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Newsletter 5 // 2019
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen
www.bei-sh.org

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Liebe Empfänger, liebe Freunde des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V  (BEI),
dies ist der Newsletter 5 // 2019 vom Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen aus Schleswig-Holstein. Er beinhaltet eine Sammlung an Informationen aus unserem Netzwerk zur entwicklungspolitischen Arbeit.
Dieser Newsletter erscheint alle zwei Monate.
 
Mit den besten Grüßen aus Kiel,
Ihr Team vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
1. Neuigkeiten aus dem Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen in Schleswig-Holstein

25 JAHRE BÜNDNIS EINE WELT SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. (BEI) - LANDESNETZWERK FÜR ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

Ein Bericht von Martin Weber, dem Geschäftsführer des BEI
 
Letztes Jahrhundert am 18. Juni 1994 wurde das Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen e.V. mit anfänglich 18 Mitgliedsgruppen in einem partizipatorischen Prozess gegründet. 25 Jahre und vier Umzüge später sitzt das BEI mit 17 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und rund 100 Mitgliedsgruppen im Sophienblatt 100 auf einer Fläche von 200m² in Kiel.
Ein runder Geburtstag ist auch immer Anlass zu reflektieren: Über unsere Arbeit als Dachverband, wo wir herkommen und wo wir hinwollen, was haben wir als Dachverband mit unseren Mitgliedern erreicht und eben auch nicht. Ein Dachverband wird getragen von seinen Mitgliedern, ist aber auch immer mehr als die Summe seiner Teile und trägt Verantwortung für sein Tun.
Natürlich haben wir Luft nach oben:
  • Die Zusammenarbeit und die Schlagkraft mit unseren Mitgliedern könnte nach 25 Jahren größer sein. Es gibt weder eine Gerechtigkeits- noch ein Glücksministerium.
  • Die Aufgaben eines Dachverbands konnten wir nicht immer so erfüllen, wie wir es uns wünschen.
  • Das BEI ist über die Jahre eine Marke geworden, die wir tatsächlich nicht immer mit politischen Positionierungen füllen konnten.
  • Das BEI konnte es zudem nicht schaffen, kontinuierlich neue Zielgruppen zu binden. Aus der entwicklungspolitischen Nische sind wir nur bedingt herausgekommen.
Über die Jahre hinweg haben wir es dennoch geschafft, trotz aller konjunktureller Engpässe, auch landes- und sogar bundesweit Lokomotive zu sein:
  1. Gerne erinnern wir daran, dass wir gemeinsam mit dem MELUR nicht nur die erste landesweite Fair Handels Kampagne „Von Küste zu Küste handeln wir fair“, die dann in „Fair kauft sich besser“ aufgegangen ist, sondern auch die erste landesweite faire Woche auf die Beine gestellt haben. Das war in den Jahren 1998-2004. Marketingmäßig hat sich das zwar die bundesweit tätige Siegelorganisation transfair an das Revers geheftet. Aber: Wir wissen, wer diese Innovation in die Republik gebracht hat, ein entwicklungspolitisches Landesnetzwerk. Damals ging es uns nicht darum, wer es gemacht hat, sondern - ja auch sicherlich naiv - einfach um die Sache. Heute ist die Faire Woche bundesweit ein alter Hut und jedes Landesnetzwerk ist im Fairen Handel aktiv.
  2. Das BEI hat erstes Landesnetzwerk den Orientierungsrahmen für Globales Lernen wahrgenommen und versucht Impulse zu setzen, um ihn auf Landesebene zu implementieren. Auch wenn wir das Bildungsministerium nicht mit diesem theoretisch-pädagogischen Ansatz inkludieren konnten, hat Globales Lernen einen zentralen Stellenwert im BEI über all die Jahre gehabt und ist als Anbieter anerkannt. Mit der Promotorinnenstelle Globales Lernen in der Museumspädagogik und der Regionalstelle Bildung trifft Entwicklung seit Herbst 2017 haben wir feste Säulen in der Bildungslandschaft Schleswig-Holsteins. Unsere lang gehegte Forderung, dass das Bildungsministerium eine BNE-Vollzeit-Stelle sich vom BMZ finanzieren sollte, wurde dann im Sommer 2019 erhört.
  3. Bundesweit hat das BEI die Initiative Inlandsarbeit, die von VENRO und der agl seit 2007 befeuert wurden, als erstes Landesnetzwerk aufgegriffen und dafür Gelder eingeworben, die es uns ermöglicht hat, das BEI mit den Einsatzstellen in Curau, Heide und Glücksburg auf ganz neue Beine zustellen. Mittlerweilen sind wir im 3. Programmzyklus und haben fünf volle Stellen, die im Verhältnis von 60:40 vom BMZ und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein finanziert werden.
  4. Daten und Fakten: Das BEI hat 2019 erstmals 100 Mitglieder, einen fünfköpfigen Vorstand und 16 Teilzeitstellen, das sind ca. 11 Vollzeitstellen und einen Jahreshaushalt von über 900.000 €. Da stehen wir im Bundesvergleich sehr gut da.
 
Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen wollen.
  • Arbeit professionalisiert sich.
    Was wir vor 30-40 Jahren an politische Solidaritätsarbeit gemacht haben, haben wir fern ab von Arbeitsbezügen gemacht. Erst mit dem Aufbau von entwicklungspolitischen Landesnetzwerken und regionalen Zentren haben wir in den 90ern rudimentär auch hauptamtliche Strukturen entwickeln können.
Mittlerweilen werden unsere Themen studiert. Das heißt zum einen: Studierende machen gerne bei uns Praktikum, was wir natürlich super finden. Zum anderen erwarten die frischen Akademiker*innen auch einen Arbeitsmarkt, der solche Stellen anbietet. Das heißt, unser Anliegen ist gesellschaftsrelevant geworden und ist am Arbeitsmarkt angekommen. Ein - wie ich meine - wichtiger Indikator dafür, dass sich etwas wirklich bewegt.
Die Angebote sind vielerorts auch da. Leider können wir noch nicht die kontinuierlichen Arbeitsverhältnisse anbieten wie vor allem staatliche Institutionen. Das führt auch manchmal zu Missverständnissen.
  • Die weltpolitische Konstellation hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert
    1970 war es selbstverständlich, dass die USA mit ihrem westlichen Bündnis Hegemonialmacht war. Heute sehen wir uns neuen Konstellation gegenübergestellt. Die Europäische Union verliert an weltpolitische Relevanz und vor allem China und seine Aktivitäten in Afrika geben einen Ton an, an den wir uns auch als deutsche NGO erst mal gewöhnen müssen. Hier gilt es nicht nur an unseren Vorstellungen von Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe festzuhalten und neue Koalitionen zu schmieden, sondern auch unsere Demokratie als Wert zu erkennen und offensiv zu vertreten. Zudem kommen einfache Antworten auf komplexe Fragen wieder in Mode.
  • Verstaatlichung von Zivilgesellschaft – ein immer wieder ärgerliches Phänomen
    Zivilgesellschaft organisiert sich im intermediären Bereich unseres politischen Systems neben Parteien, Kirchen, Wissenschaft und Medien in Verbänden, Vereinen und Initiativen. In unserer repräsentativen Demokratie hat dieser Bereich die Funktion politisches Korrektiv zum Regierungshandeln zu sein. Das ist so gewollt und damit sie es tun kann, wird dieser Bereich auch staatlich finanziell unterstützt. Dabei war zunächst nicht an eine Förderung von wie auch immer gearteter Projektitis gedacht, sondern an der Befähigung zivilgesellschaftlicher Akteure, Interessen zu bündeln und politische Lobbyarbeit zu pflegen. Heute scheint es, das Verbandsarbeit sich über Projektförderung und ihrer Abarbeitung Zeitfenster stehlen muss, um sich Verbandsarbeit leisten zu können.
Um politisches Korrektiv zu sein, ist es Voraussetzung, dass dieser Bereich und damit auch die Zivilgesellschaft im Rahmen unseres Grundgesetzes sein Handeln selber definiert. Die Definition von Engagement, wie es aussieht und was damit bewirkt wird, ist allein Sache der Zivilgesellschaft und ihr überlassen.
Mit der Legislaturperiode von Dirk Niebel ticken im BMZ die Uhren anders. Am 1.1.2012 wurde die staatliche Durchführungsorganisation Engagement gGmbH gegründet, die sich seitdem anmaßt, die Arbeit der Zivilgesellschaft bündeln zu wollen, selber Angebote zu machen und zudem noch eine bundesweite Mitmachzentrale zu institutionalisieren.
Der Prozess der Verstaatlichung von Zivilgesellschaft macht hier aber nicht halt. In den letzten Jahren wurde wie in vielen anderen Bereichen ein neues Zauberwort in die Förderung von entwicklungspolitischer Inlandsarbeit eingeführt: Wirkungsorientierung. Zu der sehr richtigen Frage, was wollen wir mit unserem Handeln eigentlich bewirken, gesellt sich aber eine ganz neue Fördervoraussetzung. Wir müssen nun unseren Mittelgeldgebern belegen, wie wir direkt und indirekt wirken. Damit dreht sich unsere eigentliche Funktion politisches Korrektiv zum Regierungshandeln zu sein, schlichtweg um. Nicht Regierungshandeln wird kontrolliert, sondern zivilgesellschaftliches Engagement. Wenn es blöde kommt, macht uns das BMZ dafür verantwortlich, dass wir mit unseren Aktivitäten es nicht erreicht haben, BMZ-Politik zu ändern.
  • Der Markt Entwicklungspolitische Inlandsarbeit und das Problem der Zusammenarbeit
    Immer mehr Akteur*innen drängen auf den entwicklungspolitischen Markt, die entweder eigentlich Mittelgeldgeber*innen sind oder in diesem Bereich bisher keine Expertise haben. Zur ersteren gehören die verschiedenen Abteilungen von EG, die verschiedentlich als SKEW, Außenstelle Hamburg etc. auftreten, Veranstaltungen selber planen oder mit Geld winken. Als relativ neue Akteurin ist die RENN-Stelle Nord Außenstelle Schleswig-Holstein zu nennen, die in Flintbek bei einer unteren Landesbehörde angesiedelt ist. Angetreten mit dem anmaßenden Anspruch, zivilgesellschaftliche Akteur*innen in Sachen Nachhaltigkeit vernetzen zu wollen und Bereiche zu besetzen, die seit Jahren eigentlich schon gut belegt sind, stoßen sie auf Irritationen und Widerstände in der NGO-Szene. 2019 kommt erschwerend hinzu, dass die RENN-Stellen auch in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit mit erheblichen Geldmitteln mitmischen.
Die Herausforderung liegt explizit nicht darin, dass es diese Akteure gibt, vielmehr würden wir diese gerne begrüßen, wenn mit ihnen klare Kooperationen und Arbeitsabgrenzungen machbar wären. Wir nehmen aber vielmehr wahr, dass sie ihrer Umwelt gegenüber entweder ignorant (RENN) oder strukturell bedingt nur sehr eingeschränkt fähig sind zu kooperieren (EG Außenstelle Hamburg). Wir als Dachverband arbeiten mit unseren fast 100 Mitgliedern auf kommunaler, regionaler, Landes- und bundesweiter Ebene, so dass wir sehen wer, wie auf den Markt drängt. Wir können es uns nicht leisten, die anderen Akteure zu ignorieren und sind gewohnt ziel- und wirkungsorientiert zu arbeiten. Wir suchen das Gespräch mit allen, die genannten Akteure reden nicht einmal miteinander. Mitunter sehen wir, dass im Vergleich zu früheren Jahren sehr viel Geld in entwicklungspolitische Inlandsarbeit von der öffentlichen Hand ausgegeben wird. Leider sind wir in der gegenwärtigen Situation nicht wirklich überzeugt, ob diese Art der Spreizung öffentlicher Mittel Wirkung zeigt.
Im größeren Rahmen sieht sich die Zivilgesellschaft auch in Deutschland in die Defensive gedrängt. Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von attac Deutschland und aktuell von campact e.V. und die ständigen Drohungen gegenüber der Deutschen Umwelthilfe sind dafür Beispiele, die wir sehr ernst verfolgen. Die Diskussion über die Einschränkung der Umsatzsteuerbefreiung bei Bildungsangeboten, ist ein weiterer Beleg dafür.

 
Was heißt das für uns und die nächsten Jahre?
  • Wir stellen uns unserer Verantwortung und nehmen unsere Rolle als Lobby für die Eine Welt offensiv ein. Als zivilgesellschaftlicher Akteur haben wir das Recht und die Pflicht, Missstände des und Alternativen zum Regierungshandeln aufzuzeigen. Hier ist vor allem die politische Dimension unseres Verbands weiter zu entwickeln. In der Politik geht es auch um Begriffshoheit. Der Begriff Engagement wurde in den letzten Jahren mehr und mehr vom BMZ und seiner Durchführungsorganisationen definiert. Engagement gehört aber der Bürgerin und dem Bürger und wird nicht organisiert von irgendwelchen staatlichen Strukturen. Offensiv müssen wir hier als Zivilgesellschaft Terrain zurückgewinnen. Zivilgesellschaft ist politische Korrektiv, definiert ihr Engagement und organisiert sich selbständig. Die Aufgabe von Regierungshandeln ist indessen nicht, sich zu engagieren, sondern zuordenbare Politik zu machen.
Wie machen wir das?
In Schleswig-Holstein haben wir 2015 entwicklungspolitische Leitlinien mit gut 40 anderen Organisationen formuliert, die bisher noch nicht vom Landesparlament bearbeitet, geschweige verabschiedet wurden. Dennoch stehen sie im Koalitionsvertrag von Jamaika. Gemeinsam mit unserem Leitbild und unseren Positionspapieren mischen wir uns beharrlich in die Landespolitik ein. Auch wollen wir den 2012 eingeschlagenen Weg Jahresprogramme zu erstellen und damit verlässlicher Partner für unsere landesweiten Kooperationspartner*innen zu sein, kontinuierlich weitergehen. An dieser Stelle wollen wir uns namentlich bei dem MELUND, dem kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Diakonischen Werk Schleswig-Holsteins bedanken. 
Bundesweit arbeiten wir mit unserem Bundesverband daran, dass das Eine-Welt Promotorenprogramm strukturell weiter und dauerhaft ausgebaut wird und Deutschland seine Zusage gegenüber der UNO erfüllt, die von allen Staaten vereinbarten 0,7 % des Bruttosozialprodukts für dieEntwicklungszusammenarbeit endlich umzusetzen.
In der Praxis werden wir mit staatlichen Strukturen eine Doppelstrategie fahren: Unsere Stimme ist in der Sache klar und deutlich. Wir kommen aber nicht umhin, mit anderen Akteuren auf der operativen Ebene zu arbeiten.
Wie machen wir das strukturell?
Eine unserer Prämissen ist die Reflektion unserer Arbeit und Strukturen. Auch unter widrigen Umständen ist es uns gelungen, den Prozess auch mit Rückschlägen über die Jahre am Laufen zu halten, Strukturen aufzubauen, kompetentes Personal zu binden und unser Thema landespolitisch präsent zu halten.  Das ist ein wichtiger aber nur der infrastrukturelle Teil unseres Organisationsprozesses. Es gilt neben der Optimierung der internen Abläufe auch die Kommunikation und die Serviceangebote für unsere Mitglieder stetig zu verbessern und zu erweitern.
Das BEI ist ein Dachverband. Grundlegend legitimiert sich seine Arbeit darin, für die Mitgliedsgruppen Lobbyarbeit zu leisten und ein Serviceprogramm anzubieten. Um die Thematik landesweit transportieren zu können, führt das BEI auch Projekte und Programme durch und entwickelt eigene Fachexpertise. Seit 2016 stellen wir uns die Frage, wie viel Expertise braucht ein Verband selbst und wie greift er auf Expertisen seiner Mitglieder zurück und wie viele Projekte und Programme führt er selber durch.
Der Fokus an strukturellen Rahmenbedingungen für Mitgliedsvereine lag in den vergangenen Jahren bis auf wenige Ausnahmen im Angebot von Beratungen finanzieller und rechtlicher Fragen, um die Mitglieder zu befähigen, für ihre Arbeit Projektmittel auch einwerben zu können, sowie im Angebot von Thementagen. Der nächste Schritt ist es nun mit 4-5 Vereinen Wege zu beschreiten, um regionale Zentren mit thematischer Expertise und verlässlicher Struktur aufzubauen.
  • Für unsere Tätigkeit erhalten wir öffentliche finanzielle Unterstützung und zwar nicht als Bittsteller, sondern als wichtiger Akteur im intermediären Bereich der politischen Willensbildung. Auch wenn das ein Recht ist, sollten wir auch andere finanzielle Mittel erschließen, um uns nicht allein von staatlichen Mitteln abhängig zu machen.
Wie machen wir das?
Als gemeinnütziger Verein ist es wichtig Transparenz nicht nur zu fordern, sondern auch sich selber dieser zu unterziehen. Daher wird sich das BEI der Initiative Transparente Zivilgesellschaft anschließen und eine  Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnen.
Das BEI wird zudem weiter aus der entwicklungspolitischen Nische heraustreten und neue Bündnisse eingehen, die auch unsere finanzielle Basis erweitern, um weniger abhängig von staatlichen Finanzierungen zu sein.
 
  • Dass individuelles und kollektives Handeln weltweite Implikationen hat, ist im 21. Jahrhundert Allgemeinplatz. Für unser Engagement für weltweite Gerechtigkeit ist es vor diesem Hintergrund immer wichtig zu berücksichtigen, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins genauso legitim sind, wie die, für die wir uns genuin einsetzen. Beide Anliegen gehören zusammen und sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es stellt sich die Frage, wie wir es hinbekommen, dass sich das weltweite Handeln zu einem Plus- und nicht zu einem Minussummenspiel addiert.
 
Die Aufgaben sind nicht ganz klein. Mit 25 Jahren sind wir jenseits der Volljährigkeit und müssen uns nun auch selber ernstnehmen in unserem Bemühen für weltweite Gerechtigkeit und gegen weltweite organisierte Verantwortungslosigkeit.
 
Martin Weber, Kiel, den 25.10.2019


Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Martin Weber (Geschäftsführung des BEI), martin.weber@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-01, www.bei-sh.org 
 
Neues Projekt bis 2022

„DIE SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDG) IN SCHLESWIG-HOLSTEIN – NACHHALTIGKEIT AUF DEM PRÜFSTAND“


Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG), die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, bestimmen seither das Weltgeschehen im Diskurs um Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit und sind in diesem Zuge auch ein Schwerpunktthema der Arbeit des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) geworden. Als entwicklungspolitische Organisation begleitet das BEI den Prozess der Agenda 2030 konstruktiv kritisch und fordert in unterschiedlichen Kontexten immer wieder deren Umsetzung auf landespolitischer Ebene ein. Seit September 2019 gibt es nun einen neuen Projektzyklus, der genau dieses prüfende Auge auf die SDG wirft und unter dem Titel „Die Sustainable Development Goals (SDG) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand“ bis einschließlich 2022 läuft. Neben altbewährten Formaten wie dem Lebensweltmeister, der Kooperation mit PerLe (Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen) und dem dort verankerten Seminar zum Thema Entwicklungszusammenarbeit und SDG an der CAU Kiel oder dem seit zwei Jahren bestehenden landesweiten SDG Netzwerk unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Verbände und Organisationen gibt es auch zwei neue Module, die wichtige Themen wie Landwirtschaft und Kommunen im Kontext der SDG in den Blick nehmen:
Unser bestehendes globales Ernährungssystem funktioniert, weil in vielen Teilen der Welt Mensch und Natur ausgebeutet werden. Hinzukommt die klimaschädliche Wirkung des Systems Landwirtschaft. Rechnet man Verarbeitung, Verpackung, Transport, Lagerung und Abfälle mit ein, so hängen ca. 44-57 % aller globalen Treibhausgasemissionen von der Art und Weise ab, wie wir uns ernähren (I.L.A. Kollektiv 2017: 64). Im Rahmen des Moduls möchten wir mit den Akteur*innen in Schleswig-Holstein (SH) ins Gespräch komme und gemeinsam überlegen, wie eine nachhaltige Landwirtschaft in SH aussehen kann und für diese auch sensibilisieren. Wir sehen das Modul vor allem als eine Plattform zum Austausch unterschiedlicher Akteur*innen bei uns, vor Ort.
Auch Städte und Kommunen nehmen eine entscheidende Rolle im Prozess der Umsetzung der Agenda 2030 ein. Hier leben, arbeiten, konsumieren und engagieren sich die Menschen und hier sind die Auswirkungen fehlgeleiteter Entwicklung direkt zu spüren. Kommunen haben einen enormen Gestaltungsspielraum und können mit ihrem politischen Wirken unmittelbaren Einfluss auf die Lebensbedingungen vor Ort und die damit verknüpfte, globale Verantwortung nehmen. Schließlich ist der Ressourcen- und Energieverbrauch sowie der CO2-Ausstoß im weltweiten Vergleich in den Kommunen des sogenannten globalen Nordens mit am Höchsten. Es besteht dringender Handlungsbedarf in Bereichen wie beispielsweise kommunale Beschaffung, Verkehr, Entsorgung und Wohnen. Ziel des Moduls zur kommunalen Nachhaltigkeit ist es, die zentrale Wichtigkeit des Themas in den kommunalpolitischen Raum Schleswig-Holsteins zu tragen, gemeinsam mit schleswig-holsteinischen Kommunen zu SDG relevanten Themen Veranstaltungen durchzuführen und die Verankerung der SDG als Querschnittsaufgabe auf struktureller Ebene voranzutreiben. Wenn wir Ihr Interesses geweckt und Sie sich durch die Angebote angesprochen fühlen, melden Sie sich gerne bei uns.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs in SH), katrin.kolbe@bei-sh.org, und
Frauke Pleines (Projektmitarbeiterin SDGs in SH und Leiterin des Moduls SDG und Kommune), frauke.pleines@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Globale Gerechtigkeit

INITIATIVE LIEFERKETTENGESETZ GESTARTET –
FÜR DIE VERBINDLICHE EINHALTUNG VON MENSCHENRECHTEN UND UMWELTSTANDARDS DURCH UNTERNEHMEN


Foto: Aktion zum Start der Initiative Lieferkettengesetz am 10.9.2019  in Berlin.
© 2019 Initiative Lieferkettengesetz.de // Germanwatch e.V.
 
Am 10.09.2019 startete die bundesweite „Initiative Lieferkettengesetz“.
Das BEI ist mit seinem Bundesverband agl (Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V.) Teil dieser Initiative – einem breiten Bündnis, das von 17 zivilgesellschaftlichen Organisationen getragen und von zahlreichen weiteren Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Umwelt, Gewerkschaften, Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmensverantwortung und Kirche unterstützt wird.
Die gemeinsame Pressemitteilung zum Start der Initiative kann man hier runterladen.
Wir treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden — auch im Ausland. Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordern wir ein Lieferkettengesetz! Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen.

Informationen, Aktivitäten und Materialien
Weitere Informationen über die Initiative, Hintergrundinformationen und Fallbeispiele von Katastrophen, die deutlich machen, was eine gesetzliche Verantwortung verhindert hätte, finden sie auf der zentralen Internetseite www.lieferkettengesetz.de .
Neben Aktionen auf der Bundesebene, sind Aktivitäten von Engagierten in den Ländern und Regionen gewünscht. Ideen für Aktionen finden sich ebenfalls auf der Website. Wenn sie Fragen haben und Aktionen umsetzen wollen, melden sie sich gerne beim Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein.
 
Petition
In einer Petition fordert das Bündnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel, bis 2020 ein Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen. Mit einem solchen Gesetz müssten Unternehmen geeignete Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen in ihrem Geschäftsbereich zu vermeiden. Bei Schäden an Menschen und Umwelt könnten Unternehmen haftbar gemacht werden.
Mittlerweile haben fast 50.000 Menschen die Aufforderung unterschrieben.
Auf der Internetseite des BEI können sie ihre Stimme abgeben und die Petition weiterverbreiten:
www.bei-sh.org/initiative-lieferkettengesetz
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Markus Schwarz (Bundeskoordinator für Konsum und Produktion),
markus.schwarz@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-00, Mobil: 0172-5737044,,
www.bei-sh.org/initiative-lieferkettengesetz
Eine Welt Promotorinnenprogramm in SH

VERSTÄRKUNG EINGETROFFEN:
NEUER FACHPROMOTOR FÜR ZUKUNFTSFÄHIGES WIRTSCHAFTEN IN HEIDE.


Foto: Marco Klemmt von Eine Welt im Blick e.V. aus Heide. © 2019 Marco Klemmt

Moin! Es hat sich eventuell schon ein wenig herumgesprochen: es gibt einen neuen Fachpromotor für zukünftiges Wirtschaften in Schleswig-Holstein – mich.

Mein Name ist Marco Klemmt und ich arbeite seit dem 1. September im Rahmen des bundesweiten Eine-Welt-Promotor*innenprogramm für das dithmarschener BEI-Mitglied „Eine Welt im Blick e.V.“ in Heide. Von hier aus werde ich nun einerseits die (ehrenamtlich) Engagierten im Fairen Handel über aktuelle Themen und Kampagnen informieren, sie qualifizieren und motivieren, Aktionen im lokalen Umfeld umzusetzen und so gemeinsam mit ihnen den Fairen Handel vor allem an der Westküste sichtbarer zu machen. Anlässe, dies zu machen, gibt es einige: zum Beispiel den Weltladen-Tag im Mai, die Faire Woche im Herbst oder im Rahmen der ganzjährigen Aktivitäten rund um die Fairtrade-Town Initiativen.
Aber auch Unternehmen und Kommunen sollen angesprochen werden, sich stärker dem Gedanken der Nachhaltigkeit zu widmen. Vor allem durch Vernetzung, Austausch und Information soll zukunftsfähiges Wirtschaften und Konsumieren auch bei diesen wichtigen Akteuren mehr Gewicht bekommen – etwa durch Umsetzung einer menschenrechtsbasierten Produktions- und Lieferkette oder fairer Beschaffung.
Gemeinsam werden wir uns immer wieder an die politischen Mandats- und Entscheidungsträger*innen auf kommunaler, Landes- sowie Bundesebene wenden, um rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen einzufordern, die es braucht, um eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Konsumweise als Grundpfeiler einer nachhaltigen Entwicklung flächendeckend zu ermöglichen.
Noch ein paar Worte zu mir: aufgewachsen an der friesischen Nordseeküste in Wilhelmshaven, zog es mich während meines mittlerweile über 30jährigen entwicklungspolitischen Engagements nicht nur in die weite Welt, es gelang mir im Laufe der Zeit zudem, Berufung und Beruf zu vereinen: über Oldenburg (u.a. zunächst ehrenamtliches Engagement im „Dritte Welt“-Informationszentrum und Laden Mitte/Ender der 1980er Jahre, dann Eine-Welt Promotor und Fair-Handels-Berater beim Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen – VEN) und Mainz (Campaigner für zwei mehrjährige, europaweite FairHandels-Kampagnen bei NEWS!, dem europäischen Netzwerk der Weltläden) ging der Weg nach Berlin (Fachreferent für Welthandel und Agrarpolitik bei Germanwatch).
Zwischen 2013 und 2017 habe ich die aktuellen Entwicklungen hierzulande ein wenig aus den Augen verloren, denn als Familie gingen wir noch einen Schritt weiter: für knapp 4 Jahre lebte ich mit meiner Frau und Tochter als sogenannter „Mitausreisender Partner in der Entwicklungszusammenarbeit“ in Nicaragua, wo ich mich u.a. ehrenamtlich bei der Organisation engagierte, mit der meine Frau zusammenarbeitete.
Nun freue ich mich darauf, meine Erfahrungen und Kenntnisse hier einbringen zu können und bin gespannt auf die kommende Zusammenarbeit, um gemeinsam an der Idee einer zukunftsfähigen, gerechten Gesellschaft (weiter) zu arbeiten.
Auch wenn der Schwerpunkt meiner Aktivitäten rund um das Thema „Zukunftsfähiges Wirtschaften“ an der Westküste liegen wird, können mich natürlich entwicklungspolitische Initiativen, Vereine etc. aus anderen Gebieten Schleswig-Holsteins ebenso gerne ansprechen. In der Regel bin ich montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr unter 0481/78 777 461 oder unter marco.klemmt@eine-welt-im-blick.de erreichbar. Wer mich in meinem Büro aufsuchen möchte, findet mich im Weltladen Heide in der Speichergasse 6 im Zentrum von Heide.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Eine Welt im Blick e.V., Speichergasse 6, 25746 Heide
Marco Klemmt (Fachpromotor für zukunftsfähiges Wirtschaften), marco.klemmt@eine-welt-im-blick.de, Tel.: 0481-78777461, www.bei-sh.org/zukunftsfaehiges-wirtschaften
Gesellschaftliches Engagement

START EINER BERATUNGSSTELLE ZUR PARTIZIPATIONS- UND VEREINSBERATUNG FÜR MIGRANT*INNEN IN KIEL

Als Teil des Programms „Partizipation vor Ort“ (PORT) gefördert vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration Schleswig-Holstein ist diese Stelle beim BEI in Kiel angesiedelt.

Foto: Empowerment als Ziel von gesellschaftlichem Engagement. © 2018 BEI-SH.ORG
 
Unter den Titel „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel“ startete Jessica Meier am ersten Oktober 2019 beim Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein. Wir haben sie zu ihrer Arbeit, ihrem Hintergrund und den Plänen für das Projekt befragt:
Foto: Jessica Meier vom BEI.
© 2019 BEI-SH.ORG
 
Was bietet die „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen“ an?
Jessica: Ziel der Beratungsstelle ist es, Migrant*innen in ihrem Engagement zu unterstützen. Das bedeutet zum einen, dass Migrant*innen zu uns kommen können, um Informationen zu demokratischer Teilhabe und zu Möglichkeiten der kommunalen Partizipation zu erhalten. Zum andere können sich auch Migrant*innselbstorganisationen, z.B. Vereine, an mich richten, wenn sie Unterstützung bei der Projektumsetzung oder bei der Fördermittelgewinnung brauchen. Ich biete auch Unterstützung bei Vereinsgründungen und allem was dazu gehört an. Darüber hinaus werden wir Fortbildungen zu den eben genannten Themen und weiteren anbieten.

Wie sieht deine Arbeit momentan konkret aus und was steht als Nächstes an?
Jessica: Neben dem Erstellen von Flyern und Informationen, bin ich momentan dabei, Netzwerke und Kooperationen zu anderen Akteur*innen der Integrationsarbeit aufzubauen. Darüber hinaus kontaktiere ich diverse Migrant*innenselbstorganisationen, um über unsere Angebote zu berichten und um mehr Einblicke in die Arbeit der Vereine zu erhalten.  Erste Beratungsgespräche haben auch schon stattgefunden!
Als Nächstes steht unsere Auftaktveranstaltung an! Wer mehr über die Beratungsangebote erfahren möchte, ist dazu herzlich am 06. November im Ratssaal des Kieler Rathauses um 17:00 Uhr eingeladen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem „Referat für Migration“ und „Sisters- Frauen für Afrika e.V.“ statt.

 
Was ist dein persönlicher Hintergrund und Know-how?
Jessica: Neben meinem Studium in Ethnologie und Geographie in Hamburg, habe ich mich jahrelang selbst ehrenamtlich in einem bildungspolitischen Verein engagiert und dort verschiedene Aufgaben übernommen, wie z.B. die Betreuung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektplanung und zwei Jahre lang war ich auch im Vorstand. Parallel habe ich ehrenamtlich Erstberatung für Geflüchtete gemacht. Nach meinen Studienabschlüssen habe ich beim Deutschen Roten Kreuz als Ehrenamtskoordination in der Geflüchtetenhilfe und als Sozialbetreuerin von Geflüchteten gearbeitet. Nun freue ich mich hier beim BEI anzufangen.

Was motiviert dich an deiner neuen Arbeit als Partizipations- und Vereinsberaterin von Migrant*innen?
Jessica: In Deutschland leben inzwischen sehr viele Migrant*innen und somit stellen sie einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft dar. Darum ist es wichtig, dass auch sie ihre Anliegen und Meinungen in unsere Demokratie einbringen können. Oftmals haben sie aber wenig Zugang zu demokratischen Beteiligungsstrukturen. Mit der Beratungsstelle hoffe ich, dass ein erleichterter Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe für Migrant*innen ermöglicht wird. Darüber hinaus gibt es viele Migrant*innen, die gut integriert sind und einen ganz normalen Alltag in Deutschland haben, und - genauso wie viele Deutsche- sich für Menschen, denen es nicht so gut geht, und Neuankömmlinge einsetzen möchten. Für die Projekte werden oftmals Fördermittel benötigt und somit auch ein Fachwissen über bürokratische Abläufe/Strukturen in Deutschland. Auch hier ist der Zugang für Migrant*innen erschwert und somit unterstützt unsere Beratungsstelle bei Fragen rund ums Vereinswesen und der Fördermittelgewinnung.
Außerdem freue ich mich natürlich sehr, schon von bestehenden Projekten und Vereinen von Migrant*innen zu erfahren und von ihnen zu lernen. Es gibt schon viele tolle Initiativen und Organisationen von Migrant*innen, die mit ihrem Know-how auch unsere Fortbildungen und Inhalte bereichern können.

Wie erreicht man dich und wann sind die Beratungszeiten?
Jessica: Telefonisch bin ich regulär montags bis freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr unter 0431/67939904 zu erreichen und per Email unter Jessica.Meier@bei-sh.org. Sprechzeiten der Beratungsstelle sind montags von 14-16 Uhr und mittwochs 10-13 Uhr sowie 14-16 Uhr sowie nach Terminvereinbarung in der BEI Geschäftsstelle (Sophienblatt 100, 2 Stock).
 

 
Einladung:
Vorstellung des Projekts "Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel"
Wir laden Sie herzlich ein unsere neue Beratungsstelle beim BEI, die sich an engagierte Migrant*innen richtet, kennen zu lernen.
Zeit: 06.11.2019 // 17:00–19:00 Uhr
Ort: Ratssaal im Kieler Rathaus, Fleethörn 9, 24103 Kiel
Alle Infos hier: www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/Vorstellung-Partizipations-und-Vereinsberatung-6-11-2019
 

 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel, Jessica Meier (Projektleitung), jessica.meier@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-04, Mobil: 0178-6333024,
www.bei-sh.org/Partizipationsberatung-fuer-Migrant_innen-in-Kiel
Neunte Ausgabe von ZUKUNFT.GLOBAL erschienen

MAGAZIN-SCHWERPUNKT: „KÜSTE, KLIMA UND MEER“


Für das Schwerpunktthema „Küste, Klima und Meer“ hat die Redaktion Menschen getroffen, die sich positiv und mit Mut und Zuversicht den Themen Fischbestände, CO2-Emissionen oder Müll im Meer widmen.

In „Unterwegs“ erfahren wir von zwei Partnern der Kieler Stiftung „Lighthouse Foundation“. Die dänischen und ivorischen Küstenfischereien zeigen mit ihrem Slow-Fish-Ansatz Wege auf, die im Sinne einer
nachhaltigen und schonenden Fischerei funktionieren könnten.

In „Nachgefragt“ teilt der schleswig-holsteinische Forschungstaucher
Christian Howe mit uns seinen Blick durch die Taucherbrille auf Geisternetze, Seegraswiesen und Algenarten.

Alle Inhalte und eine PDF-Ausgabe finden Sie auch online hier: www.zukunft.global
 
Heft bestellen:
Das Heft kann für 3,50 Euro zzgl. Versand bestellt werden, solange der Vorrat reicht.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Benjamin Hellwig (Fachpromotor für Informationsarbeit und Redaktion ZUKUNFT.GLOBAL), benjamin.hellwig@bei-sh.org, Tel.: 0431-67939900, www.zukunft.global

NACHRUF URSULA NÖLLE


Foto:
 Ursula Nölle bei einer Reise nach Afghanistan. © 2019 Afghanistan-Schulen e.V.
 
1983 reiste Ursula Nölle das erste Mal nach Afghanistan und bereits auf der Rückreise sammelte sie die ersten Spenden, um eine private Schule für Mädchen aus dem Flüchtlingslager zu unterstützen. 1984 gründete sie den heutigen Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.. Als Frau mit Weitblick erkannte sie, dass ein landesweites Netzwerk für ehrenamtliches Engagement viele Vorteile bringt und so gründete sie 1994 gemeinsam mit anderen Vereinen das Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen (heute Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V.).
Wir haben jederzeit gern mit Ursula zusammengearbeitet und ihre Anregungen und Erfahrungen sind in unsere Dachverbandsarbeit eingeflossen. Ihr unermüdlicher Einsatz für eine gerechtere und bessere Welt werden uns immer ein Vorbild sein.
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
 
Weitere Infos und Kontakt:
Afghanistan-Schulen Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.,
Deefenallee 21, 22113 Oststeinbek,
Marga Flader (Vorsitzende), Tel.: 040-7122467 und 0160-5813473, flader@afghanistan-schulen.de, www.afghanistan-schulen.de und www.bei-sh.org/mitglieder-detail/afghanistan-schulen
 
Projekt „Starthilfe“

GEBURTSSTUNDE DER WELTBANK UND DES INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS JÄHRT SICH 2019 ZUM 75STEN MAL

 
Vor 75 Jahren trafen sich rund 700 Delegierte aus 44 Staaten um ein friedenssicherndes Finanzsystem zu schaffen. Der Zweite Weltkrieg war trotz Landung der Alliierten Truppen in der Normandie noch im vollen Gange als im Mount Washington Hotel in Bretton Woods im US-Staat New Hampshire die Grundlagen für die Gründung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds gelegt wurden.
Das übergeordnete Ziel lautete „Nie wieder Krieg“, was dazu führte, dass trotz der großen Zahl an Teilnehmern in der Zeit vom 1. bis 22. Juli 1944 eine Reihe von Abkommen unterzeichnet werden konnten. Die Analyse der katastrophalen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zeigte, dass die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre Machthabern wie Hitler und Mussolini in Europa den Weg ebneten. Die eigentliche Ursache für die Wirtschaftskrise (great depression) sahen die Delegierten in den Handels und Währungskriegen seit 1929.
 
Bilder:
Logos der Weltbank 1944 (Quelle World Bank)
Die Hoffnung auf Stabilität und Verlässlichkeit durch eine neue Finanz- und Wirtschaftsordnung führte zum so genannten Bretton-Woods-System, welches feste Wechselkurse für das Britische Pfund und dem Französischen Franc zur Leitwährung US-Dollar definierte und mit Gold gedeckt war. Dieses System fand ein jähes Ende am 15. August 1971 als der US-Präsident Richard Nixon nicht nur Einfuhrzölle von 10% auf alle Importe ankündigte, sondern auch die Konvertibilität des Dollars in Gold aussetzte. In der Folge des „Nixon-Schocks“ stiegen europäische Länder aus diesem System aus und die meisten Staaten gaben Währungs- und Wechselkurse frei. Zu Währungs- und Handelskriegen, die zu einer erneuten „großen Depression“ führen könnten, ist es nicht gekommen – noch nicht!Die ebenfalls in Bretton Woods gegründeten Organisationen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestehen noch heute. Dem ursprünglichen Ziel den Wideraufbau nach dem Zweiten Weltkrieg finanziell zu unterstützen wichen in den 60er Jahren die Herausforderung die Armut in der Welt zu bekämpfen und vor allem die Lebensbedingungen der Menschen in den damals noch „Dritte Welt Ländern“ zu verbessern.
Auch wenn beide Institutionen, Weltbank und IWF, zeitgleich gegründet wurden und in Nachbarschaft in Washington D.C. ihren Sitz haben, haben sie doch unterschiedliche Aufgaben: die Weltbank stellt Finanzierungsinstrumente für langfristige Entwicklungs- und Aufbauprojekte im Bereich der Realwirtschaft bereit. Der IWF hingegen stellt für Länder Brückenfinanzierung zur Deckung des Bedarfs an Fremdwährungen bereit. Die Aufgaben des IWF sind folglich ehr auf den Bereich der Finanzwirtschaft als auf die Finanzierung der Realwirtschaft gerichtet. Jedoch hat der IWF begonnen auch Kreditlinien die auf die entwicklungspolitischen Ziele ärmerer Länder zugeschnitten sind bereitzustellen, und damit die Differenzierung beider Organisationen aufgeweicht.
 

Foto: Mount Washington Hotel in Bretton Woods, New Hampshire (Credit: World Bank Group Archives).

Dieser Beitrag wurde im Rahmen des Projekts „Starthilfe - Chancen statt Schulden für den globalen Süden“ mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union erstellt. Der Inhalt unterliegt der Eigenverantwortung von Citizens for Financial Justice und Bündnis Eine Welt SH e.V.. Er spiegelt nicht unbedingt die Meinungen der Europäischen Union wider.
Gefördert durch die Europäische Union.
 
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Volker Leptien (Projektleitung „Starthilfe“), volker.leptien@bei-sh.org , Tel: 04152-917037, www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
Bildungsarbeit
FRAUENBEWEGUNG IM ARABISCHEN RAUM
Ein Bericht von der Kooperationsveranstaltung vom BEI und der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein am 9.9.2019 in Kiel.

Foto: Elisa Sievers und Rula Tabbash in der Diskussion mit den Workshopteilnehmerinnen über Frauenbilder und Selbstbestimmung. © 2019 Leonie Martin
 
Wann leben Frauen selbstbestimmt? Ein funktionierender Rechtsstaat, der die Rechte von Frauen* schützt ist die Grundlage, da waren sich alle Teilnehmerinnen des Workshops „Facettenreiche Frauenbilder“ einig. Elisa Sievers und Rula Tabbash, Referentinnen im Programm „Bildung trifft Entwicklung“ des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) arbeiteten mit zehn Frauen am Thema Selbstbestimmung. Die Teilnehmerinnen berichteten von unterschiedlichen Hindernissen, die ihrem selbstbestimmten Leben im Weg standen und stehen. Gesellschaftliche Rollenerwartungen, konservative Familienstrukturen und Religionen waren Themen, die bei vielen Frauen einen Einfluss auf die Selbstbestimmung hatten. 
Für einen intersektionalen Kampf und (internationale) Vernetzung warb Lamyaâ Achary, Promotionsstudentin an der Universität Casablanca und Aktivistin, in dem an den Workshop anschließenden Vortag „Frauenbewegung in Marokko“. In den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung berichtete Sie über die Situation von LGBTIQ- Personen in Marokko. Juristisch ist die Lage extrem schlecht. Haftstrafen für Homosexualität sind in Marocco keine Seltenheit, der Einfluss der Kolonialmacht Frankreich ist somit noch heute zu spüren. Auch sind Schwangerschaftsabbrüche illegalisiert und werden mit Haftstrafen belegt. Ein klassisches Beispiel, wie Frauenkörper genutzt werden um Gesellschaften zu kontrollieren.

Foto: Lamyaâ Achary von der Universität Casablanca berichtet über die Frauenbewegung in Marokko.
© 2019 Leonie Martin
 
Lamyaâ machte immer wieder deutlich: Der Kampf um Gerechtigkeit ist ein internationaler. Sie warnte davor die Situation als ein Problem des (Nord-) Afrikanischen Kontinents zu sehen. Diskriminierung gegenüber Frauen und LGBTIQ-Personen gebe es in alles Ländern der Welt, die Symptome unterscheiden sich, nicht jedoch die zugrundeliegende Annahme. Frauen seien weniger wert als Männer. Lamyaâ ist selber häufig Zielscheibe (verbaler) Angriffe, zumeist konservativen Männer. Ihre Strategie und die Strategie lokaler Gruppen, wie der von „Women Choufouch“, Allianzen bilden und gemeinsam gegen die Ungerechtigkeit kämpfen. Hierfür kooperiert sie mit Botschaften, nutzt Social Media und die internationale Öffentlichkeit. Ihr Wunsch für die Zukunft ist ein liberaleres Marokko, in dem mensch-mensch lieben kann, ohne verfolgt zu werden. Zum Ende des Vortrags, an dem auch einige Männer teilgenommen haben, wurde auf die Situation der marokkanischen Journalistin Hajar Raissouni aufmerksam gemacht und gebeten sie über Social Media zu unterstützen. Raissouni ist mittlerweile zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Ihr Verbrechen sei einer außerehelichen Beziehung und ein Schwangerschaftsabbruch.
Die Veranstaltung war eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V  (BEI) in Kiel. Gefördert im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Hilke Oltmanns (Programmleitung), hilke.oltmanns@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03,
www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung
Globale Nachhaltigkeit

DIE WELT IST EIN STÜCK BUNTER: STREETART-FASSADE IN KIEL ZUM THEMA GLOBALE NACHHALTIGKEIT FEIERLICH EINGEWEIHT

Ein Bericht zum Projekt am Theodor-Heuss-Ring 61 im Kieler Stadtteil Hassee  

Fotos: Begrüßungsrede von Martin Weber (Geschäftsführer BEI) zur feierlichen Einweihung des Wandbildes am Theodor Heuss Ring 61  © 2019 BEI-SH.ORG  //  Frauke Pleines
 
Streetart und Nachhaltigkeit. Zwei Dinge, die sich super miteinander verbinden lassen. Mittlerweile zu einer Paradedisziplin des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) avanciert, mehren sich die Projekte dieser Art seit 2017 stetig. Immer mehr Freiflächen in Kiel, aber auch Schleswig-Holstein weit, wurden seither künstlerisch neugestaltet. Graffitis mit einer Message, die für eine gerechtere Welt, mehr Klimaschutz und globale Nachhaltigkeit werben. So auch im neusten Projekt am Theodor-Heuss Ring 61 in Kiel Hassee. Die Hauswand wurde binnen eines Monats in ein buntes Kunstwerk umgewandelt. Statt grauer Tristes zeigt sich hier nun eine urbane Utopie. Die Natur holt sich die Stadt zurück: Eine ergrünte Gablenzbrücke, Blumenwiesen an der Hörn, Zug- statt Autoverkehr und übergroße Bienen zieren das Bild am Theodor-Heuss Ring. Hier trifft wünschenswerte Stadtgestaltung auf harte Realität. Die Kieler Verkehrsader ist nämlich alles andere als nachhaltig oder grün, vielmehr ist diese überregional zum Symbol einer gescheiterten Verkehrswende geworden. Klimaschutz ade.
Hintergrund des Wandbildprojektes sind die 2015 verabschiedeten globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die das BEI seither begleiten und im Rahmen des SDG Jahresthemenprogrammes immer wieder in unterschiedlichen Kontexten aufgegriffen werden. Zusammen mit der Unterstützung unserer Kooperationspartner*innen der Vonovia und dem AWO Servicehaus Lübscher Baum konnte das Projekt erfolgreich realisiert werden. Um Motive zu finden, die die Alltagswelt der ansässigen Bewohner*innen widerspiegelt, wurden in einem vorbereitenden Workshop am 19. Juli zunächst die Nachhaltigkeitsziele inhaltlich bearbeitet und für die Teilnehmenden greifbar gemacht, um darauf aufbauend gemeinsam mit den Anwohner*innen des AWO Servicehauses Lübscher Baum Ideenskizzen für die Hauswand anzufertigen. Gute Ideen sind entstanden, die die Kieler Streetart Künstler Baltic Art und Vanartizm in einen sehenswerten Entwurf umgewandelt und im August an die Hauswand gebracht haben. Bei einen Einweihungsfest im Garten des AWO Servicehauses Lübscher Baum am 5. September wurde das Bild mit über 30 Gästen gebührend eingeweiht und gefeiert. Die durchweg positive Resonanz bestärkt uns darin weiterhin Freiflächen zu verschönern und mit einer global nachhaltigen Message zu versehen. Das Kiel auf dem Bild am Theodor-Heuss Ring gefällt uns auf jeden Fall besser als der Status Quo.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Frauke Pleines (Projektmitarbeiterin SDG in SH, frauke.pleines@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02,
www.bei-sh.org/bunte-welt-streetart-projekt-theodor-heuss-ring-61-in-kiel
Ernährung und Nachhaltigkeit

DIE ESSBARE STADT VON MORGEN – EINE GRÜNE UTOPIE?

Ein Bericht von Frauke Pleines zur Veranstaltung am 31.8.2019 in der Kieler Thinkfarm.


Foto: Präsentation der Workshopergebnisse „essbare Stadt“ in der Thinkfarm/ Alte Mu in Kiel
© 2019 BEI-SH  //  Frauke Pleines
 
Die essbare Stadt von morgen – eine grüne Utopie? Im Rahmen der Südostasientage 2019 und im Kontext des Jahresthemenprogramms zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG) des Bündnis Eine Welt SH (BEI)  wollten wir uns diese Wunschvorstellung einer grünen Stadt am Samstag, den 31.8.2019 in der Alten MU in Kiel etwas genauer ansehen. Als Einstieg erzählte Judith Bopp vom geographischen Institut der CAU Kiel etwas über städtisches Gärtnern in Südostasien. Hier bezog Sie sich vor allem auf Bangkok/ Thailand, wo sie einige Zeit gelebt und zum Thema „urban gardening“ geforscht hat. Es wurde deutlich, dass eine Megacity wie Bangkok mit über 12 Millionen Einwohner*innen ganz andere Voraussetzungen mit sich bringt, als beispielsweise Kiel. Verdichtung, hohe Bebauung – hier herrscht ein Kampf um jeden Zentimeter Stadt. Trotz der unterschiedlichen physischen Voraussetzungen sind die Motive der Einzelnen, städtisches Gärtnern zu betreiben, relativ ähnlich. Oft geht es um ein Zurückholen städtischer Freiräume und eine Sensibilisierung für soziale, ökologische und ökonomische Belange, die nicht selten mit einer konkreten politischen Forderung verknüpft sind. Nach dem Umreißen der südostasiatischen Perspektive auf das Thema grüne Urbanität richtete sich der Blick im anschließenden Workshop des Kieler Raumstrateginnen Kollektivs raum station auf die lokale Ebene. Als Beispiel für den zweistündigen Workshop zum Thema „essbare Stadt“ diente der Sophienhof. Nicht unbedingt ein Paradebeispiel sehenswerter Architektur und darüber hinaus nicht bekannt als grüne Oase Kiels – umso besser! Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Die rund 15 Workshopteilnehmenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt und bearbeiteten dort die Themen Anbau/ Produktion, Verkauf/ Verzehr und Bildung, die vorab gemeinsam als zentrale Bestandteile des neuen Sophienhofs identifiziert wurden.
Innerhalb der zwei Stunden wurde der Sophienhof in eine fiktive Markthalle umfunktioniert, mit Obst- und Gemüseanbau, einer Molkerei, einer Mietküche, grünen Ruhezonen und einem sogenannten Weltacker, als verbindendes Bildungselement zum Aufzeigen der globalen Dimension des Themas Ernährung. Neben der Möglichkeit die eigens im Sophienhof erzeugten Produkte mit Lastenfahrrädern über gut ausgebaute Fahrradautobahnen zu Märkten, Restaurants und Geschäften auszufahren, gibt es in unserer grünen Utopie eine Stadtbahn, welche innerhalb Kiels als zentrales Waren- und Personentransportmittel genutzt wird. Autos gibt es in der Innenstadt nicht mehr - zu schön, um wahr zu sein.
 
SDGs-Jahresprogramm:
Diese Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms „Die Sustainable Development Goals (SDGs) in Schleswig-Holstein – Nachhaltigkeit von Küste zu Küste“ des BEI und wird gefördert durch BINGO! Die Umweltlotterie und Engagement Global im Auftrag des BMZ. 

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Frauke Pleines, frauke.pleines@bei-sh.org,
Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft

FAIRE GELDANLAGEN - WIE GEHT DAS?

Ein Bericht zum Vortrag und Diskussion am 27. September 2019 in Eutin

Foto: Teilnehmer der Veranstaltung am 27.9.2019 in Eutin. © 2019 planE

Sagenhafte 6.000.000.000.000 € Geldvermögen besitzen die Deutschen derzeit. „Was macht dieses Geld eigentlich so?“, leitete der Journalist und Sachbuchautor Frank Herrmann seinen Vortrag ein. Eine Frage, die sich nur wenige Anleger*innen stellen. Und so fliessen Geldanlagen oft nach wie vor in die Rüstungsindustrie, in Kohlekraftwerke, fragwürdige Staudammbauprojekte, Rohstoffminen, in Pharma- oder Agrarindustrie. Über die Deutsche Bank laufen bspw. Gelder für Waffenexporte nach Saudi-Arabien, die Commerzbank investiert u.a. in die Atomwaffenproduktion, während die Munich RE neue Kohlekraftwerke in Polen absichert.Doch es geht auch anders, weiss Herrmann. Es gibt Alternativbanken, die dieklassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte“ ergänzen. Als best practice Beispiele nennt er die Umweltbank, die ökologische Sparanlagen bietet und z.B. regenerative Energien, nachhaltiges Bauen oder Ökologische Landwirtschaft fördert, ebenso die Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit, die Partnerorgansationen in Ländern des Globalen Südens fördert. Gute Anlagemöglichkeiten bieten laut Herrmann u.a. auch GLS-, Ethik- oder Triodos-Bank, ebenso einige kirchliche Geldinstitute.

„Geld bedeutet Macht. Deshalb sollten wir verantwortungsvoll damit umgehen“, so der Experte. Alternative Geldanlagen bieten hierfür gute Möglichkeiten.  Doch das alleine reicht nicht aus, ist er sich sicher. Vielmehr müsse  unser Wirtschaftskonzept hinterfragt und der Druck auf Politik und Wirtschaft erhöht werden, um z.B.  die Einführung einer Finanztransaktionssteuer oder das Austrocknen von Steueroasen zu erreichen. Auch gälte es, Neues zu wagen und z.B. die Gemeinwohlökonomie oder das bedingungslose  Grundeinkommen zu fördern, meinte Herrmann und lud anschliessend zur Diskussionsrunde ein.
Diese nahmen die knapp 40 Gäste gerne wahr, die zu dem Vortrag ins Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Analog am 6.8 2019 in Eutin gekommen waren. Hier wurde noch einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, sich zu informieren, Wissen zu teilen und ethische oder ökologische Kriterien nicht nur in puncto Geldanlagen zu berücksichtigen, sondern in möglichst allen Lebensbereichen seine Einflussmöglichkeiten zu nutzen, um zu einer lokal und global nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt:
planE - Initiative für ein zukunftsfähiges Eutin, Katja Helmbrecht, plane.eutin@posteo.de, www.facebook.com/planE.eutin und
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., Volker Leptien (Projekt "Starthilfe"),
volker.leptien@bei-sh.org, www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
Globale Herausforderungen

OZEANE IN DER KLIMAKRISE

Ein Bericht von Frauke Pleines zur Veranstaltung am 1.10.2019 in Kiel


Foto: James Bhagwan berichtet über die Auswirkungen der globalen Klimakrise in Ozeanien.
© 2019 BEI-SH.ORG // Frauke Pleines
 
„We need to keep on rising awareness. We need to keep on fighting and most of all we need to keep on hoping.“, James Bhagwan
Eindringliche Worte des Gastes James Bhagwan am Dienstagabend, den 1.10.2019 im Fahrradkinokombinat (FKK) der Alten Mu. James ist Generalsekretär der Pazifischen Konferenz der Kirchen und kommt selber von den Fidschis, einem kleinen Inselstaat im Südpazifik. Die Inselgruppen dort sind schon heute mit am stärksten vom Klimawandel betroffen. Was für uns in Deutschland oft noch in weiter Ferne scheint, ist für James und seine Landesschwestern und -brüder tägliche Realität. Das untermauert auch der neuste Sonderbericht des UN-Klimarates (IPCC), einem internationalen Gremium aus Wissenschaftler*innen, der am 25. September zum Thema „Ozeane in der Klimakrise“ veröffentlicht wurde.
Durch eine erhöhte Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre versauern die Meere zunehmend, was sowohl pflanzliches als auch tierisches Wachstum hemmt. Hinzukommen Sauerstoffmangel, Meereserwärmung und steigender Meeresspiegel. Im Bericht heißt es weiter, dass sich weltweit Küstenbewohner*innen an noch nie dagewesene Bedingungen anpassen müssen. Aber wie soll so eine Anpassung aussehen? Die betroffenen Staaten sind oft gleichzeitig die ärmsten Länder der Welt. Weder finanzielle Mittel zur Abfederung der Krise noch genügend Platz, um dem ansteigenden Meeresspiegel rein physisch auszuweichen, stehen zur Verfügung. Schon seit Jahren müssen immer wieder Dörfer umgesiedelt werden, berichtet James. Für viele ein traumatisches Ereignis, ist doch die spirituelle Verwurzelung mit dem Geburtsort dort sehr viel höher als bei uns. Die Entwurzelung ist nur eine Konsequenz der globalen Klimakrise, mit denen die Menschen im Südpazifik schon heute zu kämpfen haben. Ein steigender Meeresspiegel nagt an den Süßwasserreservoirs und verunreinigt diese zunehmend mit Salzwasser. landwirtschaftliche Nutzfläche geht verloren und ein Weniger an Fischen im Ozean weicht einem Mehr an Plastik. Bilder und Fakten, die uns allen bekannt sind. Unbequeme Wahrheiten, die man lieber verdrängen möchte. Und wir können das hier vielleicht noch, James auf den Fidschis kann es nicht.
Trotz allem ist er ruhig, wählt seine Worte bedacht, möchte die Leute berühren anstatt sie zu verängstigen. „I am scared too, but we need to hope and we need to touch people’s hearts to get them to care about what is happening all over the world. They need to care about the climate crises in order to prevent it.“ Beeindruckende Einstellung hinsichtlich der Bedrohung, die er und der wir alle ausgesetzt sind. Am Ende des Abends hatten die 25 Teilnehmenden noch die Möglichkeiten Fragen an James und seine Co-Referenten Jan Pingel (Ozeanien im Dialog) und Kai Kaschinski (fair oceans) zu stellen, was ausgiebig genutzt wurde.
Der Vortrags- und Diskussionsabend war Teil einer mehrtägigen Reise James Bhagwan’s in unterschiedliche Städte Deutschlands, um auf die Auswirkungen der Klimakrise in Ozeanien aufmerksam zu machen. Organisiert von „fair oceans“ aus Bremen und „Ozeanien im Dialog“ aus Berlin fand die Veranstaltung in Kiel in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und dem MUDDI Markt e.V. statt.
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs in SH), katrin.kolbe@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02,
www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Projekt "Starthilfe"

INFOABEND ZU NACHHALTIGEN UND ÖKOLOGISCHEN GELDANLAGEN IN BREKLUM


Foto:
 Andreas Enke (VenGa e.V.) in angeregter Diskussion mit Gästen im Breklumer Christian-Jensen-Kolleg. © 2019 BEI-SH.ORG  //  Volker Leptien

„Was macht meine Bank mit meinem Geld? Und was ist eigentlich drin in meinen Fonds? waren Themen der dritten Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Thema ethisch nachhaltiger und ökologischer Geldanlagen. Rund 30 Besucherinnen und Besucher kamen am 15. August nach Breklum in das Christian Jensen Kolleg.
Mit Hilfe von drei Impulsvorträge von Ralf Diez (Oikocredit Norddeutschland e.V), Andreas Enke (VenGa e.V. & Geneon) und Volker Leptien (BEI e.V.) wurde der Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und der individuellen Geldanlage hergestellt.
In welche Firmen investiert der Anleger wenn er sich für die weitverbreiteten ETF-Fonds (englisch exchange-traded fund) entscheidet und welche schwarzen Schafe sind dort enthalten?
Das Interesse der Zuhörer war groß an Informationen über das Finden einer geeigneten Geldanlage welche die individuellen Werte wiederspiegelt. Wie kann der Anleger verhindern, dass sein erspartes Geld zur Finanzierung von Atomenergie, Rüstung oder Kinderarbeit verwendet wird? Hierzu gab es viele hilfreiche Tipps und Beispiele sowohl von Herrn Diez als auch von Herrn Enke.
In lockerer Runde ergaben sich im Anschluss interessante Diskussionen und Gespräche, die zum vertieften Nachdenken über die individuelle Geldanlage anregten. Viele Besucher werden sich zukünftig mit ihrem Bankberater anders unterhalten können. Vielleicht auch über die Beratung durch einen unabhängigen Vermögensverwalter nachdenken oder Teile ihres Geldes in Mikrokredite bei Oikocredit investieren.
Über weitere Veranstaltungstermine und Orte informieren wir regelmäßig über unsere Website und den Newsletter.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Volker Leptien (Projektleitung „Starthilfe“), volker.leptien@bei-sh.org , Tel: 04152-917037,
www.bei-sh.org/projekt-starthilfe
Bildungsmaterialien zum ausleihen

ENTWICKLUNGSPOLITISCHE BILDUNGSARBEIT - DIE HANDY KISTE

„Was hat mein Handy mit dem Kongo zu tun?“

Foto: Die Handykiste von 2019. © BEI-SH.ORG  //  Wiebke Schümann
 
Ein Handy oder Smartphone ist aus dem Alltag der meisten Menschen in Deutschland nicht mehr weg zu denken.  Wir sind vernetzt, stehen in Kontakt und haben über unser Smartphone unbegrenzt Zugang zu Informationen. Über die Produktionsbedingungen wissen viele Nutzer*innen jedoch wenig.
Die Handy-Kiste kann das ändern. In 13 Stationen können sich Interessierte über die Themen Arbeitsausbeutung, Rohstoffabbau, Herkunftsländer, Wertschöpfungskette, Ressourcenverbrauch, Umweltbelastungen und faire Alternativen informieren.
Methodenreich wird in jeder Station eines der Themen bearbeitet. Den Spieler*innen wird deutlich, welche Auswirkungen die Produktion eines Smartphones für Menschen und Natur in Ländern des Globalen Süden hat. 
Die Kiste ist für Kinder ab der 4. Klasse aber auch für Erwachsenen interessant und aufschlussreich. Alle Themen können komplex wie auch niedrigschwellig bearbeitet werden. Sie eignet sich für Workshops, im Schulunterricht oder an Projekttagen genauso wie für Ausstellungen.
Alles Material ist in der Kiste vorhanden, lediglich einige Kopien müssen erstellt werden und es muss genügend Platz vorhanden sein (ein Klassenzimmer). Die Teilnehmer*innen benötigen einen Stift und schon kann es losgehen.

Ausleihen:
Die Kiste kann gegen eine Gebühr von 10€ ausgeliehen werden. Sie ist mit ihren 38x50x30 cm nicht ganz handlich, aber erstaunlich leicht. Mit etwas Geschick und einigen Fahrradspinnen kann sie auf dem Gepäckträger befestigt werden.
Wir freuen uns, wenn die Handy-Kiste in den Einsatz kommt! Sie ist eine tolle Ergänzung zu den bisherigen Bildungsmaterialien von aus dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Regionale Bildungsstelle "Bildung trifft Entwicklung" (BtE) des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Hilke Oltmanns (Programmleitung), bte@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-03,
www.bei-sh.org/bildung-trifft-entwicklung
Partnerschaftsarbeit

FACHTAG: INTERNATIONALE KOOPERATIONEN UND PARTNERSCHAFTEN
IN DER ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

Thema „Transkulturelle Kommunikation und Konfliktbearbeitung“

 
Der Fokus der Veranstaltung liegt auf den Pfeilern Vertrauen und Verantwortung als Abgrenzung zu Kontrolle und Willkür. In einem Workshop versuchen wir Wege zu finden, wie mit den Partner*innen einerseits über die Partnerschaft als solche gesprochen werden kann und wie andererseits Schieflagen und Probleme authentisch zur Sprache kommen. Der Umgang mit den daraus resultierenden Konflikten soll uns ebenso beschäftigen wie die kommunikative Konfliktbearbeitung.
Wir freuen uns, dass wir als Referenten Christoph Pinkert gewinnen konnten, der als Friedenspädagoge,
-forscher, Trainer, Berater und Dozent aktiv ist und zu Themen der transkulturellen sowie interreligiösen Kommunikation und Konfliktbearbeitung arbeitet (www.weltfrieden.eu).
Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse, Enttäuschung – wer kennt das nicht aus der Partnerschaftsarbeit? Der Partnerschaftstag bietet Ihnen die Möglichkeit, sich vertieft mit dem Thema auseinanderzusetzen und dieses im Blick auf die eigene Praxis im Austausch zu reflektieren sowie bereits bestehende Kontakte zu vertiefen und / oder neue zu knüpfen.
 
Zeit: 2.11.2019  //  14-18:00 Uhr

Ort: Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V., Walkerdamm 1, 24103 Kiel

Teilnahme/Anmeldung:
Kostenfrei. Für Verpflegung und Getränke wird gesorgt. Bitte melden Sie sich bis zum 23.10.2019 per Mail mit Angaben zu Ihrer Einrichtung und Kontaktdaten an: chiara@kultur-life.de oder telefonisch an
Tel.: 0431-8881412

Veranstalter:
KulturLife gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), unterstützt durch ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND) im Rahmen des Programms „Promotorinnen für die Eine Welt“.
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
KulturLife gGmbH, Chiara Dickmann (Promotorin für internationale Kooperationen und Partnerschaften), chiara@kultur-life.de, Tel.: 0431-8881412, www.kultur-life.de/eine-welt-promotorinnen-programm/ und www.bei-sh.org/globalepartnerschaften
Auftaktveranstaltung

VORSTELLUNG DES PROJEKTS "PARTIZIPATIONS- UND VEREINSBERATUNG FÜR MIGRANT*INNEN IN KIEL"



Zeit: 6.11.2019 // 17:00–19:00 Uhr
Ort: Ratssaal im Kieler Rathaus, Fleethörn 9, 24103 Kiel
 
Wir laden Sie herzlich ein unsere neue Beratungsstelle beim BEI, die sich an engagierte Migrant*innen richtet, kennen zu lernen.
Die „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel“ bietet zum einen eine Anlaufstelle für Migrant*innen, die schon engagiert sind, zum Beispiel in Vereinen, und die Unterstützung bei Vereinsangelegenheiten, Fördermittelbeantragung und bei weiteren Angelegenheiten brauchen. Zum anderen richtet sich die Beratung an Migrant*innen, die sich engagieren wollen und Informationen zur demokratischer Teilhabe sowie zu Möglichkeiten der Partizipation wünschen. Auch Unterstützung bei Vereinsgründung und Projektplanung wird in der Beratungsstelle angeboten.
Die Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt findet am 06.November 2019 von 17:00 Uhr-19:00 Uhr im Ratssaal in Kooperation mit dem „Referat für Migration“ der Landeshauptstadt Kiel statt. Dort werden wir das Projekt und die Angebote vorstellen. Anschließend findet ein Austausch bei Kaffee, Tee und Snacks statt.
Wir freuen uns, Sie dort zu sehen und auch Ihre Projekte oder Ihren Verein kennen zu lernen!
 
Teilnahme/Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen

Veranstalter:
Eine Veranstaltung vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), in Kooperation mit dem Referat für Migration der Landeshauptstadt Kiel und Sisters- Frauen für Afrika e.V.; gefördert durch das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen in Kiel,
Jessica Meier (Projektleitung), jessica.meier@bei-sh.org,
Tel.: 0431-679399-04, Mobil: 0178-6333024,
www.bei-sh.org/Partizipationsberatung-fuer-Migrant_innen-in-Kiel
Aktiv für den Fairen Handel

LANDESWEITE FACHTAGUNG
„FAIRE KOMMUNEN IN SCHLESWIG-HOLSTEIN“ 2019


Bildquelle: www.fairtrade-towns.de

Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) und die Steuerungsgruppe der Fairtrade Town Kaltenkirchen laden zur jährlichen Fachtagung „Faire Kommunen in Schleswig-Holstein“ ein.
Als Netzwerktreffen bietet die Fachtagung die Möglichkeit für Steuerungsgruppen und Initiativen sowie weiterer Aktiven und Interessierten aus Politik, Gastronomie, Wirtschaft, Schulen und Einrichtungen sich über Entwicklungen, Erfahrungen und Beispiele auszutauschen und neue Aspekte und Erkenntnisse in die Arbeit vor Ort mitzunehmen.
Die Tagung richtet sich an Aktive und Interessierte in Schleswig-Holstein, welche den Fairen Handel in ihrer Gemeinde, Stadt oder Region sichtbar etablieren wollen.

Zeit: 6.11.2019   //  10:00 bis ca. 16:00 Uhr

Ort:  Bürgerhaus Kaltenkirchen Friedenstr. 9, 24568 Kaltenkirchen

Teilnahme/Anmeldung: Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben, die Anmeldung ist bereits über lisa.jakob@bei-sh.org möglich.

Veranstalter: Eine Veranstaltung des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) in Kooperation mit Eine Welt im Blick e.V. und der Steuerungsgruppe der Fairtade-Town Kaltenkirchen.

Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Eine Welt im Blick e.V. // Weltladen Heide // Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Lisa Jakob (Promotorin für zukunftsfähiges Wirtschaften und Projektleitung), lisa.jakob@bei-sh.org, Tel. (Kiel): 0431-679399-00, Mobil: 0176-87070316, www.bei-sh.org/fairerhandel
und www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/fachtagung-faire-kommunen-in-schleswig-holstein-2019
Bildungsarbeit

PRAXISTAG FÜR "GLOBALES LERNEN" UND "BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG" (BNE) AM 15.11.2019 IN FLENSBURG

Thema 2019: Müll vermeiden!

Der landesweite Praxistag für "Globales Lernen" und "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (BNE) findet 2019 zum Thema „Müll vermeiden“ statt. Der Fachtag will inhaltliche und praktische Impulse zur Müllvermeidung geben und richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Studierende und außerschulische Bildungsakteur*innen.
Das Bewusstsein für eine Abkehr von der Wegwerfmentalität und dem ungehemmten Konsum wächst. Dennoch nimmt die Müllproduktion zu. In Ländern mit hohem Einkommen werden mehr als ein Drittel des weltweiten Mülls produziert. Und das, obwohl in diesen Ländern nur 16 Prozent der Weltbevölkerung leben.
Was können wir also tun?
Vorträge am Vormittag geben einen Überblick über die allgemeine Problematik der globalen Müllproduktion und -entsorgung. Dabei wird die Ungleichheit von Müllproduktion und Müllentsorgung in den Ländern des Globalen Südens und des Globalen Nordens und deren Folgen für Mensch und Natur skizziert. Auch die Aufgaben der regionalen Abfallwirtschaft und das Konzept der Produzentenverantwortung werden thematisiert.
Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag bieten altersgerechte Workshops die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit speziellen Themen zur Müllvermeidung. Dabei reicht die Bandbreite der Workshops von konkreten Beispielen zum achtsameren Umgang mit Produkten und zur Müllvermeidung im privaten Alltag über Möglichkeiten des Engagements vor Ort bis zu Überlegungen zu den ethischen und sozialpsychologischen Bedingungen der Verschwendungssucht und der Frage nach alternativen Wert- und Handlungsmustern.
 
Zeit: 15.11.2019  //  10-16:30 Uhr
Ort: Europa-Universität Flensburg, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei mit Anmeldung auf
www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/praxistag-globales-lernen-bne-2019
Weitere Informationen zum Programm, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen und Bildungsreferentin), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen - Schloss Gottorf
Bereich "Bildung und Vermittlung", Schlossinsel 1, 24837 Schleswig,
nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813-160, Mobil: 0151-21753715,
www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/praxistag-globales-lernen-bne-2019
Nachhaltigkeit
NACH UNS DIE MÜLLFLUT – REPARIEREN STATT NEU KAUFEN 
Filmvorführung Film „Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier“ im Anschluss an die Fünfjahresfeier des Reparatur-Café Gaarden

Reparieren statt neu kaufen, Gegenstände und Dinge länger und bewusst nutzen. Das schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern schützt Ressourcen, reduziert das Müllaufkommen und leistet einen Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit. Im Anschluss an die Fünfjahresfeier des Gaardener Reparatur-Cafés möchten wir euch herzlich zu einem ausklingenden Filmabend mit einem Imbiss aus geretteten Lebensmitteln einladen.
Gezeigt wird der Film „Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier“, welcher den Irrsinn unserer digitalen Konsumkultur herunterbricht und sinnbildlich für die europäische Wegwerfgesellschaft steht. Sodom ist die größte Müllhalde Europas mitten in Ghana/ Afrika. Hier landet unser Wohlstandsmüll, der dort unter menschenunwürdigen Bedingungen sortiert, aufbereitet und verbrannt wird. Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen machen es deutlich: Wir alle haben eine Entwicklungsverantwortung, um Orte wie Sodom gar nicht erst entstehen zu lassen. Das Reparatur-Café Gaarden ist ein schöner Ansatz, um für die bestehende Problematik zu sensibilisieren und um zu zeigen, dass Gebrauchsgegenstände zu reparieren weder öko noch uncool ist. 

Zeit: 16.11.2019  //  17-19:00 Uhr

Ort: DeinRaum/ reCoworking space, Kirchenweg 22, 24143 Kiel

Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei. Keine Anmeldung notwendig.

Veranstalter*innen:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), PerLe (Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen).
Die Veranstaltung ist Teil des neuen SDG-Jahresthemenprogrammes „Die Sustainable Development Goals  (SDG) in Schleswig-Holstein  – Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand“ des BEI und der Auftakt des Moduls „SDG & Kommunen“, gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, BINGO! Die Umweltlotterie sowie den kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche (KED).

Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs in SH),  katrin.kolbe@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
Bildungsarbeit

ARBEITSKREISTREFFEN „BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG“ (BNE) UND GLOBALES LERNEN IM KREIS SCHLESWIG-FLENSBURG


 
Beim zweiten Treffen des Arbeitskreises BNE/Globales Lernen im Kreis Schleswig-Flensburg in diesem Jahr soll die Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises im Fokus stehen.
Dazu wird Nils Schümann (Fachbereich Kreisentwicklung, Bau und Umwelt) einen kurzen Bericht zum Vorhaben seines Fachbereiches geben. Anschließend berichtet Birte Jürgensen als Mitglied der integrierten Sozialplanung über den ersten Armutsbericht der Kreisverwaltung.
Außerdem wird Frauke Pleines aus dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) Bildungsangebote des BEI zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) vorstellen. Diese Bildungsangebote richten sich mit sehr unterschiedlichen Formaten an unterschiedliche Zielgruppen und können als Beispiel dienen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises durch Bildungsangebote flankiert werden kann.
Der Arbeitskreis wird in Trägerschaft des BEI, der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen und des Kreises Schleswig-Flensburg, Fachdienst Regionale Integration, durchgeführt.
 
Zeit: 20.11.2019  //  15-17:00 Uhr
Ort: Schloss Gottorf (Raum: Werkstatt/Germanenraum), Schlossinsel 1, 24837 Schleswig
Teilnahme/Anmeldung: Um Anmeldung bis zum 15. November wird gebeten.
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen und Bildungsreferentin), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen - Schloss Gottorf
Bereich "Bildung und Vermittlung", Schlossinsel 1, 24837 Schleswig,
nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813-160, Mobil: 0151-21753715
www.schloss-gottorf.de/de/bildung-und-vermittlung-museumsinsel
Und Sylke Willig (Bildungskoordinierung für Neuzugewanderte), sylke.willig@schleswig-flensburg.de,
Tel.: 04621-87386
Globale Verantwortung

FACHKONFERENZ: NACHHALTIGKEIT IN DER FINANZWIRTSCHAFT – CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN AM 26.11.2019 IN KIEL



Zeit: 26.11.2019 // 16:30–20:00 Uhr Ort: KITZ, Kieler Innovations- und Technologiezentrum, Schauenburgerstraße 116, 24118 Kiel
 
Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema mehr – auch nicht in der Finanzwirtschaft. Politik und Gesellschaft schreiben der Finanzwirtschaft eine zentrale Rolle bei der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu.
Um bei allen Entscheidungen Aspekte der Nachhaltigkeit und den politisch gesetzten Rahmen der Sustainable Finance zu berücksichtigen, sind große Anstrengungen erforderlich. Zugleich eröffnet das Thema Nachhaltigkeit den Banken auch Chancen – und zwar im ökologischen und im ökonomischen Sinne, denn nachhaltige Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz erfordern hohe Investitionen. Es liegt an der Finanzwirtschaft, diese Chancen zu erkennen und sich mit ihren Geschäftsmodellen und Strukturen darauf einzustellen.
Ethisch nachhaltige und grüne Finanzprodukte werden verstärkt nachgefragt. Große Versicherer wie die Allianz ziehen sich aus dem Geschäft der Kohleindustrie zurück, Kundinnen und Kunden fordern ökologische, ethische und nachhaltige Produkte. Diese Themen werden Teil des Kerngeschäfts von Finanzdienstleistern und sind als solche zu begreifen.
Wie sieht der Weg zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft aus? Tun Banken und Politik genug, um sich zukunftsfähig aufzustellen? Der Druck aus der Zivilgesellschaft und von Seiten der Politik steigt. Der europäische Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums wird derzeit umgesetzt. Wie gestaltet sich die Umsetzung in Schleswig-Holstein?
Wir wollen hören von und gemeinsam diskutieren mit Udo Philipp (Staatssekretär des Finanzministeriums), Kevin Dominique Bröde (Nachhaltigkeitsmanager der Förde Sparkasse), Andreas Enke (Vorstand der Geneon Vermögensmanagement AG) und Gunnar Glaubitt (Bereichsleiter Treasury der IB.SH).
 

Programm:
Zeit Inhalt Referent*in
16:30 Ankommen der Teilnehmenden bei Kaffee und Obst  
17:00 Begrüßung durch die Veranstalter
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Investitionsbank Schleswig-Holstein
(IB.SH)
 
Daniela Suhr,
Vorständin BEI
Erk Westermann-Lammers,
Vorstandsvorsitzender IB.SH
17:10 Eröffnung und Einführung in das Thema. Dr. Anke Butscher, Alexandra Oboda, IB.SH, Volker Leptien BEI
17:15 Wie richtet Schleswig-Holstein seine Finanzstrategie ökologischer aus? Udo Philipp,
Staatssekretär Finanzministerium
17:45 Nachhaltigkeit – was bedeutet das für die Sparkassen? Kevin Dominique Bröde, Nachhaltigkeitsmanager der Förde Sparkasse
18:15 Ethisch Nachhaltige Geldanlagen – der
 „ESG- DAX“ als Lenkungsinstrument für eine nachhaltige Wirtschaft!
Andreas Enke,
Vorstand der Geneon Vermögensmanagement AG
18:45 Podiumsdiskussion: Herausforderungen, Lösungsansätze und Visionen für eine nachhaltigen Finanzwirtschaft Gunnar Glaubitt, Bereichsleiter Treasury IB.SH, Andreas Enke, Kevin Bröde
Moderation Dr. Anke Butscher
19:20 Ausblick Dr. Anke Butscher, Alexandra Oboda, Volker Leptien
19:30 Imbiss und Ausklang  
 

Teilnahme/Anmeldung:
Kostenfrei. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@bei-sh.org
Die Räume des KITZ sind barrierefrei. Parkplätze befinden sich vor der Tür.
(Wir empfehlen die Anreise mit dem ÖPNV – Buslinie vom Hbf. 81 oder 91  bis Haltestelle Goetheschule)

Veranstalter:
Eine Veranstaltung vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) in Kooperation mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein IB.SH, gefördert im Rahmen des Projekts "Starthilfe - Chancen statt Schulden für den globalen Süden" durch die Europäische Union und Bingo Umweltlotterie.
Dieses Event ist Teil des Projekts "Starthilfe - Chancen statt Schulden für den globalen Süden" des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI).
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI),
Volker Leptien (Projektleitung "Starthilfe - Chancen statt Schulden für den globalen Süden"), volker.leptien@bei-sh.org, Tel.: 04152-917037, www.bei-sh.org/starthilfe  und 
www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/Fachkonferenz-Nachhaltigkeit-in-der-Finanzwirtschaft-26-11-2019
2. Infos und News von Mitgliedsorganisationen
Partnerschaft Afrika e.V., Geesthacht

HÜHNERZUCHT „WASSACHIÈ“ IN MALI - EIN PROJEKT VON PARTNERSCHAFT AFRIKA E.V.


Foto: Schulung der Züchter. © 2019 Partnerschaft Afrika e.V.
 
Die Nachfrage nach Hühnerfleisch steigt in den westafrikanischen Staaten, und die lokale Industrie ist nicht in der Lage, diese zu decken. Ziel des Projektes war es, 80 Kleinbauern im ländlichen Raum zu stärken, ihnen eine zusätzliche Einnahmequelle zu verschaffen und die Ernährungssicherheit in einer Region zu verbessern. Dies wurde über die dezentrale Zucht von Hühnern realisiert, bei der eine fremde Rasse mit den eiheimischen Hühnern gekreuzt und dadurch eine potentiell ertragreichere Rasse etabliert und die Produktivität erhöht wird.
Ein zentrales Element dieses Projekts war daher die weitere Verbreitung der modernen Rasse „Wassachiè. Sie wird als Kreuzung des traditionellen Huhns (Kokochiè) mit dem „Rhode Island Red“. Dabei handelt es sich um eine Rasse mit zweifachem Nutzen: Produktion von Eiern und Fleisch. Eine erwachsene Henne kann zwischen 160 und 170 Eier pro Jahr von einem durchschnittlichen Gewicht von 45 g legen, die traditionelle Rasse dagegen nur 60 bis 80 Eier. Die Tiere erreichen in 6 Monaten ein Gewicht von 1.000 g bis 1.600 g.

Karte: Lage der Dörfer rund um Fatoma (grau unterlegt) mit teilnehmenden Bauern
 
Über einen Zeitraum von 18 Monaten wurden 80 Hühnerzüchter in 10 verschiedenen Dörfern rund um den Ort Fatoma in der Region Mopti (siehe Karte) durch einen Veterinär der Partnerorganisation ACDM in Mali betreut. Alle Dörfer in diesem Gebiet sind relativ leicht von Sévaré (Büro der ACDM) aus mit einem Motorrad zu erreichen, da sie auf der rechten Seite des Nigers liegen.


Foto:
Paul Doumboua (ACDM) bei der Übergabe der Hähne und der Tränken an die Züchter. © 2019 Partnerschaft Afrika e.V.
 
Jede der ausgewählten Familien erhielt im Januar 2018 ein männliches Küken der Rasse Wassachiè. Der heran wachsende Hahn ersetzte nach sechs Monaten den vorhandenen Hahn der traditionellen Rasse. Ein Verhältnis von einem Hahn auf 10 Hennen wurde realisiert. Die an der Zucht beteiligten Tiere wurden geimpft, die Hühnerzüchter bekamen Material zum Bau von angemessenen Gehegen, Trink- und Futterstellen für die Tiere.Wird einer Henne das von ihr gelegte Ei innerhalb von 24 Std weggenommen wird sie nach 1-2 Tage ein neues legen. Diese Eier werden selbst verbraucht oder auf dem Markt verkauft. Für die Zucht von Hühnern verbleibt das befruchtete Ei bei der Henne. Die Brutdauer beträgt durchschnittlich 21 Tage. Die Nachkommen werden entweder für die weitere Zucht, als Eierproduzent oder Fleischlieferant verwendet.
Eine Kontrolle des Zuchtfortschritts erfolgt durch die malischen Partner über die gesamte Projektdauer. Somit konnte beraten und ggf.
korrigierend eingegriffen werden. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Tierwohl. Am Ende des Projektzeitraumes gab es bereits 2.265 Hennen der zweiten Generation, rund 500 Eier und 1.269 Hähne wurden für Nahrungszwecke verwendet.
Ein Projekt von Partnerschaft Afrika e.V. unterstützt von bingo! die Umweltlotterie
 
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Partnerschaft Afrika e.V. , Theodor-Storm-Straße 6a, 21502 Geesthacht
Dirk Steglich und Volker Leptien, info@partnerschaft-afrika.de, www.partnerschaft-afrika.de
Njonuo Fe Mo, Frauenwege in Togo e.V., Kiel

MAISON DORA IN TOGO BEGINNT MIT NEUEM AUSBILDUNGSPROJEKT „DORA EXCELLENCE“


Foto: Junge Frauen von Maison Dora und Pia Duitsmann vom Verein Frauenwege in Togo.
© 2019 Andrea Bastian

Im September 2019 hat in Togokome ein neues Projekt, gefördert durch Engagement Global und BINGO, begonnen. Der Kieler Verein „Frauenwege in Togo“ unterstützt die Arbeit der Partnerorganisation, um jungen benachteiligten Frauen auf dem Land eine Ausbildungschance zu geben.
Angeboten werden 3-jährige duale Ausbildungen zur Köchin und zur Schneiderin, die mit einem staatlich anerkannten Diplom abschließen. Das Besondere ist die duale Ausbildung, die es für die Köchinnen in Togo noch nicht gibt. Es besteht eine Kooperation mit der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) in Togo, die bereits duale Ausbildungen in anderen Gewerken fördert.
Maison Dora hat mit seiner Nähwerkstatt bereits vor einiger Zeit begonnen, auch Mode für den Verkauf in Deutschland zu schneidern, mit individuellen und sehr ausgesuchten Kleidungsstücken, wie die erfolgreichen Bomberjacken für die junge Mode.
Andrea Bastian und Pia Duitsmann von Frauenwege in Togo haben bei ihrem Besuch im Oktober 2019 auch diesmal wieder schöne Stoffe mit aktuellen Prints ausgesucht, die zu verschiedenen Jacken verarbeitet werden und dann z.B. in Rendsburg auf dem Afrikatag verkauft werden. Die Erlöse fließen zum Maison Dora zurück.
Das Projekt Dora Excellence wird auch die Unternehmensführung und den Aufbau eines produktiven Teams fördern, damit das Ausbildungszentrum nach Projektende im Dezember 2022 autonom und nachhaltig weiter für die Bildung und Existenzsicherung der Frauen wirken kann.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Njonuo Fe Mo, Frauenwege in Togo e.V., Holtenauer Str. 242, 24106 Kiel,
Andrea Bastian, info@frauenwege-in-togo.de, Tel.: 0431-5579392, www.frauenwege-in-togo.de
Partnerschaft Aukrug-Sien e.V.

SEIT 25 JAHREN FREUNDSCHAFT ZWISCHEN AUKRUG UND SIEN


Foto: Dr. Johann Wadephul, MdB; Herr Isidore Taro, Gesandter Botschaftsrat von Burkina Faso; Hella Kohlmeyer, 2.Vorsitzende; Herr Gerrit van den Toren, 1. stellvertretenden Kreispräsidenten des Kreises RD-Eck.; Reimer Reimers, 1. Vorsitzender. © 2019 Peter Marsch
 
Am 07.09.2019 wurde in Aukrug in der Kulturwerkstatt ein besonderes Jubiläum gefeiert. Vor nun schon 25 Jahren fuhren einige engagierte Bürger aus Aukrug nach Sien in Burkina Faso, um den Grundstein für eine Partnerschaft zu legen. Es wurde in beiden Dörfern jeweils ein Verein gegründet, in dem jeweils auch die Vertretung der Gemeinden Mitglied wurden. Durch diese Partnerschaft war es über all die Jahre möglich, einen regen kulturellen Austausch zu pflegen. Bei Besuchen von Aukrugern in Sien und umgekehrt wurde die jeweils andere Lebensweise kennengelernt, und es entstanden Freundschaften über 6000 Kilometer hinweg.

Foto: Reimer Reimers, seit 25 Jahren 1. Vorsitzender © 2019 Peter Marsch
 
Diese jahrzehntelange Freundschaft zwischen den Menschen wurde im Beisein der Ehrengäste Herrn Isidore Taro,  Gesandter Botschaftsrat von Burkina Faso, Herr Dr. Johann Wadephul, Mitglied des deutschen Bundestages, dem 1. stellvertretenden Kreispräsidenten des Kreises Rendsburg-Eckernförde Herrn Gerrit van den Toren, Aukrugs Bürgermeister Joachim Rehder und Vertretern von Bündnis eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) feierlich begangen. Im den Zusammenhang wurden einige Vorstandsmitglieder für ihr langjähriges intensives Engagement geehrt: Hella Kohlmeyer, 2.Vorsitzende, Ina Köhler, Schriftwartin und zuständig für die Bengo-Anträge, Subhash Likhite, langjähriger Kassenwart des Vereins und in Abwesenheit Marco Pahlke, Beisitzer, zuständig für Ausbau und Pflege der Homepage, sowie Mitwirkend bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Foto: Branko Irek, langjähriger 2. Vorsitzender, Herr Isidore Taro, Gesandter Botschaftsrat von Burkina Faso  (v.l.n.r.). © 2019 Peter Marsch
 
Der Bau einer Tierimpfstation, eines Regenwasserrückhaltebeckens, die Erweiterung der Grundschule von drei auf sechs Klassenräume, Bau von Lehrerwohnungen und die Förderung der Bildung von Jugendlichen (Zahlung von Schulgeldern in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Neumünster-Vicelin) sind neben der Krankenstation, dem neusten Projekt der Partnerschaft, Ausdruck der tiefen Verbundenheit der beiden Dörfer. 
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Partnerschaft Aukrug-Sien e.V., Hella Kohlmeyer, Böker Straße 5a, 24613 Aukrug
info@aukrug-sien.com, www.aukrug-sien.com
Afghanistan-Schulen - Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.

AFGHANISTAN-ABEND MIT MUSIK, ESSEN, EINER FILM-DOKU UND BERICHTEN


Am Freitag, 8. Nov. 2019, 19 Uhr (Einlass 18:30) veranstaltet der Verein Afghanistan-Schulen im Kulturhof in Hamburg-Dulsberg seinen nächsten Afghanistan-Abend mit afghanischer Musik, afghanischem Fingerfood in der Pause, einem Video, das Schülerinnen selbst zuhause aufgenommen haben, und Berichten von den Bildungsprojekten mit vielen Bildern aus Afghanistan. Eine Tombola verspricht besondere Gewinne.
Alljährlich zeigt der Verein anlässlich des Afghanistan-Abends die schönen Seiten des Landes, das die Vorstandsmitglieder jedes Jahr bereisen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Der Verein feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen.

Zeit: 8.11.2019  //  19:00 Uhr

Ort: KULTURHOF, Alter Teichweg 200, 22049 Hamburg

Teilnahme/Anmeldung: Eintritt frei. Spenden willkommen.
 
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt:
Afghanistan-Schulen - Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.,
Marga Flader (Vorsitzende), Deefenallee 21 - 22113 Oststeinbek (Hamburg),
Flader@Afghanistan-Schulen.de, Tel. +49 (0)40-7122467 – Mobil: +49 (0)160-5813473 -
www.Afghanistan-Schulen.de - www.facebook.com/AfghanistanSchulen
Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schleswig

INNENMINISTERIUM FÖRDERT INTEGRATIONSPROJEKT AUF SCHLOSS GOTTORF 


Foto: Nicole Gifhorn freut sich über die Fördermittelzusage von Torsten Geerdts. Mit den zugesagten Fördergeldern soll für ein Jahr eine migrantische Teilzeitkraft finanziert werden.
© 2019 Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Das Projekt „Mein Museum“ wird am Standort der Landesmuseen in Schleswig weiter ausgebaut. Das neue Projekt heißt „Mein Museum²“ und baut auf Erfahrungen mit den Deutsch als Zweitsprache-Schüler*innen aus der benachbarten Berufsschule auf.  Mit Fördergeldern des Innenministeriums wurde im Schloss bis Juli 2020 eine Teilzeitstelle geschaffen: Ab dem 1. November widmet sich Lubna Kalleh der Aufgabe, erwachsene Neuzugewanderte gemeinsam mit einheimischen Erwachsenen und Migrant*innen zu regelmäßigen offenen Angeboten in das Schloss Gottorf einzuladen.
Dazu wird die Syrerin kontinuierlich Netzwerkarbeit betreiben, um „Mein Museum²“ bei interessierten Einheimischen und Neuzugewanderten bekannt zu machen und Möglichkeiten für Kooperationen mit anderen kulturelleren Akteur*innen in der Region auszuloten.
Die Teilnehmenden von „Mein Museum²“ sollen die verschiedenen Ausstellungen und Sammlungen des Museums kennenlernen und praktisch aktiv werden, indem sie beispielsweise Comics zeichnen lernen, Masken bauen, Collagen fertigen oder mit Ton arbeiten.Das Ziel ist, dass die Teilnehmenden mit „ihrem“ Museum vor Ort vertraut werden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit der Herkunftskultur entdecken, das Museum als identitätsstiftenden Ort kennenlernen und entwicklungspolitische Themen im Kontext von Kunst und Kultur reflektieren.
Ziel des Projektes „Mein Museum²“ ist außerdem, Neuzugewanderten nicht nur Angebote zu unterbreiten, sondern diese Zielgruppe aktiv in die Konzeption und in die Durchführung bei „Mein Museum²“ einzubinden.

Foto: Lubna Kalleh verstärkt das Team Bildung und Vermittlung in Schleswig und will neuzugewanderte und einheimische Schleswiger mit vielfältigen Angeboten zum interkulturellen Austausch in das Schloss Gottorf einladen. © 2019 BEI-SH.ORG

 

Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen und Bildungsreferentin), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen - Schloss Gottorf
Bereich "Bildung und Vermittlung", Schlossinsel 1, 24837 Schleswig,
nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813-160, Mobil: 0151-21753715,
www.bei-sh.org/bildung und
https://schloss-gottorf.de/de/land-foerdert-integrationsprojekt-auf-gottorf
KulturLife gGmbH, Kiel

MIT KULTURLIFE EIN JAHR „WELTWÄRTS“ IN DIE WELT


Foto: Jedes Jahr entsenden wir mit weltwärts Freiwillige nach Ghana, Botswana, Südafrika und Ecuador, die sich u.a. in Bildungsprojekten engagieren und Lehrkräfte beim Unterrichten von Schulklassen unterstützen. © 2019 KulturLife gGmbH
 
Gefördert durch das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) entsenden wir jährlich Freiwillige im Rahmen des weltwärts-Programms nach Ecuador, Botswana, Südafrika und Ghana – so auch in 2020!
Mit weltwärts und KulturLife können junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren einen 12-monatigen geförderten Freiwilligendienst im Ausland absolvieren und sich als Freiwillige in einem unserer Partnerprojekte engagieren. Je nach Einsatzland kann z.B. als Teil der Gemeinschaft in sozialen oder ökologischen Projekten vor Ort mitgearbeitet werden.
Für das nächste Auswahlseminar Ende November kann sich noch bis zum 12. November 2019 bei uns beworben werden.

Bewerbungsfrist: 12.11.2019,

Auswahlseminar: Ende November 2019
 
Weitere Informationen, Bewerbung und Kontakt:
KulturLife gGmbH, Henrike Thelen, henrike@kultur-life.de, Tel. 0431 888 14 18,
www.kultur-life.de/freiwilligendienste/weltwaerts/
Fairtrade Stadt Lübeck e.V.

HAUPTSTADT DES FAIREN HANDELS: SONDERPREIS FÜR LÜBECK


Foto: Überreichung des Sonderpreises an Bürgermeister Jan Lindenau und die Steuerungsgruppe.
© 2019 Fairtrade-Stadt Lübeck
 
Als Fairtrade Stadt Lübeck haben wir uns auch in diesem Jahr um den Titel Hauptstadt des Fairen Handels beworben. Seit 2011 trägt Lübeck diesen Titel und hat seither durch vielfältiges Engagement, Öffentlichkeitsarbeit und Faire Beschaffung einiges dazu beigetragen, dass auch in Lübeck der Wunsch nach globaler Gerechtigkeit und Einhaltung der Menschenrechte Verbreitung findet. In diesem Jahr hatten sich einhundert Fairtrade Städte um einen der zehn Preise beworben. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Veranstaltung „Fair begegnen – Fair gestalten. Kongress der Ideen und Taten“ vom 18. bis 20. September 2019 in Köln statt. Eine Delegation der Fairtrade Stadt Steuerungsgruppe reiste am Mittwoch mit dem Zug an. Bürgermeister Jan Lindenau hatte sich bereits eine Stunde früher auf den Weg gemacht.
Stolz durften wir einen der fünf Sonderpreise entgegennehmen, dotiert mit 10.000 Euro. Ausgezeichnet wurde das Lübecker Projekt „Faire Hansestädte – Faire Hansetage“. Die Initiative ging 2013 von Horst Hesse aus, der auch drei Jahre zuvor die Kampagne „Fairtrade Towns“ in Lübeck gestartet hatte. Über die Auszeichnung freuen wir uns sehr. Zum einen motiviert die Anerkennung für unsere ehrenamtliche Arbeit. Zum anderen können wir mit dem Preisgeld weitere Ideen und Projekte des Fairen Handels in Lübeck initiieren und voranbringen.
Der erste Preis ging an die 40.000 Einwohner*innen zählende Gemeinde Neumarkt an der Oberpfalz. Wir gratulieren natürlich auch allen anderen Städten, die für ihr Engagement ausgezeichnet wurden!
Unter www.fairkongress2019.de  und www.fairtrade-deutschland.de wird ab Anfang Oktober eine breitgefächerte Dokumentation der Veranstaltung mit Bildmaterial, Videos und weiterem Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen und Kontakt:
Fairtrade Stadt Lübeck e.V., Silke Langmaack,
info@fairtrade-stadt-luebeck.de, www.fairtrade-stadt-luebeck.de
artefact - Zentrum für nachhaltige Entwicklung gGmbH, Glücksburg

ARTEFACT WIRD 30:
GRUNDSTEINLEGUNG DES ZENTRUMS FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
WAR AM 4.10.1989


Foto: das artefact-Gästehaus nach der Fertigstellung. © artefact
 
Schon vor 30 Jahren war der menschliche Einfluss auf den Klimawandel belegt. Schon damals suchten und fanden engagierte Pioniere erneuerbare und friedliche Energien, lokale und Arbeitsplätze schaffende Baustoffe. Das artefact-Zentrum in Glücksburg feierte am 04.Oktober 1989 Grundsteinlegung, fand Eingang in die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland". Das sich zu 100 Prozent regenerativ versorgende Tagungszentrum zeigte seitdem hunderttausenden Besuchern, dass nachhaltiges Wirtschaften möglich ist, gilt auch international als Multiplikator. Die Probleme, die die Species homo erectus in der gleichen Zeit durch quantitatives Wachstum geschaffen hat, sind heute gleichwohl bedrohlicher als zuvor.
Seit Monaten diskutieren Politik und Medien intensiv über CO2-Zertifikate und Besteuerung, den Einsatz erneuerbarer Energien und Technologietransfer in Länder des Südens. Die Schülerinitiative fridays-for-future, aber auch Katastrophen wie karibische Hurricans und brennende Wälder von Brasilien bis Sibirien heizen Entscheidungsträgern auf Klimagipfeln ein, um endlich aktiv zu werden. Dabei sind die Ursachen und Gegenmittel zur Erderwärmung schon lange bekannt.
In Glücksburg an der Flensburger Förde rennen die Schüler mit ihren Forderungen offene Türen ein, denn dort wurde bereits vor 30 Jahren damit begonnen, Lösungswege für umwelt- und sozialverträgliches Leben zu entwickeln. Am 4. Oktober 1989 war die Grundsteinlegung eines Tagungs- und Gästehauses, das  von dem Verein "artefact" betrieben werden sollte: "appropriate rural technologies Flensburg alternative cooperation team" ist die ausgeschriebene Fassung des Namens, der auf den internationalen Erfahrungshintergrund der Gründer hinweist: Technikerinnen und Pädagogen mit mindestens fünf Jahren interkultureller Erfahrung trafen sich in einem Studiengang der damaligen Pädagogischen Hochschule Flensburg und erkannten, dass sich in den fehlentwickelten Ländern des Nordens
Wesentliches ändern muss, um dem Ressourcenverbrauch und längst bewiesenen menschengemachten Klimawandel Einhalt zu gebieten und überhaupt erst Vorbild für andere Länder werden zu können. Der 1986 gegründete Verein pachtete im benachbarten Glücksburg zwei Hektar Land, um darauf ein Fortbildungszentrum zu errichten, das mit lokalen Baustoffen, Energiequellen und internationalem Know how standortgerechtes Bauen exemplarisch darstellt und vermittelt.

Bild: Kieler Nachrichten vom 18.7.1989
 
Der Grundstein selber "wurde au  s gepressten ungebrannten Lehmsteinen gelegt, die Fugen mit Lehmmörtel verschmiert." vermeldete das Flensburger Tageblatt nach der Grundsteinlegung durch Landrat Kamischke.  Neben dem lokalen Baustoff Lehm als Wandbaustoff gingen zehntausende zerkratzter aber stabiler Bier- und Krankenhausflaschen in das Fundament, um Beton zu sparen und besser zu dämmen, getrocknetes Seegras vom Ostseestrand wurde als Kerndämmung im Dachstuhl verwendet. Wenige Jahre später wurde das Zentrum als Referenzprojekt der bundesweiten Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" ausgewählt.  Aus mehreren Ideen der oftmals als Öko-Spinner verlachten Pioniere entstanden im Laufe der Jahrzehnte Firmen in der Region. "Derzeit drehen wir mit dem Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung einen Film über schleswig-holsteinische Betriebe, die ökologische Baustoffe und Konzepte vermarkten." kommentiert der Geschäftsführer der gemeinnützigen artefact GmbH, Werner Kiwitt, die das Zentrum seit 19 Jahren betreibt: "Vor 30 Jahren war es noch eine vage Hoffnung, einmal genügend erneuerbare Energien für Selbstversorgung und Netzeinspeisung produzieren zu können. Heute weiß Jeder, dass es keinen Mangel an Energie gibt, sondern an privatem und politischen Handeln.
Deshalb freuen wir uns, nun unsere Erfahrungen mit dem neuen Schwung von fridays-for-future verbinden zu können." Zum Zentrum gehört ein ungewöhnliches Tagungs- und Gästehaus, Deutschlands erster Energieerlebnispark und ein Naturerlebnisraum mit Nutzungen von Solar-Wind- und Wasserkraft und Biomasse. Projekttage für Schulen, Wettbewerbe wie der Schleswig-Holstein Solarcup und die grenzübergreifende Infofahrt "Tour de Flens" gehören zu den regelmäßigen Bildungsangeboten des Zentrums, das von 10 Mitarbeitern und weiteren Freiwilligen betrieben wird.
 
Weitere Informationen und Kontakt:
artefact - Zentrum für nachhaltige Entwicklung gGmbH, Bremsbergallee 35, D-24960 Glücksburg/Ostsee
info@artefact.de, Tel.: 04631-6116-0, www.artefact.de
3. Interessantes aus Schleswig-Holstein,
Deutschland und
der Welt 
Ausstellung in Kiel

„WHISTLEBLOWING – LICHT INS DUNKEL BRINGEN“ VOM 21.10 - 22.11.2019 IM KIELER RATHAUS


Dem Whistelblower geht es wie dem sprichwörtlichen Messenger. Denn er überbringt eine schlechte Nachricht, wenn er auf Straftaten, Missstände oder Gefahren in seinem Arbeitsumfeld hinweist. Oft kommt das der Gesellschaft oder „intern“ dem eigenen Unternehmen zugute. Aber selten wird es ihm gedankt. Eher wird er ausgegrenzt und gemobbt, v.a. wenn er den Missstand einer Behörde anzeigt oder sich gar an die Medien wendet. Dann gilt er als Wichtigtuer und Nestbeschmutzer, der den Chef verrät und die Arbeitsplätze der Kolleg*innen gefährdet. Weil er angeblich die Treuepflicht gegenüber seinem Arbeitgeber verletzt, kann ihm sogar gekündigt werden. Ist das „gerecht?“
Ist es nicht. Aber die gegenwärtige Rechtslage lässt es zu.
Es gibt in Deutschland nur vereinzelte gesetzliche Regelungen zum Whistleblower-Schutz. Ansonsten dominieren Richterrecht und Rechtsunsicherheit. Damit könnte es nun bald vorbei sein. Eine Richtlinie aus Brüssel schreibt Mindeststandards für den Schutz von Whistleblowern vor. Transparency International und Whistleblower Netzwerk werden den Gesetzgebungsprozess in Deutschland kritisch begleiten.

Zur Ausstellung: Wenn eine*r aufdeckt, dass sein Chef seit Jahren gepanschte Zytostatika an schwer kranke Krebspatient*innen verkauft – ist das Verrat? Dem kaufmännischen Apotheken-Mitarbeiter Martin Porwoll wurde unter einem Vorwand gekündigt. Wenn eine Altenpflegerin wegen unhaltbarer Zustände im Heim die Leitung anzeigt – ist das ein Verstoß gegen ihre arbeitsvertragliche „Treuepflicht“? Ja, meinten die deutschen Gerichte. Brigitte Heinisch obsiegte erst nach fünf Jahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. War das gerecht? Wenn eine Tierärztin entdeckt, dass die BSE-Seuche Deutschland erreicht hat und aus Sorge um die Gesundheit vieler Menschen öffentlich davor warnt – wurde ihr „mit Recht“ gekündigt? Diese und viele weitere Schicksale von Whistleblowern werden in der Ausstellung „Licht ins Dunkel bringen“ geschildert.
Infos zur Ausstellung auch hier: https://www.whistleblower-net.de/whistleblowing/fall-beispiele-fur-whistleblowing/ausstellung/

Anmeldungen für Gruppenführungen bei Roland Eichner von Transparency Deutschland per E-Mail an reichner@transparency.de. Der Eintritt zur Veranstaltung sowie zur Ausstellung ist frei.

Ort: Ratssaal des Rathauses der Landeshauptstadt Kiel, Fleethörn 9, 24103 Kiel

Zeit:  21.10 - 22.11.2019

Veranstalter: Transparency International Deutschland e. V. und Whistleblower Netzwerk e. V. in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen und Kontakt:
Transparency International, Deutschland e.V. Regionalgruppe Schleswig-Holstein, Marianne Rieckmann
(Stellvertr. Vorsitzende), www.transparency.de/
Wettbewerb für mehr Gerechtigkeit in der Welt

EINE-WELT-PREIS 2020: EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT FÜR MEHR GERECHTIGKEIT GESUCHT

 
Die Nordkirche hat den Eine-Welt-Preis 2020 ausgeschrieben. Mit dem Preis werden Gruppen und Einzelpersonen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geehrt, die sich „mit Phantasie, Hingabe und Kreativität für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen und dabei etwas Beispielhaftes und Neues geleistet haben“.
Der erste Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, der Gewinner des zweiten Preises erhält 2.000 Euro und der dritte Preisträger 1.500 Euro.
Personen, Gemeindekreise, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Partnerschaftsgruppen oder Initiativen können entweder vorgeschlagen werden oder sich selber bewerben.
Mit ihrem Engagement sollen sie in den letzten beiden Jahren kreativ und vorbildlich Nord-Süd-Beziehungen lebendig und gerecht gestaltet haben.
 
Die Ausschreibungsfrist endet am 30. November 2019.
Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die aus Mitgliedern der Kirchenleitung, der Landessynode und Fachleuten der Entwicklungszusammenarbeit besteht. Bekannt gegeben werden die Gewinner am 21. Februar 2020 im Rahmen eines Eine-Welt-Preis-Festes in Hamburg. Die Auszeichnung wird seit 1996 alle zwei Jahre vergeben.
 
Weitere Informationen, Bewerbung und Kontakt:
Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche, Wichmannstr. 4 (Haus 10 Nord), 22607 Hamburg
Dr. Mirjam Freytag, mirjam.freytag@ked.nordkirche.de
Tel.: 040-30620-1530, www.ked-nordkirche.de/eine-welt-preis.html
4. Hinweise auf Termine // Veranstaltungen
21.10.-22.11.2019
Ausstellung: Whistleblowing – Licht ins Dunkel bringen!
Die Ausstellung zeigt Beispiele von mutigen Menschen, die ihr Schweigen gebrochen haben, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Die Schicksale der Betroffenen machen deutlich, dass ein Wandel im Umgang mit Hinweisgebern dringend erforderlich ist.
Zeit:  21.10 - 22.11.2019
Ort: Ratssaal des Rathauses der Landeshauptstadt Kiel, Fleethörn 9, 24103 Kiel
Teilnahme/Anmeldung: Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Gruppenführungen sind organisierbar über Roland Eichner von Transparency Deutschland per E-Mail an reichner@transparency.de.
Veranstalter: Transparency International Deutschland e. V. und Whistleblower Netzwerk e. V. in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein.
Weitere Informationen und Kontakt:
Transparency International, Deutschland e.V. Regionalgruppe Schleswig-Holstein, Marianne Rieckmann
(Stellvertr. Vorsitzende), www.transparency.de/
 

27.10.2019
Afrikatag in Rendsburg
Unter ganz besonderem Blickwinkel die Faszination des afrikanischen Kontinents und die Belange seiner Bewohner den Menschen hier im Lande näher zu bringen, ist Ziel des Vereins „Auf nach Afrika e.V.“, der den Afrika-Tag dieses Jahr bereits zum dreizehnten Mal ausrichtet.
Zeit: 27.10.2019  //  10-17:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum Hohes Arsenal, Arsenalstraße 2-10, 24368 Rendsburg
Teilnahme/Anmeldung: Kostenlos
Veranstalter: Eine Veranstaltung von Auf nach Afrika e.V. unterstützt durch Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und durch „Bingo! Die Umweltlotterie.
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt: Auf nach Afrika e.V., Detlef Mai (1. Vorsitzender), info@auf-nach-afrika.de  Tel.: 0151 40745689, www.auf-nach-afrika.de
 
 
29.10.2019
Infoabend zu Patenschaften: Eindrücke aus einer anderen Welt,
Wie lebt mein Patenkind wirklich und was hat das Kinderhilfswerk Plan International durch meine Patenschaft in dessen Heimat erreicht? Paten berichten in Wort und Bild, was sie bei Besuchen bei ihren Patenkindern erlebt haben.
Zeit: 29.10.2019  //   19.00 – 21.00Uhr
Ort: Kulturforum Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel
Teilnahme / Eintritt: 3€ / ermäßigt 1€ , nur Abendkasse
Veranstalter: Plan Aktionsgruppe Kiel in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Kiel
Weitere Informationen und Kontakt: Plan International Deutschland e.V. - Aktionsgruppe Kiel, Bianca Leidner, plan.ag.kiel@gmail.com, Tel.: 0176-78158134, www.plan.de und www.kiel.de/de/kultur_freizeit/museum/_kalendereintrag.php?249367-878271
 

2.11.2019
Fachtag: Internationale Kooperationen und Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit
Thema „Transkulturelle Kommunikation und Konfliktbearbeitung“
Zeit: 2.11.2019  //  14-18:00 Uhr
Ort: Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V., Walkerdamm 1, 24103 Kiel
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei. Für Verpflegung und Getränke wird gesorgt. Bitte melden Sie sich bis zum 23.10.2019 per Mail mit Angaben zu Ihrer Einrichtung und Kontaktdaten an: chiara@kultur-life.de oder telefonisch an 0431 8881412
Veranstalter: KulturLife gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), unterstützt durch ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND) im Rahmen des Programms „Promotorinnen für die Eine Welt“.
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
KulturLife gGmbH, Chiara Dickmann (Promotorin für internationale Kooperationen und Partnerschaften), chiara@kultur-life.de, Tel.: 0431-8881412, www.kultur-life.de/eine-welt-promotorinnen-programm/ und www.bei-sh.org/globalepartnerschaften Kiel
 
6.11.2019
Landesweite Fachtagung: Faire Kommunen in Schleswig-Holstein
Den Fairen Handel und in der eigenen Gemeinde, Stadt oder Region sichtbar etablieren und globale Verantwortung thematisieren: Als Netzwerktreffen bietet die Fachtagung die Möglichkeit für Steuerungsgruppen und Initiativen sowie weiterer Aktiven und Interessierten aus Politik, Gastronomie, Wirtschaft, Schulen und Einrichtungen sich über Entwicklungen, Erfahrungen und Beispiele auszutauschen und neue Aspekte und Erkenntnisse in die Arbeit vor Ort mitzunehmen.
Zeit: 6.11.2019   //  10:00 bis ca. 16:00 Uhr
Ort:  Bürgerhaus Kaltenkirchen Friedenstr. 9, 24568 Kaltenkirchen
Teilnahme/Anmeldung: Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben, die Anmeldung ist bereits über lisa.jakob@bei-sh.org möglich.
Veranstalter: Eine Veranstaltung des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit Eine Welt im Blick e.V. und der Steuerungsgruppe der Fairtade Town Kaltenkirchen.
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Eine Welt im Blick e.V. // Weltladen Heide // Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Lisa Jakob (Promotorin für zukunftsfähiges Wirtschaften und Projektleitung), lisa.jakob@bei-sh.org, Tel. (Kiel): 0431-679399-00, Mobil: 0176-87070316, www.bei-sh.org/fairerhandel
und www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/fachtagung-faire-kommunen-in-schleswig-holstein-2019
 
 
8.-10.11.2019
Seminarwochenende für junge Engagierte: Von der Idee zum Projekt!
Ganz im Sinne des Mottos “Think Global, Act Local” haben junge engagierte Menschen, die Ideen für Projekte und Aktionen umsetzen möchten, hier die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und in die konkrete Planung einzusteigen.
Zeit: 8.-10.11.2019    //    Anreise am Freitag bis 17:00 Uhr    //    Abreise am Sonntag ab 13:00 Uhr
Ort: Gästehaus bei artefact, Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt - Anmeldung bitte formlos bis zum 18.10.2019   an: charlotte.dase@bei-sh.org
Veranstalter: Regionale Bildungsstelle „Bildung trifft Entwicklung“ des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) gefördert von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Charlotte Dase (Bereich „Junges Engagement“ im Programm „Bildung trifft Entwicklung“), charlotte.dase@bei-sh.org, Tel.: 0176-20707346,
www.bei-sh.org/BtE-Junges-Engagement
 
 
8.11.2019
Afghanistan-Abend mit Musik, Essen, einer Film-Doku und Berichten
Am Freitag, 8. Nov. 2019 ab 19 Uhr veranstaltet der Verein Afghanistan-Schulen im Kulturhof in Hamburg-Dulsberg seinen nächsten Afghanistan-Abend mit afghanischer Musik, afghanischem Fingerfood, einem Video, das Schülerinnen selbst zuhause aufgenommen haben, und Berichten von den Bildungsprojekten. Alljährlich zeigt der Verein anlässlich des Afghanistan-Abends die schönen Seiten des Landes, das die Vorstandsmitglieder jedes Jahr bereisen. Der Verein feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen.
Zeit: 8.11.2019  //  19:00 Uhr
Ort: KULTURHOF, Alter Teichweg 200, 22049 Hamburg
Teilnahme/Anmeldung: Eintritt frei. Spenden willkommen.
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt:
Afghanistan-Schulen - Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.,
Marga Flader (Vorsitzende), Deefenallee 21 - 22113 Oststeinbek (Hamburg),
Flader@Afghanistan-Schulen.de, Tel. +49 (0)40-7122467 – Mobil: +49 (0)160-5813473 -
www.Afghanistan-Schulen.de - www.facebook.com/AfghanistanSchulen
 

9.11.2019
Studientag: Rassismus-Populismus #Stopp!
Zum Umgang mit Alltagsrassismus oder -populismus in der Flüchtlings- und Partnerschaftsarbeit mit Propst Block, Susanne Danhier und Berat-Net.
Zeit: 9.11.2019  //  11-15:00 Uhr
Ort: Zentrum kirchlicher Dienste, Am Alten Kirchhof 5, 24534 Neumünster
Teilnahme: Spende
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: Zentrum kirchlicher Dienste - Ökumenische Arbeitsstelle Altholstein, Silke Leng, Silke.leng@altholstein.de, Tel: 04321-498-128, Mobil: 01515-5029938, www.kirchenkreis-altholstein.de
 
 
12.11.2019
Bewerbungsfrist: Weltwärts – Freiwilligendienst (bei KulturLife in Kiel)
Gefördert durch das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) entsenden wir jährlich Freiwillige im Rahmen des weltwärts-Programms nach Ecuador, Botswana, Südafrika und Ghana.
Weitere Informationen, Bewerbung und Kontakt:
KulturLife gGmbH, Henrike Thelen, henrike@kultur-life.de, Tel. 0431 888 14 18,
www.kultur-life.de/freiwilligendienste/weltwaerts/
 
  
15.11.2019
Praxistag für "Globales Lernen" und "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (BNE)
Der landesweite Praxistag für "Globales Lernen" und "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (BNE) findet zum Thema „Müll vermeiden“ statt. Der Fachtag will inhaltliche und praktische Impulse zur Müllvermeidung geben und richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Studierende und außerschulische Bildungsakteur*innen.
Zeit: 15.11.2019  //  10-16:30 Uhr
Ort: Europa-Universität Flensburg, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei mit Anmeldung.
Veranstalter: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen - Schloss Gottorf, in Kooperation mit dem Institut für Umwelt-, Sozial- und Humanwissenschaften (Abteilung Geographie) der Europa Universität Flensburg. Unterstützt durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen und Bildungsreferentin), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen - Schloss Gottorf
Bereich "Bildung und Vermittlung", Schlossinsel 1, 24837 Schleswig,
nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813-160, Mobil: 0151-21753715,
https://www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/praxistag-globales-lernen-bne-2019
 

16.11.2019
Reparatur-Café Kiel-Gaarden: Hier bekommt die kaputte Kaffeemaschine eine zweite Chance
Zeit: 16.11.2019  //  13-16:00 Uhr
Ort: Vinetazentrum, Elisabethstr. 64, 24143 Kiel-Gaarden
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei.
Veranstalter: Wirtschaftsbüro Kiel-Gaarden in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Weitere Informationen und Kontakt: Wirtschaftsbüro Kiel-Gaarden, Jasmin Tahouni, info@wirtschaft-gaarden.de, Tel.: 0431 9799534-0, www.kiel.de/de/wirtschaft_arbeit/wirtschaftsbuero_gaarden und www.reparaturcafe-gaarden.de
 

16.11.2019
Filmvorführung: Film „Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier“
Filmvorführung im Rahmen der Fünfjahresfeier des Reperatur Cafés Gaarden. Gezeigt wird der Film „Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier“, welcher den Irrsinn unserer digitalen Konsumkultur herunterbricht und sinnbildlich für die europäische Wegwerfgesellschaft steht.
Zeit: 16.11.2019  //  17-19:00 Uhr
Ort: DeinRaum/ reCoworking space, Kirchenweg 22, 24143 Kiel
Teilnahme/Anmeldung: Kostenfrei. Keine Anmeldung notwendig.
Veranstalter: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), PerLe (Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen).
Weitere Informationen und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Katrin Kolbe (Projektleitung SDGs n SH),  katrin.kolbe@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-02, www.bei-sh.org/globalenachhaltigkeit
 
 
20.11.2019
Arbeitskreistreffen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und Globales Lernen im Kreis Schleswig-Flensburg
Beim zweiten Treffen des Arbeitskreises BNE/Globales Lernen im Kreis Schleswig-Flensburg in diesem Jahr soll die Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises im Fokus stehen.
Zeit: 20.11.2019  //  15-17:00 Uhr
Ort: Schloss Gottorf (Raum: Werkstatt/Germanenraum), Schlossinsel 1, 24837 Schleswig
Teilnahme/Anmeldung: Um Anmeldung bis zum 15. November wird gebeten.
Weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Nicole Gifhorn (Promotorin für Globales Lernen und Bildungsreferentin), Einsatzstelle: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen - Schloss Gottorf
Bereich "Bildung und Vermittlung", Schlossinsel 1, 24837 Schleswig,
nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Tel.: 04621-813-160, Mobil: 0151-21753715
www.schloss-gottorf.de/de/bildung-und-vermittlung-museumsinsel
Und Sylke Willig (Bildungskoordinierung für Neuzugewanderte), sylke.willig@schleswig-flensburg.de,
Tel.: 04621-87386
 
 
22.11.2019
Veranstaltungsreihe: Dialog zwischen Bauern und Verbraucher - Teil 3 von 4
Unter dem Motto „Die Gesundheit von uns allen steht auf dem Spiel“ möchten wir Sie zu einer vierteiligen Veranstaltungsreihe einladen. Um dem zu begegnen bedarf es eines produktiven „Dialogs zwischen Bauern, den Verbrauchern und der Politik“. In der Auseinandersetzung geht es nicht nur darum, Probleme aufzuzeigen, sondern um Problemlösungen. In Teil 3: Die Regionalwert Aktiengesellschaft, vertreten  durch den Vorstand Malte Bombien, stellt sich vor und die Möglichkeit einer bürgerlichen Beteiligung um Biobauern und Existenzgründern Kredite gewähren zu können. Damit sollen regionale Lösungen finanziert werden um den Verbrauchern ökologische Produkte zu erschwinglichen Preisen ermöglichen zu können.
Zeit: 22.11.2019   //   18.00 – 22.00 h
Ort: Bürgerhaus Süderbrarup, Kappelner Straße 27, 24392 Süderbrarup
Teilnahme/ Anmeldung: Kostenfrei. Über eine Spende freuen wir uns. Um Anmeldung wird gebeten.
Weitere Informationen, Veranstalter, Anmeldung und Kontakt: Agora Vitae e.V., Monika Dia-Schübel (Vorstand), schuebel.monika@gmail.com, Tel.: 04642 – 965 668, www.agora-vitae.de
 
 
30.11.2019
Bewerbungsfrist „Eine Welt Preis 2020“ der Nordkirche
Die Nordkirche hat den Eine-Welt-Preis 2020 ausgeschrieben. Mit dem Preis werden Gruppen und Einzelpersonen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geehrt, die sich „mit Phantasie, Hingabe und Kreativität für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen und dabei etwas Beispielhaftes und Neues geleistet haben“.
Weitere Informationen, Bewerbung und Kontakt:
Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche, Wichmannstr. 4 (Haus 10 Nord), 22607 Hamburg
Dr. Mirjam Freytag, mirjam.freytag@ked.nordkirche.de
Tel.: 040-30620-1530, www.ked-nordkirche.de/eine-welt-preis.html
 
 
1.12.2019
Weihnachtsmarkt in Geesthacht (Partnerschaft Afrika e.V.)
Partnerschaft Afrika ist Veranstalter des Geesthachter Weihnachtsmarktes, der 2019 zum 25. Male am 1. Advent stattfindet. Unabhängig vom Wetter draußen - bei uns ist es schön kuschelig! Neben Ständen mit attraktivem Kunstgewerbe aus Deutschland sowie aus Mali und eines Weltladens, gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Musik, Tombola, Glühwein, Suppe und großem Kuchenbuffet.
Zeit: 1.12.2019  //  10 bis 17:00 Uhr
Ort: Sporthalle Berliner Straße, Norderstraße 34, 21502 Geesthacht. Direkt am ZOB mit vielen kostenlosen Parkplätzen.
Teilnahme: Eintritt frei
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: Partnerschaft Afrika e.V., info@partnerschaft-afrika.de , www.partnerschaft-afrika.de
 
 
9.12.2019
Workshop: Nachhaltige Last-Minute Geschenke
Zeit: 9.12.2019  //  15:30-19:30 Uhr
Ort: Zentrum kirchlicher Dienste, Am Alten Kirchhof 5, 24534 Neumünster
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt: Zentrum kirchlicher Dienste - Ökumenische Arbeitsstelle Altholstein, Silke Leng, Silke.leng@altholstein.de, Tel: 04321-498-128, Mobil: 01515-5029938, www.kirchenkreis-altholstein.de
 
  
13.12.2019
X-MAS OPEN HOUSE beim Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) in Kiel
Bei einem Punsch und Snacks möchten wir mit Ihnen und Euch das Jahr ausklingen lassen und ins Gespräch kommen.
Zeit: 13.12.2019  //  10-14:00 Uhr
Ort: BEI SH, Sophienblatt 100, 24114 Kiel
Teilnahme: Kostenfrei ohne Anmeldung.
Weitere Informationen, Veranstalter und Kontakt:
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Martin Weber (Geschäftsführung),  martin.weber@bei-sh.org, Tel.: 0431-679399-01, www.bei-sh.org

Das Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)


Wir sind Dachverband entwicklungspolitischer
Organisationen aus Schleswig-Holstein.
Das landesweite Netzwerk bündelt Informationen,
sorgt für Verbindungen unter den Akteuren und
 wirbt für globale Gerechtigkeit in der Welt.
 

Unsere Aufgaben, Ziele und Aktivitäten:
  • Als Dachverband sind wir Sprachrohr für die Themen und das Engagement unserer Mitglieder.
  • Als Träger und Kooperationspartner sind wir beteiligt an Projekten mit entwicklungspolitischen Inhalten in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft.
  • Vernetzung und Austausch: Wir bringen weltweit Menschen zusammen die sich für die Zukunft unserer Welt einsetzen (regional, national und international).
  • Projektentwicklung und Organisationsberatung: Durch Beratungs- und Fortbildungsangebote fördern wir die Aktivitäten der Menschen aus dem Umfeld unserer Arbeit.
  • Als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
 
Unsere Schwerpunkte:
  • Fairer Handel, Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltige Beschaffung:
    Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen mit dem Fair Trade Prinzip.
  • Globale Partnerschaften und Entwicklung:
    Entwicklungszusammenarbeit in Schulpartnerschaften, Kommunalen Partnerschaften, Religiöse Partnerschaften, etc.
  • Migration und Entwicklung
    Obwohl alle Menschen auf demselben Planeten leben, sind die Lebenswelten und Kulturen sehr unterschiedlich. Wir müssen voneinander lernen, um gemeinsam die weltweite Zukunft gestalten zu können.
  • Durch Bildungsarbeit globale Zusammenhänge begreifbar machen, um die weltweite Entwicklung aktiv mitzugestalten.
 
Unser Grundsatz: "Global denken - lokal handeln"
 

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