in die Aquaponikanlage. © 2019 Lena Wagner, Freunde ohne Grenzen e.V.
 
Das System funktioniert, indem die Exkremente aus der Fischzucht als Nährstoffe für Pflanzen verwendet werden. Dadurch kann im Vergleich zu traditioneller Landwirtschaft bis zu 90 Prozent Wasser eingespart werden, was in Quito eine sehr knappe Ressource ist. Damit soll zum einen das Wasserproblem zumindest ansatzweise gelöst werden und zum anderen der Hof zu einem Lernbauernhof ausgebaut werden, um eine weitere Einnahmequelle zu schaffen und so langfristig mehr Frauen einstellen zu können. Zudem werden die Frauen zu Expertinnen des bisher in Ecuador einzigartigen Systems. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der positive Marketing Effekt der Anlage. So können attraktive Partnerschaften zum Beispiel mit Restaurants geschlossen werden, die an Biogemüse und vor allem frischem Biofisch in einer Andenregion interessiert sind.


Foto: Die Frauen sehen zum ersten Mal die Fische im Fischtank. © 2019 Lena Wagner, Freunde ohne Grenzen e.V.

Besonderer Wert wird in dem Projekt auf die Schulung der Frauen gelegt, sowohl was die Aquaponik aber auch Verkauf, Kundenkommunikation und Vermarktung betrifft, um ihre Autonomie zu erhöhen, und es ihnen zu ermöglichen, ihre Interessen selbstbestimmt zu vertreten. 
Am Samstag den 8. Juni 2019 wurde die Anlage nun mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.
Ein Projekt von Freunde ohne Grenzen e.V. unterstützt von BINGO! die Umweltlotterie
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Freunde ohne Grenzen e.V., Projensdorfer Str. 70, 24106 Kiel, Lena Wagner, lena@freundeohnegrenzen.org, www.freundeohnegrenzen.org 
Succeed in Ghana e.V., Kiel

PROJEKT „GOLDHAUS“ – BAU VON KOMPOSTTOILETTEN IN ADZOKOE/PEKI, GHANA



Foto:
Komposttoiletten ausgestellt in Adzokoe/Peki.
© 2019 NGO „Menyiwa da wo do“, Ghana
 
 „[…] Wenn wir das Problem der öffentlichen Defäkation in Ghana nicht in den Griff bekommen, wird das Land keine Fortschritte erzielen. […] Wenn wir die sanitäre Grundversorgung nicht in Ordnung bringen, verschwenden wir unser kostbares Leben als Nation. Wir müssen es richtig machen und aufhören zu scherzen“ (Quelle: https://www.ghanaweb.com/GhanaHomePage/NewsArchive/Open-defecation-in-Ghana-is-a-disgrace-we-must-stop-joking-Media-Consultant-710813#). So äußerte sich die bekannte Medienberaterin Dr. Doris Yaa Dartey am 23. Dezember 2018 in den General News (Ghana) zu der schlechten sanitären Versorgung des Landes und führte diese auf die mangelnde Durchsetzung durch die Regierung zurück.

Foto: Mawuli Kwesi Aboagye (Direktor „Menyiwa da wo do“) probiert die Toilette aus. © 2019 NGO „Menyiwa da wo do“, Ghana
 


Laut eines Berichts der „Deutschen Welle“ vom September 2018 ist Ghana „eines der schlechtesten Länder, wenn es um den Zugang zu sanitären Grundversorgungseinrichtungen wie Toiletten geht“  (Quelle: https://www.dw.com/en/when-nature-calls-theres-a-problem-in-parts-of-ghana/a-45673374). Ghanaer seien dafür bekannt, am Strand, im Busch oder in weiten Gebieten einer Stadt oder Gemeinde zu hocken. Und obwohl jedes Haus mittlerweile eine Toilette haben sollte, sieht die Realität anders aus. Auch der Direktor unserer Partnerorganisation „Menyiwa da wo do“ in Ghana, Mawuli Kwesi Aboagye, sieht in der öffentlichen Defäkation und Urinieren ein zunehmendes Problem für die Gesundheit des Menschen und die Umwelt. Seit Jahren beobachtet er dies mit Besorgnis und sieht, wie Dr. Dartey, die Verantwortung bei der Regierung. Da diese ihren Aufgaben aber nicht ausreichend nachkomme, sieht er sich mit seiner NGO veranlasst tätig zu werden und zumindest in seiner Gemeinde Adzokoe/Peki im South Dayi Distrikt, für eine angemessene sanitäre Versorgung zu sorgen. Doch eine herkömmliche Toilette kam für ihn nicht infrage, denn er weiß, dass aus dem menschlichen Abfall weit mehr herauszuholen ist.


Foto: Kind vor Foto der Naturausstellung im alten Postgebäude Adzokoe/Peki.
© 2019 NGO „Menyiwa da wo do“, Ghana

Durch ein Treffen mit dem Geschäftsführer der Firma „Goldeimer“ 2017 in Kiel inspiriert, entwickelte sich nun die Idee, dass die Komposttoilette genau das richtige Modell ist, um nicht nur den Menschen einen privaten Raum für ihre Bedürfnisse zu geben, sondern gleichzeitig auch einen Beitrag zum natürlichen Kreislauf der biologischen Prozesse zu leisten.

Die aus Mitteln der Bingo! Projektförderung gebauten Toiletten, wurden über das Osterwochenende 2019 im Zuge des „Green Valley Arts Festivals“ den Menschen des Ortes vorgestellt und „eingeweiht“. Mit Graffiti besprüht, wurden sie als Kunstgegenstand vor dem alten frisch mit Naturmotiven renovierten Postgebäude des Ortes platziert, in dem auch Naturbilder ausgestellt wurden. Die Verbindung von Kunst und Umwelt hat sich schon in vorherigen Projekten bewährt, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu erhalten. Die Toilette soll sich damit als gesellschaftsfähiges Objekt präsentieren, dass in den ökologischen Kreislauf eingebunden ist.

Die Nutzung der Toiletten, ihre Vorteile gegenüber Konventionellen und deren ökologischer und ökonomischer Mehrwert wurden in Workshops vermittelt. Dabei wurde aufgezeigt, wie die angetrockneten festen Ausscheidungen und evtl. Toilettenpapierreste unbedenklich auf dem Komposthaufen ausgebracht werden können, um später Naturdünger zu erhalten. Da die meisten Menschen des Ortes Bauern sind, fanden diese Aspekte großes Interesse. Einige Menschen wollten die Toilette gleich selbst vor Ort ausprobieren. Die unschlagbaren ökologischen und ökonomischen Faktoren (Kostenersparnis beim Wasserverbrauch, keine Chemie) überzeugte die Menschen des Ortes derart, dass einige gleich Toiletten für ihr eigenes Zuhause bestellten.

Die Mobilität der Toiletten ermöglicht es, diese während Feierlichkeiten und Festivals aufzustellen und gegen eine Gebühr zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Unsere Partnerorganisation „EarthCare Regenerative Permaculture, Ghana“, mit Sitz in Adzokoe, wird eine Toilette auf der Permakulturfarm fest installieren, um direkten Zugang zu dem Naturdünger zu erhalten.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Succeed in Ghana e.V., Bülowstraße 12, 24105 Kiel
Daniela Suhr, info@succeed-in-ghana.de, Tel.: +49 (0) 151-40549514,
www.facebook.com/succeedinghana und www.succeed-in-ghana.de
artefact gGmbH, Glücksburg

SPASS UND TECHNIKOPTIONEN BEI DER ACHTEN TOUR DE FLENS

Erfolgreiche "Tour de Flens" mit Spaß und neuen Erkenntnissen


Foto: Klimafreundliche Fahrzeuge auf der Tour de Flens. © 2019 Udo Brandhorst
 
Bestes Wetter, gute Laune und spannende Einblicke in die vielen Optionen klimafreundlicher Mobilität machte die achte elektromobile Informationsfahrt um die Flensburger Förde - da waren sich Mitfahrer wie Zuschauer an den Zwischenstopps einig - wieder zu einem großen Erfolg. Vierzig rein elektrisch fahrende Automobile und achtzig Mitfahrende zwischen 5 und 75 Jahren besuchten zwischen Sonderborg und Glücksburg acht interessante Ziele, an denen zu sehen ist, wie die Energiewende gelingen und obendrein großen Spaß machen kann. In Sonderborg starteten die Fahrzeuge von Sonderborg Forsyning aus zum Besuch einer der größten Solarstromanlagen Nordeuropas, die am Stadtrand innerhalb weniger Monate realisiert wurde. Nicolai Andreasen von der lokalen Firma betterenergy betonte, dass die Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 35 Hektar etwa 6000 Haushalte mit Strom versorgen kann und ohne Zuschüsse wirtschaftlich ist. Damit können auch Elektrofahrzeuge so günstig geladen werden, dass sie im Betrieb nicht einmal halb so teuer wie Verbrennungsmotoren sind.
Ganz neu, vor Allem für die deutschen Mitfahrer, war dann der nächste Stop bei Sonderborg. Vierzig Überlandbusse mit Gasmotoren werden dort demnächst mit Biogas betankt , um schon jetzt hunderte Kilometer ohne Ladestopp bewältigen zu können. Inzwischen bieten mehrere ausländische Hersteller auch bereits elektrische Busse mit vergleichbaren Reichweiten an. "Zukunft trifft Vergangenheit" war die Überschrift des dann folgenden Treffens in Gravenstein: an die 1000 Oldtimer mit zwei und vier Rädern hatten sich dort versammelt, die in einer Zeit gebaut worden waren, als Ölkrise und Klimawandel noch kein Thema waren. Umso mehr genossen die Elektromobilisten das fast lautlose Dahingleiten auf dem Weg zum Hotdog-Test in Süderhav. Mit dem Klein-LKW Framo und einem NSU Prinz waren auch in der Emobil- Kolonne elektrisch umgerüstete Oldtimer, in denen der Motor nicht mehr das Radio übertönt.


Foto: Elektro-Zapfsäule auf der Tour. © 2019 Udo Brandhorst
 
Auch die Bandbreite moderner elektrischer Serienfahrzeuge lud Mitfahrende immer mal zum Fahrerwechsel ein: Renault Zoe und Tesla waren besonders stark vertreten neben einem Dutzend weiterer Fabrikate von BMW, Mercedes, VW, Peugeot, Citroen, Hyundai und anderen. Vom Elektromotorrad Zero bis zum Großraumtransporter reichte die Palette der Fahrzeuge, die inzwischen alle über ausreichende Batteriekapazitäten verfügten, um ohne Probleme bis nach Glücksburg zu fahren. Unterwegs jedoch stand noch ein großer Zwischenstopp beim Emobilitätsmarkt am Cittipark an, wo Stadtpräsident Fuhrig die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte. Parallel zu einer gut besuchten Podiumsdiskussion wurden Ausflüge zur neuen Wasserstofftankstelle in Handewitt angeboten, wo Peter Hamann das Betriebskonzept erläuterte, zu dem demnächst auch sauberer Windstrom als Energielieferant für die Elektrolyse gehören soll. Elektrische Ladesäulen galt es dann in Glücksburg einzuweihen: Beim Restaurant "Glückselig" in Schwennau freute sich Ralf Neumann an der erst in der Vorwoche installierten Ladesäule genauso über die "Flens-Touristen" wie Bürgermeisterin Kristina Franke an der ersten öffentlichen und garantiert mit erneuerbarem Strom versorgten E-Tankstelle der Ostseestadt, die nun vor Rathaus und Touristinformation freigeschaltet ist. Beim "After-Tour-Flens" an der Grillstelle des artefact-Zentrums fachsimpelten Pioniere etwa vom Dörpsmobil des Kirchspiels Medelby und der Leihfahrzeug-Anbieter vom Greentec-Campus und vom Ostsee-Flitzer noch lange mit begeisterten Erstfahrern, die sich Alle einig waren, dass beim Weg zur zukunftsfähigen Mobilität der große Durchbruch vor der Tür steht: " Weder Reichweitenprobleme noch angeblich zu geringe Lithiumvorräte taugen heute noch als Ausrede, um den Wechsel von Öl aus kriegsgefährdeten Weltregionen zu friedlicher Solar- und Windenergie weiter auf die lange Bank zu schieben." betonte Organisator Werner Kiwitt vom artefact-Team. "Je nach Fahrleistung ist auch der Betrieb von E-Fahrzeugen schnell deutlich günstiger als der alte Verbrenner. Deshalb freuen wir uns über die immer schneller wachsende Fangemeinde ebenso wie über die Sponsoren Flensburger Brauerei und Stadtwerke." Der neue Energiewendeminister Schleswig-Holsteins, Jan Philipp Albrecht, unterstützte die Tour de Flens erstmals als Schirmherr. Nach der erneut positiven Rückmeldung aller Beteiligten dürfte schon jetzt klar sein: Nach der Tour ist vor der Tour... .

Weitere Informationen und Kontakt:
artefact gGmbH, Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg,
info@artefact.de, Tel.: 04631-61160, www.artefact.de
Deutsch-Ghanaische Entwicklungshilfe-Verein e.V., Kiel

DER AFRICAN YOUTH EDUCATION AWARD
SCHLESWIG-HOLSTEIN 2019 (AYEA SH 2019)


Junge Migrantinnen und Migranten afrikanischer Herkunft in Deutschland haben häufig ein niedriges Bildungsniveau. Nur ein relativ kleiner Anteil dieser Kinder erreicht das Abitur. Darüber hinaus fällt ein großer Teil von ihnen am Ende ganz aus dem Bildungssystem heraus und das ist ziemlich beunruhigend. Das wesentliche Problem ist der Mangel an Anreizen, die diese Kinder motivieren könnten, höhere berufliche Ziele zu verfolgen. Die Motivation ist aber von entscheidenden Bedeutung für den Erfolg im Bildungssystem.
Ziel des Formats ist es, die schulischen und beruflichen Leistungen der Jugendlichen afrikanischer Herkunft in Schleswig-Holstein zu würdigen und das Bewusstsein für die Bedeutung der Bildung für die soziale und berufliche Integration in Deutschland zu stärken. Auf der zentralen Veranstaltung werden Jugendliche afrikanischer Migrant*innen ausgezeichnet, die erfolgreich eine Berufsausbildung in Schleswig-Holstein abgeschlossen haben oder mindestens ein Jahr in Deutschland studiert haben.
Vorbild ist der seit 11 Jahren stattfindende AYE-Awards in Hamburg. Bisher wurden über 40 junge Menschen für ihre Leistungen ausgezeichnet. In Absprache mit dem Hamburger Projekt wollen die Abgeordnete Aminata Touré des Landtags Schleswig-Holstein, der Kieler Rechtsanwalt Iyare Imasi und Rose Sekoh, die Vorsitzende des Deutsch-Ghanaischer Entwicklungshilfeverein e.V., das Projekt zusammen mit Partnern auch in Schleswig-Holstein initiieren und etablieren.
Bildung ist der Schlüssel für Entwicklung! Dies ist das Credo des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. als Dachverband für entwicklungspolitische Organisationen. Daher unterstützt es auch den African Youth Education Award Schleswig-Holstein und möchten dazu einladen, dies ebenfalls zu tun.
 
Preisverleihung am 17.8.2019 in Kiel
Die Preisverleihung wird am 17.8.2019 zwischen 18.- 21.00 Uhr in der Apostelgemeinde, Eckernförder Straße 63, 24116 Kiel stattfinden.
 
Über den Veranstalter:
Der Verein Deutsch-Ghanaische Entwicklungshilfe-Verein e.V. arbeitet seit 25 Jahren an der Integration von afrikanischen Migranten in Deutschland. Eines ihrer Ziele ist es, die Menschen verschiedener Kulturen zusammenzubringen und Verständnis und Toleranz für einander zu entwickeln. Unsere Projekte in Ghana sind entstanden aus den Bedürfnissen der Bevölkerung. Die Projekte werden mit Spenden und Fördermitteln finanziert und mit ehrenamtlicher Arbeit geplant, durchgeführt und unterstützt. Dabei gilt immer das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Deutsch-Ghanaische Entwicklungshilfe-Verein e.V.,
Rose Sekoh, info@ghana-hilfe.org, Tel.: 0431-737641, www.ghana-hilfe.org
KulturLife gGmbH, Kiel

PROJEKT “SHAPED BY HISTORY – ACTING FOR DIVERSITY”
SUCHT NOCH TEILNEHMER*INNEN


Fotos: Impressionen vom Projekt „Shaped by history“.
© 2019 KulturLife gGmbH
 
Für unser EU-Projekt “Shaped by History” suchen wir engagierte Jugendliche, die Lust haben, bei der nächsten Begegnung in Kiel dabei zu sein. Ziel des Projekts ist, ein Bewusstsein für das historische Erbe und eine kritische Reflexion für mündliche Erzählungen über geschichtliche Ereignisse zu schaffen. Dazu trifft sich eine Jugendgruppe aus Israel, Ungarn und Deutschland und deckt die Bedeutung der Erzählungen auf, die ihr heutiges Leben beeinflusst. Gemeinsam wird die Thematik mit Methoden des Theaterspielens bearbeitet.
 
Zeit: 18.07.-26.07.2019
Ort: Jugendherberge Westensee (bei Kiel)
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei, Anmeldung unter constanze@kultur-life.de
 

Weitere Informationen,
Veranstalter und Kontakt
:
KulturLife gGmbH, Constanze Rassbach, constanze@kultur-life.de, Tel. 0431 888 14 29,
www.kultur-life.de/projekte/shaped-by-history/
Afghanistan Schulen e.V., Oststeinbek

MARGA FLADER UND TANJA KHORRAMI BERICHTEN VON IHRER REISE IM APRIL 2019

Fotos: © 2019 Afghanistan-Schulen e.V.



Unsere Frühjahrsreise nach Afghanistan in diesem Jahr war zum ersten Mal ernsthaft betroffen von den Aktivitäten der Taliban in den Distrikten südlich von Andkhoi. Sie hatten seit dem Dezember 2018 einige Polizeiposten überrannt und versuchen, dort ihre eigenen Regeln durchzusetzen. Unsere afghanischen Projektpartner rieten uns dringend von der Fahrt über die zurzeit unsichere Straße dorthin ab. Das war für uns eine traurige Nachricht, aber für die Menschen in den Gebieten eine umso schlimmere. Trotz dieser Situation reisten viele der Lehrerinnen aus den Frauenprojekten und eine große Abordnung der Lehrer des Ausbildungszentrums und natürlich die Leiterin und Leiter aller Projekte zu unserem Treffen nach Mazar-e-Sharif. So konnten wir aus erster Hand hören, wie sich die Projekte in und um Andkhoi entwickeln. Nach dem Flüchtlingsansturm nach Andkhoi im Dezember/ Januar, wo unsere ProjektpartnerInnen tatkräftig Nothilfe leisteten, sind die meisten Familien nach Qurghan zurückgekehrt. Unser Frauenzentrum war nur für kurze Zeit geschlossen. Die Leiterin berichtete, dass sogar mehr Besucherinnen kämen als vorher. Hier können sich die Frauen austauschen und über die Probleme mit den Taliban frei reden. Zeitweise und ganz nach Laune der örtlichen Taliban wurden den Schülerinnen ab Klasse 7 der Schulbesuch und auch der Computer- und Englischkurs untersagt, dann wieder empfohlen.
Unsere Partner hoffen, dass diese Situation bald ein Ende hat – spätestens nach den Wahlen im September. Beide Frauenzentren in Baghebustan und Andkhoi funktionieren gut und der Aufbau eines dritten Zentrums in dem nördlichen Distrikt Khancharbagh wird eifrig geplant – wir, und vor allem die Frauen dort, warten nur noch auf die Zusage von Misereor, die uns finanziell auch hier unterstützen wollen.

In Mazar hatten wir neben den vielen Gesprächen mit verschiedenen Gruppen auch Zeit, die zehn Schulen zu besuchen, die in das von uns geplante„Capacity-Building-Project“ einbezogen werden sollen. Alle diese Schulen sind von uns in den letzten Jahren gebaut worden. Sie haben SchülerInnen von der 1. bis zur 12. Klasse, die zumeist in 3 Schichten unterrichtet werden – in den 1. bis 3. Klassen gemischt, ansonsten getrennt nach Mädchen und Jungen. Kein Kind, das eine Schule besuchen möchte, wird abgewiesen. Schulgebühren werden nicht verlangt. So platzen die Schulen aus allen Nähten.

Für 2000 bis 5000 Kinder den Unterricht zu organisieren bei (zumindest jetzt zum Schuljahresbeginn Ende März) noch fehlenden Lehrkräften und weitgehend fehlenden Schulbüchern ist ein riesiges Problem für die Schulleitungen. Sehr anerkennenswert waren die Leistungen besonders einiger Schulleiterinnen, aber auch einige Leiter gaben ihr Bestes. Die Behörden des Landes hatten Richtlinien erarbeitet, wie die Schule von der Gemeinde über die Schulentwicklungskomitees unterstützt werden sollte. Das funktioniert an manchen Schulen schon sehr gut – sogar mit gewählten Mitgliedern. Unser Büroleiter in Mazar, Mir Ahmad, hat mit allen schon Besprechungen gehabt, um sie über unser Projekt zu informieren: Im Herbst sollen Seminare für die Schulleitungen beginnen, die in einem für 18 Monate geplanten Beratungsprozess Hilfe bei ihrer schwierigen Arbeit bekommen sollen. Dazu gehören auch der Bau einiger Räume für den Computer- und naturwissenschaftlichen Unterricht. Die erste Schule, die wir in Mazar 2002 gebaut hatten, braucht nun dringend eine gründliche Renovierung und möglichst auch einen Zusatzbau für die Mädchen der Oberstufe.

Der deutsche Konsul stellte dafür eine finanzielle Hilfe aus dem Kleinprojektefonds zumindest für die Renovierungsarbeiten in Aussicht – der Antrag wird vor Ort gestellt. In dieser Schule hatten wir auch viel Spaß mit den fröhlichen Kindern im von uns gebauten Kindergarten! So eine lockere, kindgerechte Atmosphäre wünschten wir anderen Kindergärten ebenfalls.

Wir hatten wieder einmal das Glück, den wachsenden Schulbau in Aibak, Distrikt Samangan, zu besuchen. Glück insofern, als wir dadurch wieder den Weg durch das zurzeit mit frischem Grün belebte gewaltige Gebirge machen konnten. Afghanistan könnte so ein wunderbares Reiseziel sein, wenn endlich der nun schon rund 40 Jahre andauernde Krieg beendet wäre! Am buddhistischen Kloster aus dem 4.Jhdt in Aibak feierten hunderte Afghanen aus der ganzen Umgebung das Neujahrs- fest mit einem Jahrmarkt, Kettenkarussell und Riesen“rädchen“, Eierverkauf und Flötenmusik – ein fröhliches Fest, das auf friedlichere Zeiten hoffen lässt. Natürlich erwarten die Mitarbeiter der Schulbehörden, dass wir sie bei weiteren Schulbauten unterstützen – der Bedarf ist im ganzen Land noch gewaltig! Um eine wirklich effektive Verbesserung des Unterrichts zu erreichen, wären noch viel mehr Klassenräume nötig, damit statt in drei oder vier Schichten nur noch in zwei Schichten unterrichtet werden müsste. Erst dann können alle Fächer ausreichend gelehrt werden. Wie gern würden wir sie noch stärker unterstützen – aber das kostet viel Geld! Bei jedem Schulbau müssen wir mindestens 10% aus eigenen Spenden finanzieren.

In Sachen „Stadt- und Landbegrünung“ sind übrigens an allen Straßen und auf allen Schulhöfen offiziell und mit Privatengagement Bäumchen gepflanzt und Gärten angelegt worden – ein hoffnungsvolles Grün!

Noch eine erfreuliche Nachricht:
Die jungen und älteren Frauen in und um Andkhoi kommen mit großer Begeisterung weiterhin zu den Alphabetisierungskursen, die wir aus eigenen Spenden finanzieren. Da ist jeder Euro gut angelegt! Aus manchen dieser Kurse sind inzwischen Studentinnen verschiedener Fachrichtung hervorgegangen; eine Ehemalige leitet heute die Sportkurse im Fitnesscenter des Frauenzentrums in Andkhoi. Andere ehemalige Schülerinnen unseres Ausbildungszentrums baten uns um finanzielle Hilfe für ihr Studium in Mazar – sie bräuchten sie wirklich dringend!  
Herzliche Grüße, Marga Flader und Tanja Khorrami
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Afghanistan Schulen e.V. , Deefenallee 21, 22113 Oststeinbek/Hamburg
Marga Flader, Flader@Afghanistan-Schulen.de, Tel. 040-7122467, www.Afghanistan-Schulen.de, www.Facebook.com/AfghanistanSchulen
MUDDI Markt e.V., Kiel

MUDDI MARKT ZUR KIELER WOCHE 2019

MUDDIs Blick über den Tellerrand - so schmeckt die Zukunft!


Foto: MUDDIs Wohnzimmer am Kleinen Kiel. © 2018 MUDDI Markt e.V. // Thies Sprenger

Ende Juni wird der MUDDI Markt e.V. die Grünfläche am kleinen Kiel erneut zum Leben erwecken – die Kieler Woche 2019 steht vor der Tür. Als gemeinnütziger Verein zur Förderung des Bewusstseins nachhaltiger Entwicklung organisieren der MUDDI Markt seit 2013 mit etwa 35 Ehrenamtlichen im Alter von 18 bis 60 Jahren ein weniger lautes und kommerzielles Alternativprogramm auf der Kieler Woche. Der Verein möchte einen Beitrag für eine nachhaltigere Entwicklung in der Kieler Kulturlandschaft leisten. So soll mit Spaß und vielen Mitmach-Möglichkeiten für eine nachhaltigere Lebensweise angeregt und begeistert werden.

Im Rahmen des diesjährigen Tagesprogrammes zum Oberthema Ernährung finden auf dem MUDDI Markt vom 21.6-30.6. jeweils von 14 -18 Uhr vielfältige Bildungs- und Mitmachangebote statt. Außerdem können sich unter der Woche angemeldete Schulklassen in verschiedenen Workshops von 11-13 Uhr mit Themen wie Lebensmittelverschwendung, Müllvermeidung und Fischerei beschäftigen. In den Abendstunden wird wie immer ein abwechslungsreiches Programm mit Live Bands, DJs sowie Improtheater, Quiz und Swing Tanzkurs angeboten, das auch mit tatkräftiger Unterstützung von den Kieler Veranstaltungsorten Hansa48, Luna Club, MUM&DAD und Schaubude auf die Beine gestellt worden ist. Natürlich ist MUDDI auch online aktiv: Auf der Webseite unter muddimarkt.org, auf der Facebookseite und auf Instagram gibt es das detaillierte Tagesprogramm, Bilder und weitere Eindrücke zu geplanten Aktionen. Komm vorbei zum kreativen Ideenaustausch und werde Teil von MUDDIs Ideenküche.

Wie man den MUDDI Markt unterstützen kann? Ganz einfach: Mittanzen, mitdenken, mitmachen.

Zeit:  21.–30.6.2019  //  täglich 14 – 24 Uhr
Ort: Lorentzendamm 28-30, 24103 Kiel
Eintritt: frei

Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt:
MUDDI Markt e.V., Frauke Pleines, verein@muddimarkt.org, www.muddimarkt.org
3. Interessantes aus Schleswig-Holstein,
Deutschland und
der Welt 

Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein 2019 –
Die Würfel sind gefallen



Foto: Staatssekretärin Erdmann (r.) mit den Preisträgern. Das Team vom Landhaus Schulze-Hamann fehlt.
© 2019  IHK // Tietjen
 
Vier Preisträgerinnen und Preisträger wurden am 3. April 2019 in Blunk von Staatssekretärin Anke Erdmann mit dem Nachhaltigkeitspreis 2019 ausgezeichnet. Zwei weitere Vorhaben wurden mit einer besonderen Anerkennung gewürdigt.
Der Preis wurde bereits zum sechsten Mal verliehen und war mit insgesamt 11.000 Euro dotiert. "Nachhaltigkeit klingt meist sehr abstrakt, das wollen wir ändern. Mit dem Preis wollen wir nachhaltige Projekte im Land vorantreiben und ein anderes Bewusstsein für das Thema schaffen. Ich freue mich daher, dass wir in diesem Jahr wieder so viele tolle zukunftsfähige Alternativen ans Licht gefördert haben", sagte Erdmann und ergänzte: "Schleswig-Holstein ist ein Land der Um- und Querdenker. Also Menschen, die sich wie die Landesregierung den UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet fühlen, die über eingefahrene Wege hinaussehen, ihre nachhaltigen Innovationen sichtbar machen und damit zur Nachahmung anregen."
Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis errang der Wildpark Eekholt, der seit 50 Jahren Besucherinnen und Besucher neben der Schönheit und Vielfalt der Natur die Zusammenhänge zwischen unserem Alltagshandeln und der Zukunft unseres Planeten entdecken lässt. Der Tierpark repräsentiert ein über Jahrzehnte gelebtes, gleichermaßen überzeugendes und umfassendes Nachhaltigkeitsengagement im Naturschutz- und Umweltbildungsbereich.
Dass ländliche Regionen Zukunft haben zeigt das Landhaus Schulze-Hamann in Blunk. Es steht für eine konsequente und umfassende Umsetzung unternehmerischer Nachhaltigkeit. Regionale Vernetzung und die Verwendung von nachhaltigen Produkte stehen dabei im Fokus. Dafür gab es den zweiten Preis und 3.000,- Euro.
Der Gärtnerhof Wanderup wirtschaftet nach dem Prinzip einer solidarischen, regenerativen Landwirtschaft in einem interdisziplinären Kooperationsnetz. So können bereits 120 Direktabnehmer unter anderem mit einer Auswahl aus rund 50 Gemüsesorten beliefert werden. Ergebnis hier: ein dritter Preis (2.000,- Euro).

Foto: (v.l n.r) Anke Erdmann (Staatssekretärin MELUND), Ute Kröger (Leiterin der Wildparkschule im Wildpark), Theda Hatlapa (Gründerin des Wildparks 1970), Wolf-Gunthram Frhr. v. Schenck (Geschäftsführer Wildpark), Prof. Dr. Holger Gerth (Landesnaturschutzbeauftragter).
© 2019 BEI-SH  // Volker Leptien
 
Der erstmals vergebene IB.SH-Nachwuchspreis in Höhe von 1.000,- Euro ging an die ResteRitter aus Kiel. Sie haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Statt in die Tonne schnibbeln sie noch sehr gutes Obst in Handarbeit in Pfandgläser und stellen leckere Brotaufstriche her.Zwei undotierte besondere Anerkennungen gingen an Moin Bio Backwaren GmbH aus Glückstadt, die für ein umfassendes Nachhaltigkeitsengagement im mittelständischen Handwerk ausgezeichnet wurden, und die AktivRegion Nordfriesland Nord für ihren Aufbruch zur Umsetzung nachhaltiger Ziele im kommunalen Verbund. Die drei Gemeinden Bordelum, Breklum und Klixbüll wollen eine nachhaltige Wirtschaftsordnung etablieren – solidarisch, ökologische und von den Einwohnerinnen und Einwohnern mitgetragen 

Die Preisträger und alle Bewerbungen sind in einer Broschüre, erfasst, die hier heruntergeladen oder bestellt werden kann:
PDF - Broschüre zum Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein 2019
 
Weiter Informationen und Kontakt:
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), Mercatorstraße 3, 24106 Kiel, www.nachhaltigkeitspreis.schleswig-holstein.de 
Migration und Entwicklung

FORUM FÜR MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN IN KIEL HAT EINEN NEUEN VORSTAND GEWÄHLT



Foto: (Personen von links) Dr. Opayi Mudimu (Stellv. Vorsitzender), Dursiye Aytekin (Vorsitzende), Oxana Bilkenroth (Vorstandsmitglied), Nadiye Bahar Ercan (Stellv. Vorsitzende), Nue Oroshi (Vorstandsmitglied). © 2019 Reinhard Pohl
 
In der Sitzung des Kieler Forums für Migrantinnen und Migranten am 4. Juni wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die Wahlen zum Vorstand finden alle zwei Jahre statt. Mit dieser Wahl wurde der Vorstand erstmalig von drei auf fünf Mitglieder erweitert. Dadurch sollen sich die wachsenden Aufgaben auf mehrere Vorstandsmitglieder verteilen. 
Die bisherige Vorsitzende Dursiye Aytekin wurde in ihrem Amt bestätigt. Sie vertritt im Forum den Türkischen Elternbund e.V. Sie arbeitet als Beraterin im Projekt "AIM-Ausbildung und Integration für Migrant*innen" in der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein. Ihr sei es eine besondere Ehre, das Forum nach außen zu repräsentieren und Sprachrohr für Menschen mit Migrationshintergrund zu sein. Sie möchte das Forum stärker in die Politik einbringen und in regelmäßigem Abstand in Kontakt mit Kieler Institutionen sowie Migrant*innenorganisationen treten, um Probleme, Verbesserungsvorschläge, Ideen und Anregungen an die Politik weiterzutragen.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Dr. Opayi Mudimu und Nadiye Bahar Ercan gewählt. Dr. Opayi Mudimu ist damit ebenfalls in seinem Amt bestätigt worden. Er vertritt den Verein Lisungi e.V. und ist seit 2018 Mitglied im Forum. Er lebt seit 1997 in Deutschland und arbeitet seit 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der CAU Kiel. Sein besonderes Anliegen ist, dass „die gemeinsamen Interessen des Forums nach außen vertreten werden“. Sein größter Wunsch bestehe darin, dass die Migrantinnen und Migranten sich in Schleswig Holstein zuhause fühlen.
Nadiye Bahar Ercan ist Kiel geboren und aufgewachsen und studiert an der Fern-Uni Hagen Bildungswissenschaften. Sie arbeitet als Projektmitarbeiterin bei der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein und unterstützt dort Frauen und Mütter bei der nachhaltigen Arbeitsmarktintegration. Das Forum sei ihr wichtig als ein Zusammenschluss von Menschen verschiedener Communities. Sie möchte Klischees und Rollenbildern mit positiven Beispielen entgegen treten.
Nue Oroshi und Oxana Bilkenroth sind als weitere Vorstandsmitglieder gewählt worden. Nue Oroshi studierte in Prishtina Geschichte und unterrichtete am dortigen Gymnasium. Seit 1997 arbeitet er als freiberuflicher Historiker und Publizist in Kiel. Ihm sei die enge Zusammenarbeit mit den Migrantenvereinen ein wichtiges Anliegen. Sein Ziel ist es, die Migrantinnen und Migranten für die politische Arbeit stärker zu gewinnen und den Kontakt zur Kieler Politik zu intensivieren.
Oxana Bilkenroth wurde in Tomsk (Russland) geboren und hat dort ihr Studium auf Lehramt absolviert.1997 kam sie nach Deutschland und hat in Kiel ein weiteres Studium als Diplom-Sozialpädagogin abgeschlossen. Seitdem lebt sie in Kiel und arbeitet als Diplom-Sozialpädagogin im Bereich Hilfen für psychisch kranke Menschen. Die ehrenamtliche Arbeit im Forum erfülle ihren Wunsch nach neuen Herausforderungen. Als Vorstandsmitglied möchte sie das Forum bei inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben unterstützen und die Arbeit des Forums in Themenbereichen wie zum Beispiel Kinder, Familie, Alter und Pflege, zusammen mit allen Interessierten, mitgestalten.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Referat für Migration im Amt für soziale Dienste der Stadt Kiel,
Derya de Lor/Birgit Lawrenz, referat-migration@kiel.de, Tel.: 901-3234, www.migranten-forum-kiel.de
Fairer Handel und Faire öffentliche Beschaffung

KONGRESS „FAIR BEGEGNEN – FAIR GESTALTEN“.


Engagement Global gGmbH und TransFair e.V. laden alle im Fairen Handel Engagierten aus Kommunen, entwicklungspolitischen Organisationen, Schulen, Universitäten sowie Unternehmen und Verbänden ein, bei dem bisher größten Kongress zu Fairem Handel und Fairer öffentlicher Beschaffung gemeinsam zu diskutieren und sich auszutauschen. Auf Sie wartet ein vielseitiges Kongress-Programm.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Trends im Fairen Handel und der Fairen öffentlichen Beschaffung und treten Sie in einen Dialog über globale und lokale Herausforderungen.
  • Nehmen Sie aus spannenden Vorträgen und Coachings neue Impulse für Ihr Engagement für den Fairen Handel und die Faire öffentliche Beschaffung mit.
  • Vernetzen Sie sich mit anderen Engagierten aus Kommunen, entwicklungspolitischen Organisationen, Schulen, Universitäten sowie Unternehmen und Verbänden.
  • Lernen Sie in Gesprächen mit Produzentinnen und Produzenten aus dem globalen Süden ihre Perspektive auf den Fairen Handel kennen.
  • Stellen Sie Ihre Projekte vor und bringen Sie Ihre Expertise ein.
  • Feiern Sie mit uns die Preisverleihung des Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels“ am 18. September 2019 und das 10-jährige Jubiläum der Kampagne „Fairtrade-Towns“ am 19. September 2019!
Alle Informationen zum Kongress-Programm finden Sie unter: www.fairkongress2019.de

Zeit: 18.-20.9.2019

Ort: Kölner E-Werk & Palladium, Schanzenstraße 37, 51063 Köln (E-Werk)

Teilnahme/Anmeldung:
Kostenlos, Anmeldung erwünscht unter: www.fairkongress2019.de
Anmeldeschluss ist der 12.Juli 2019.

Veranstalter: Der Kongress „Fair begegnen – Fair gestalten” wird von TransFair e.V. und Engagement Global gGmbH mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.

Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Engagement Global gGmbH - Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), Nicola Gutiérrez Rodas, nicola.gutierrezrodas@engagement-global.de, Tel.: 0228-20717-624
und
TransFair e.V., Juliane Roux, J.Roux@fairtrade-deutschland.de, Tel.: 0221-942040-78, www.fairkongress2019.de
4. Hinweise auf Termine // Veranstaltungen
21.-30.6.2019
MUDDI Markt auf der Kieler Woche 2019
Motto: MUDDIs Blick über den Tellerrand - so schmeckt die Zukunft!
Buntes Rahmenprogramm mit vielen Mitmachangeboten, Kultur, Tanz & Musik zum diesjährigen Oberthema Ernährung.
Zeit:  21.–30.6.2019  //  täglich 14 – 24 Uhr
Ort: Lorentzendamm 28-30, 24103 Kiel
Eintritt: frei
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: MUDDI Markt e.V., verein@muddimarkt.org, www.muddimarkt.org
 

 
28.-29.6.2019
Messe und Tagung: Weltladen-Fachtage
Bundesweites Treffen der Weltläden und Fair-Handels-Bewegung.
Zeit: 28.-29.6.2019
Ort: Schilde-Halle Bad Hersfeld, Benno-Schilde-Platz 4, 36251 Bad Hersfeld
Weitere Informationen, Veranstalter, Anmeldung und Kontakt: Weltladen-Dachverband e.V. https://www.weltladen.de/fachtage
 

 
18.-26.7.2019
Begegnungstreffen im Projekt “Shaped by History – Acting for Diversity”
Zeit: 18.-26.7.2019
Ort: Jugendherberge Westensee (bei Kiel)
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei, Anmeldung unter constanze@kultur-life.de
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: KulturLife gGmbH, Constanze Rassbach, constanze@kultur-life.de, Tel. 0431 888 14 29, www.kultur-life.de/projekte/shaped-by-history/
 

 
28.7.2019
19. Albersdorfer Steinzeitmeile mit Sommermarkt
Zeit: 28.7.2019  //  11-17:00 Uhr
Ort: Steinzeitpark Dithmarschen, Süderstraße 47, 25767 Albersdorf
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf (AÖZA), info@aoeza.de, Tel.: 04835-213652, www.steinzeitpark-dithmarschen.de
 
 
15.8.2019
Gutes Geld – wie geht das? 
Vortragsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger die bei der Geldanlage auf ethisch nachhaltiger Anlagekriterien setzen. Andreas Enke (Vorstand VenGa e.V. und Geneon Vermögensverwaltung AG, Ralf Ditz (Vorstand Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V.) und Volker Leptien (Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V.) gehen der Frage nach wie Anleger sicherstellen können, dass ihre persönlichen Werte bei der Geldanlage berücksichtigt werden. 
Zeit: 15.8.2019 // 19:00 – 21:00 Uhr
Ort: Christian Jensen Kolleg gGmbH, Kirchenstraße 4-13, 25821 Breklum
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei, Anmeldung nicht erforderlich.
Veranstalter: Eine Veranstaltung von VenGA e.V. und Oikocredit e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), gefördert durch die Europäische Union
Weitere Informationen und Kontakt: VenGa - Verein zur Förderung etisch-nachhaltiger Geldanlagen e.V., Martin Nieswandt, MN@venga-ev.org  und Oikocredit e.V., Ralf Diez, rdiez@oikocredit.de  und Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., Volker Leptien (Projekt "Starthilfe"), volker.leptien@bei-sh.org , www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
 

 
17.8.2019
Preisverleihung des „African Youth Education Award Schleswig-Holstein 2019“ (AYEA-SH 2019)
Zeit: 17.8.2019  //  18:00-21:00 Uhr
Ort: Apostelgemeinde, Eckernförder Straße 63, 24116 Kiel
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: Deutsch-Ghanaische Entwicklungshilfe-Verein e.V.,
Rose Sekoh, info@ghana-hilfe.org, Tel.: 0431-737641, www.ghana-hilfe.org
 

 
29.8.2019
Bürgerdialog: Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in Schleswig-Holstein
Vorträge, Diskussionsrunde und Austausch mit Vertreter*innen von Politik und Mitgliedern des SDGs Netzwerkes auf Landesebene zum Thema der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele in Schleswig-Holstein.
Zeit: 29.8.2019   //   17:30-20:30 Uhr
Ort: Landeshaus Kiel (Schleswig-Holstein Saal), Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel
Teilnahme und Anmeldung: Kostenfrei. Anmeldung erwünscht unter www.politische-bildung.sh/anmeldung
Veranstalter: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und das SDG Netzwerk SH in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs in SH), katrin.kolbe@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit und
www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/buergerdialog-globale-nachhaltigkeit-in-sh-29-08-2019
 
 
29.8.-15.9.2019
NORDEN – the nordic arts festival
Festival zu kultureller Vielfalt und kulinarischen Feinheiten Schleswig - Holsteins und der angrenzenden nordischen Länder. Der „Grüne Pavillion“ informiert über  Akteure und Aktivitäten im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.
Zeit: 29.8.-15.9.2019
Ort: Königswiesen, 24837 Schleswig
Weitere Informationen und Kontakt:
Pakusius Events, Hamburg, mp@pakusius.de, Tel.: 040-41469606, www.norden-festival.de
 

30.8.2019
Mitgliederversammlung des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und
Tag der offenen Tür (Openhouse) beim BEI

Zeit: 30.8.2019
Ort: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Sophienblatt 100, 24114 Kiel
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Martin Weber (Geschäftsführung), martin.weber@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-01, www.bei-sh.org
 

 
13.-27.9.2019
Faire Woche
Deutschlandweite Aktionswochen zum Thema „Fairer Handel“
Weitere Informationen und Kontakt: www.faire-woche.de
 

 
18.-20.9.2019
Kongress „Fair begegnen – Fair gestalten“
Kongress zu Fairem Handel und Fairer öffentlicher Beschaffung.
Zeit: 18.-20.9.2019
Ort: Kölner E-Werk & Palladium, Schanzenstraße 37, 51063 Köln (E-Werk)
Teilnahme/Anmeldung: Kostenlos, Anmeldung erwünscht unter: www.fairkongress2019.de
Anmeldeschluss ist der 12.Juli 2019.
Veranstalter: Der Kongress „Fair begegnen – Fair gestalten” wird von TransFair e.V. und Engagement Global gGmbH mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt: Engagement Global gGmbH - Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), Nicola Gutiérrez Rodas, nicola.gutierrezrodas@engagement-global.de, Tel.: 0228-20717-624 und TransFair e.V., Juliane Roux, J.Roux@fairtrade-deutschland.de,
Tel.: 0221-942040-78, www.fairkongress2019.de
 
 
25.10.2019
Jubiläumsfeier: 25 Jahre Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Zeit: 25.10.2019
Ort: NN
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Martin Weber (Geschäftsführung), martin.weber@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-01, www.bei-sh.org
 

Das Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)


Wir sind Dachverband entwicklungspolitischer
Organisationen aus Schleswig-Holstein.
Das landesweite Netzwerk bündelt Informationen,
sorgt für Verbindungen unter den Akteuren und
 wirbt für globale Gerechtigkeit in der Welt.
 

Unsere Aufgaben, Ziele und Aktivitäten:
  • Als Dachverband sind wir Sprachrohr für die Themen und das Engagement unserer Mitglieder.
  • Als Träger und Kooperationspartner sind wir beteiligt an Projekten mit entwicklungspolitischen Inhalten in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft.
  • Vernetzung und Austausch: Wir bringen weltweit Menschen zusammen die sich für die Zukunft unserer Welt einsetzen (regional, national und international).
  • Projektentwicklung und Organisationsberatung: Durch Beratungs- und Fortbildungsangebote fördern wir die Aktivitäten der Menschen aus dem Umfeld unserer Arbeit.
  • Als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
 
Unsere Schwerpunkte:
  • Fairer Handel, Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltige Beschaffung:
    Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen mit dem Fair Trade Prinzip.
  • Globale Partnerschaften und Entwicklung:
    Entwicklungszusammenarbeit in Schulpartnerschaften, Kommunalen Partnerschaften, Religiöse Partnerschaften, etc.
  • Migration und Entwicklung
    Obwohl alle Menschen auf demselben Planeten leben, sind die Lebenswelten und Kulturen sehr unterschiedlich. Wir müssen voneinander lernen, um gemeinsam die weltweite Zukunft gestalten zu können.
  • Durch Bildungsarbeit globale Zusammenhänge begreifbar machen, um die weltweite Entwicklung aktiv mitzugestalten.
 
Unser Grundsatz: "Global denken - lokal handeln"
 

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