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2. QUARTAL 2017

In dieser Ausgabe u.a.:
  • Festival zum Start: Junge Selbsthilfe "Elflein 11" (mit VIDEO)
  • Blick in Potsdams Partnerstädte: Hilft über den Berg – Selbsthilfe Luzern - Obwalden - Nidwalden
  • Gedanken zum Wohl: Zukunftswerkstatt Gesundheitsbezogene Selbsthilfe (mit VIDEO)
  • PASST: Sich selbst aus der Schuldenfalle helfen
  • Selbsthilfe-Radio (mit ausgewählten AUDIO-Podcasts)
  • Nachrichten & Termine
  • REFLEKTOR - die Selbsthilfekolumne

Neue Wege zu jungen Menschen finden

Festival zum Start der Jungen Selbsthilfe "Elflein 11" im SEKIZ

Potsdam – Seit Jahren reden alle Verantwortlichen von Politik, Krankenkassen und Selbsthilfeorganisationen davon, dass sich die Selbsthilfe verjüngen müsse, um zukunftsfähig zu bleiben. Leichter gesagt als getan, denn nach wie vor bleibt es schwierig, mit den herkömmlichen, durchaus gut nachgefragten Angeboten speziell junge Menschen zu erreichen. Also müssen wir etwas Besonderes auf die Beine stellen, um genau dieses Publikum anzulocken, sagte sich da das  Potsdamer Selbsthilfezentrum SEKIZ. „Wir haben uns gefragt: Wo gehen Jugendliche in ihrer Freizeit hin, was machen sie? Sie hängen gerne mit Freunden ab, chillen und hören Musik. Also bieten wir ihnen das einfach mal bei uns an“, sagt der SEKIZ-Vereinsvorsitzende Oliver Geldener. Anfang des Jahres war die Idee geboren, auf der Hermann-Elflein-Straße ein „Festival der Jungen Selbsthilfe“ mit Bühnenprogramm, Improvisationstheater und Live-Musik zu veranstalten. Aber natürlich kommt der Selbsthilfegedanke nicht zu kurz: Ein weiterer Höhepunkt des Festes wird die feierliche Eröffnung des neuen Treffpunkts Elflein11 sein, der künftig an jedem letzten Freitag im Monat seine Türen für Menschen zwischen 18 und 35 Jahren öffnet. Sie können sich hier unkompliziert begegnen, austauschen und über Selbsthilfeangebote informieren.
 

INFO:

Eröffnung des "Elflein 11" auf dem „Festival der Jungen Selbsthilfe“,
7. Juli 2017, 15-22 Uhr
auf der Hermann-Elflein-Straße
Vorbericht zu "Dann eben anders", dem Festival der Jungen Selbsthilfe
VIDEO (externer Link): Zum Starten ins Bild klicken

Quelle: SEKIZ TV auf Youtube



Blick in Potsdams Partnerstädte

Hilft über den Berg – Selbsthilfe im Schweizer Luzern

 
 
Eingang zur Selbsthilfe Luzern                                                    Foto: Selbsthilfe Luzern-Obwalden-Nidwalden
 
Luzern - Selbsthilfe in Potsdam gibt es, zumindest "offiziell", erst nach den politischen Umbrüchen 1989. Zuvor hatte das realsozialistische System keinen Platz für dieses Engagemt vorgesehen und eingeräumt. Doch auch im "alten Westen" war die Selbsthilfe keine Selbstverständlichkeit – hier galt es, diese emanzipatorische Idee erst einmal gegen die Beharrlichkeit konservativer Gesellschaftsstrukturen durchzusetzen und zu etablieren. Vergleiche sind also spannend. Aus diesem Grunde stellt NEUES VON ALLISE in loser Folge die Selbsthilfe in den in- und ausländischen Partnerstädten Potsdams vor. Nach der Vorstellung der Aktiven in der Bundesstadt Bonn geht der Blick diesmal ins schweizerische Luzern und seine benachbarten Kantone (Verwaltungsbezirke).

Mit den Verantwortlichen sind wir ins Gespräch gekommen:

INTERVIEW
 

"Es herrschte Pionierstimmung"

Ein Gespräch mit Isabel Portmann und Thomas Burri von Selbsthilfe Luzern-Obwalden-Nidwalden



Seit wann gibt es das jetzige Selbsthilfezentrum und was waren die ersten Aktivitäten?

Die ersten Aufgaben 2005 waren die Suche nach einem Raum für die Geschäftsstelle und die Selbsthilfegruppen sowie die Bestandesaufnahme der existierenden Gruppen. Es gab zwar alte Listen aus der Zeit erster, noch unvollendeter Anläufe. Viele Gruppen waren darauf jedoch nicht verzeichnet und mussten recherchiert werden. Es herrschte Pionierstimmung, die Geschäftsstelle war mit 40 % knapp besetzt. Priorität hatten auch die Sicherung der Finanzierung und der Aufbau einer Webseite. Die Selbsthilfegruppen waren froh, dass eine zentrale Anlaufstelle entstand. Die Anfragen in den ersten Monaten waren nicht sehr komplex, in erster Linie waren es Betroffene, die den Kontakt zu den Gruppen suchten. Bald meldeten sich aber auch Fachpersonen und Menschen, die eine neue Gruppe aufbauen wollten. Schritt für Schritt wuchsen wir in unsere Aufgaben hinein.

Ist die Selbsthilfe bei Ihnen in der Breite akzeptiert oder gibt es noch viele Hemmungen?

Obwohl die gemeinschaftliche Selbsthilfe auf breiter Ebene akzeptiert ist und vielen Menschen die Methode der Selbsthilfe ein Begriff ist, gibt es noch immer eine grosse Hemmschwelle. Wir stellen fest, dass der Begriff "Selbsthilfegruppe" teilweise noch immer verstaubte oder falsche Bilder hervorruft. Einige Gruppen verwenden deshalb anstelle der Bezeichnung "Selbsthilfegruppe" bewusst die Bezeichnung "Gesprächsgruppe".

Wie sorgen Sie dafür, dass junge Menschen die Selbsthilfe-Idee leben? Haben Sie "Nachwuchs"? In Potsdam machen wir Kampagnen/Werbung für die "Junge Selbsthilfe".

Die Tendenz der "Überalterung" in Selbsthilfegruppen ist auch bei uns ein grosses Thema. Gemäss einer aktuellen nationalen Studie liegt das Durchschnittsalter bei 51 Jahren. Junge Menschen vermehrt zu erreichen, steht bei uns, sowohl regional wie auch national, ganz oben auf der Agenda. In diesem Zusammenhang wurden und werden aktuell verschiedene Massnahmen und Projekte erarbeitet – beispielsweise mittels einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit. Unter anderem wurde 2016 der Nationale Tag der Selbsthilfe lanciert, welcher jährlich am 21. Mai stattfindet und nebst einer nationalen Dachkampagne auch regionale Veranstaltungen vor Ort beinhaltet. Der Nationale Tag der Selbsthilfe will die gemeinschaftliche Selbsthilfe bekannter machen und die gesellschaftliche Akzeptanz für Selbsthilfegruppen fördern. Verstaubte oder falsche Bilder wollen aufgebrochen, Berührungsängste abgebaut und der Zugang zur Selbsthilfe erleichtert werden. Zudem werden neue Formen der gemeinschaftlichen Selbsthilfe geprüft und gefördert, unter anderem im Bereich der virtuellen Selbsthilfe oder social media.

Was sind Ihre strategischen und inhaltlichen Ziele für die nächsten Jahre?

Die strategischen und inhaltlichen Ziele sind bis 2020 festgelegt und in einem Geschäftsplan festgehalten. Auf die meisten Ziele wurde in den vorgängigen Fragen bereits eingegangen. Da die Ziele sehr umfangreich sind, nachfolgend nur ein paar Auszüge: Weiterentwicklung der Qualitätssicherung, Besuch von Weiterbildungen durch die Mitarbeitenden, Bedürfnisabklärung bei den Selbsthilfegruppen mittels Umfragen, Ausgewählte Zielgruppen (Jugend, Männer, Menschen mit Migrationshintergrund) sollen verstärkt angesprochen/gefördert werden. Neue Formen der gemeinschaftlichen Selbsthilfe werden geprüft und gefördert, z.B. Peer support, virtuelle Selbsthilfe etc.. Diese Liste ist nicht abschließend.

Herzlichen Dank für das Gespräch!
 

Hintergrund:

Mit Hartnäckigkeit und Überzeugung zum Erfolg: Selbsthilfe in Luzern


Der Rückblick ist eine Geschichte der Beharrlichkeit: Ab den 80er-Jahren gab es immer wieder Bemühungen, in Luzern eine Selbsthilfekontaktstelle bzw. ein Selbsthilfezentrum zu etablieren. Zwei bis drei Anläufe scheiterten jedoch aus finanziellen Gründen und fehlender politischer Akzeptanz. Die Zeit für gemeinschaftliche Selbsthilfe war in der katholischen Zentralschweiz ("Urschweiz") zu dieser Zeit offenbar noch nicht reif, vermuten Isabel Portmann und Thomas Burri, die zwei Leitungskräfte der Selbsthilfe in Luzern. 2005 lancierte die Dachorganisation Selbsthilfe Schweiz eine neue Initiative. Dank deren fachlichem und finanziellem Engagement gelang der nachhaltige Aufbau des heutigen Selbsthilfezentrums. Der Zuständigkeitsbereich konnte auf die kleineren Kantone Obwalden und Nidwalden ausgedehnt werden, so dass sich mit Luzern mittlerweile drei Kantone an der Finanzierung beteiligen.

Die Selbsthilfe arbeitet nach konkreten Standards der Selbsthilfe Schweiz: Sie ist die nationale Dachorganisation der regionalen Selbsthilfezentren und engagiert sich auf verschiedenen Ebenen für die konsequente Förderung der Selbsthilfegruppen, der Selbsthilfezentren und aller Massnahmen, welche die Idee und Methoden der gemeinschaftlichen Selbsthilfe unterstützen. Sie vertritt die gemeinschaftliche Selbsthilfe in ihrem gesamten Themenspektrum. Die Stiftung hat einen Leistungsauftrag des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) und verfolgt keinerlei Erwerbszweck. Sie ist politisch und konfessionell neutral. Die Struktur und die Arbeitsweise der Stiftung und deren Geschäftsstelle entsprechen einer Empfehlung der WHO Europa.

Selbsthilfe Schweiz hat den Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV), sich für die Selbsthilfe und für Leistungen der Eingliederung von Menschen mit Behinderung gesamtschweizerisch einzusetzen. Hinter Selbsthilfe Schweiz steht das lokale Engagement von vielen professionellen Mitarbeitenden der regionalen Selbsthilfezentren. Die auf Selbsthilfeförderung spezialisierten 19 Selbsthilfezentren bieten kompetente Hilfe rund um den Aufbau und die Begleitung von Selbsthilfegruppen an.

Sie sind Unterleistungsvertragsnehmerinnen der Stiftung Selbsthilfe Schweiz und daher den Qualitätsbedingungen und Richtlinien von Selbsthilfe Schweiz und des BSV unterstellt. 2009 wurden differenzierte Qualitätsstandards entwickelt, welche ein integrierter Bestandteil der Richtlinien sind. Dadurch entstand ein Instrument zur Überprüfung der Arbeitsqualität im Bereich Selbsthilfeberatung (Richtlinien für die fachlichen und institutionellen Voraussetzungen eines Selbsthilfezentrums). Die Qualitätsstandards werden regelmässig überprüft. Innerhalb der Selbsthilfezentren bilden sich sogenannte Audit-Teams. In der Regel sind dies drei Selbsthilfezentren, welche sich gegenseitig auditieren, und daraus resultierend, einen Bericht erfassen und Empfehlungen abgeben.

Der Staat bzw. die Kommune spielen eine sehr große Rolle bei der Unterstützung. Seit 2001 besteht, wie bereits oben erwähnt, ein Leistungsvertrag mit dem Schweizer Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), der für die Selbsthilfezentren endlich die lange ersehnte öffentliche Anerkennung bedeutete. Von der Situation in Deutschland, so Portmann und Burri, seien sie jedoch noch weit entfernt. Eine politische Verankerung fehlt noch immer. Eine politische Verankerung ist zentral für die langfristige Vision, dass die gemeinschaftliche Selbsthilfe ein integraler Bestandteil des Sozial- und Gesundheitswesens in der Schweiz wird. Zur politischen Verankerung gehört, neben der Einflussnahme auf die parlamentarischen Abläufe auf nationaler Ebene auch die Einbindung in die nationale Strategie "Gesundheit 2020". Die gemeinschaftliche Selbsthilfe soll als ein wichtiger Pfeiler des Gesundheits- und Sozialwesens politisch und gesellschaftlich anerkannt und gefördert werden. Selbsthilfe Schweiz, die nationale Dachorganisation der 19 regionalen Selbsthilfezentren, appelliert an die Akteure des Eidgenössischen Departements des Innern (vergleichbar dem deutschen Innenministerium), sich für die Anerkennung und Förderung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe im Rahmen der gesundheitspolitischen Agenda "Gesundheit 2020" einzusetzen.

Neben der finanziellen Unterstützung durch den Staat spielt für das Selbsthilfezentrum selbstverständlich auch die regionale Unterstützung der Stadt und der drei Kantone des Einzugsgebietes eine grosse Rolle. Hauptgeldgeberin ist der Luzerner Zweckverband für institutionelle Sozialhilfe und Gesundheitsförderung (ZiSG). Ähnlich wie auf staatlicher Ebene mit dem BSV finden auch auf regionaler Ebene regelmässige Verhandlungsgespräche mit dem ZisG statt, und die finanzielle Unterstützung muss regelmässig neu ausgehandelt werden. Ähnlich wie in anderen Kantonen ist auch in Luzern der Spardruck, v.a. im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich deutlich spürbar.
 

INFO:

Zur Website der Selbsthilfe Luzern geht es hier
 
Oben links: Auf dem Schweizer "Nationalen Tag der Selbsthilfe"; oben rechts: Selbsthilfe-Café; unten links: Ausstellung im Surseepark; unten rechts: Logo
Fotos / Grafik (4): Selbsthilfe Luzern-Obwalden-Nidwalden



Gedanken zum Wohl

Die Zukunft der Selbsthilfe – neue Wege analog und digital

 
 
Potsdam – Wie wird die Selbsthilfe-Landschaft im Jahre 2035 in Brandenburg aussehen? Wie wird sie sich finanzieren, welche Angebote in Stadt und Land werden dann noch zeitgemäß sein? Diesen und anderen drängenden Fragen widmete sich die „Zukunftswerkstatt Gesundheitsbezogene Selbsthilfe“, die am 1. Juni 2017 im Seminaris Seehotel in Potsdam stattfand.
Sie wurde von verschiedenen Trägern wie der brandenburgischen Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen LAGS, der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Brandenburg, den Paritätern, der brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen sowie der Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe im Land Brandenburg veranstaltet. An ihr nahmen Vertreter der Kommunen, des Landes, der Krankenkassen sowie von Selbsthilfeorganisationen teil.
Zukunftswerkstatt – das bedeutet: In verschiedenen Gruppen hatten die Seminarteilnehmer in der ersten Arbeitsphase die Gelegenheit, zunächst am gegenwärtigen System schonungslose Kritik zu üben. Nach der Mittagspause durfte dann geträumt werden: Wie sieht die ideale Selbsthilfe-Landschaft in Brandenburg aus? In der dritten und letzten Phase schließlich wurde versucht, aus Traum und Wirklichkeit reale Projektideen abzuleiten, zum Beispiel einen Bürgerbus für den ländlichen Raum sowie eine Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit und der Internetauftritte, um mehr jüngere Menschen zu erreichen. Eine Zusammenfassung des ergebnisreichen Tages am Templiner See finden Sie im folgenden Video:
Zukunftswerkstatt Gesundheitsbezogene Selbsthilfe
VIDEO (externer Link): Zum Starten ins Bild klicken

Quelle: SEKIZ TV auf Youtube



Spezialtraining ohne Zeigefinger

Mit PASST selbst aus der Schuldenfalle kommen

 
 
Spätestens, wenn die eigene wirtschaftliche Existenz gefährdet wird, sollte man sich zu helfen wissen. Doch das ist leicht gesagt, wenn bislang das Wissen oder das Gefühl dafür gefehlt hat, wie mit finanziellen Dingen im Alltag umzugehen ist. Das kann viele Gründe haben: die persönliche, seelische Situation, mangelnde Erfahrung oder Überforderung. Doch (fast) keine Lage von Schuldnerinnen und Schuldern scheint so aussichtlos, dass sie nicht wieder festen Halt und den Weg in einen vernünftig und tragfähig organisierten finanziellen Alltag zurückfinden könnten.
Das sogenannte Präventive Antischulden- und Solvenztraining, kurz PASST, stößt dafür die Türen auf. Das Gute daran: es ist keine bloße Schinderei und Büffelei, bei der sich Menschen ihre Lektion in Sachen finanzielle Selbstkontrolle abholen sollen. "Das Angebot setzt auf den Willen zur Veränderung und geht auf die Betroffenen ein. Das geht soweit, dass bewusst eine Trainerin und ein Trainer zusammenarbeiten. Für manchen ist es eben eine Hemmschwelle, sich einem Mann oder aber einer Frau mit seinen Problemen zu öffnen", sagt Trainer Günther Hornberger, Experte für Soziale Arbeit und Hilfe zur Erziehung. Gemeinsam mit Sozialpädagogin und Schuldnerberaterin Karina Thieme leitet er das Angebot. Das Konzept setzt darauf, konkret in der Sache, aber in entspannter Atmosphäre und auf eingängige Weise den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtige Fähigkeiten zu vermitteln – um ihre alten Geldprobleme zu meistern und neue zu verhindern. Wie lebensnah das geschieht, machen schon die Titel der Trainingseinheiten deutlich:
"Meine Wünsche und Bedürfnisse kennen und lernen", "Rechnen im Alltag", Geschenke, Freizeit und schöne Aktivitäten ohne Geld" oder auch "Was tun beim Gläubigerpost?". Wie Theorie mit Praxis zusammentrifft und dabei auch noch die Lebensfreude nicht zu kurz kommt, wird bei "Rechnen im Alltag" deutlich. "Wir planen ein gemeinsames Grillen auch zusammen. Fragen wie: `Was wird das kosten?´ `Welche Menge benötige ich?´oder `Wo kaufe ich preiswert und gut ein?´ werden so ganz lebenspraktisch gemeinsam mit entsprechender Vorbereitung eingeübt", berichtet Hornberger.
Und so entstehen gleich mehrere Dinge: das richtige Verständnis für das gute Haushalten, sozialer Zusammenhalt und neues Selbstvertrauen.
 

INFO:

Die Trainingsleitung ist mobil unter 0159 07 02 52 51 oder per Mail unter passt@soziale-stadt-potsdam.de zu erreichen.


 

AKTIV

Selbsthilfe-Gruppen & Partner/innen berichten
 


Stadt Potsdam startet Zukunftskonferenz

Teilhabeplan 2.0: Mitdenken. Mitreden. Mitgestalten.

Potsdam – Vor fünf Jahren wurde der Lokale Teilhabeplan für Potsdam unter Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger sowie themenspezifischer Akteure aufgestellt. Der Lokale Teilhabeplan analysiert die Lebenslagen von Menschen mit Behinderung und benennt Defizite und Hindernisse, die der Verwirklichung einer umfassenden Teilhabe im Wege stehen. Dabei werden Ressourcen und Potenziale bei Akteuren und Gruppen der Stadtgesellschaft identifiziert und Lösungsvorschläge sowie konkrete Maßnahmen formuliert. Es soll die Gesellschaft sein, die ihre Strukturen an Menschen mit Behinderung anpasst und nicht umgekehrt. Es geht um: „Teilhabe für Alle!“
Jetzt soll dieser Maßnahmeplan unter breiter Beteiligung fortgeschrieben werden. Dazu lädt die Stadt Potsdam ein – bei einer Zukunftskonferenz am 17. und 18. Juli 2017.
Wer mehr erfahren möchte findet, auch in Leichter Sprache, alle notwendigen Informationen hier.
 

KOMPAKT

Nachrichten, Tipps & noch mehr Termine
 

Jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr ist das Selbsthilfe-Radio HELP FM auf Radio BHeins in Potsdam auf 95,3 MHz, auf DAB+ Kanal 7B und im Internet unter BHeins.de zu hören. Im Mittelpunkt stehen - natürlich - Selbsthilfe-Themen und -Ereignisse aus Potsdam und der Region.
Die Sendungen können auch als Podcast nachgehört werden. Eine Auswahl der jüngsten Sendungen zu den Themen (externe Links):

 
JUSEFFO – Junge Selbsthilfe Frankfurt (Oder)
Ernährungstipps bei chronischen Erkrankungen
Gesünder ohne Stress – durch Meditation




Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg

Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ startet Ende August

Angehörige von Menschen mit Demenz sind häufig mehrfach belastet. Sie erleben eine Krankheit, die vom Verlust gemeinsamer Erinnerungen und Erfahrungen geprägt ist. Das Wichtigste, das einander nahe stehende Menschen haben. Darüber hinaus muss die tägliche Pflege bewältigt werden.
Mit Schulungsprogramm “Hilfe beim Helfen“ ab 29. August 2017 möchten wir Wissen und viele Informationen vermitteln sowie einen Erfahrungsaustausch und praktische Hilfen anbieten.
Folgende Themen stehen im Mittelpunkt:
  • Krankheitsbild
  • Umgang mit dem Erkrankten
  • rechtliche und finanzielle Fragen
  • Betreuungs- und Entlastungsmöglichkeiten
Die Schulungsreihe ist so aufgebaut, dass Fragen der Teilnehmer/innen im Mittelpunkt stehen. Das Anliegen ist, die Erfahrung zu vermitteln, dass Angehörige mit dieser schweren Aufgabe nicht allein gelassen sind.
Damit eine entspannte Teilnahme am Kursangebot möglich ist, wird die Betreuung der erkrankten Angehörigen durch  qualifizierte ehrenamtliche Helferinnen angeboten.
 

INFO:

Start am 29. August 2017. Treffen jeweils 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Zeppelinstraße 163a, 14471 Potsdam. Die Anmeldung ist spätestens bis zum 24.08.2017 erbeten. Es ist problemlos möglich, sich vorab telefonisch zu informieren:
Frau Wagner, Tel. 0331/ 620 77 91 (bitte AB benutzen)

Programm
  • Dienstag, 29.08.2017
    Wissenswertes über Demenzerkrankungen Referentin: Frau Dr. Hoffmeyer, Fachärztin für Neurologie,  Ernst von Bergmann Klinikum, Potsdam
     
  • Dienstag, 05.09.2017
    Was ändert sich durch die Erkrankung und wie kann ich damit umgehen?
    Referentin: Frau Neumann, Alzheimer – Gesellschaft Brandenburg
     
  • Dienstag, 12.09.2017
    Konflikte und Belastungen im Alltag
    Referentin: Frau Wagner, Fachkraft für gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung
     
  • Dienstag, 19.09.2017
    Informationen zur Pflegeversicherung
    Referentin: Frau Brockmeier, Pflegestützpunkt Potsdam
     
  • Dienstag, 26.09.2017
    Die Pflege von Menschen mit Demenz – im schweren Stadium der Erkrankung
    Referentin: Frau Kretzer, Krankenschwester
     
  • Dienstag, den 10.10.2017
    Rechtliche und ethische Fragestellungen – Betreuungsrecht und Vorsorgevollmacht
    Referentin: Frau Grunewald-Feskorn, Juristin
     
  • Dienstag, 17.10.2017
    Neue Wohnformen
    Referentin: Frau Lück, Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V.
     
  • Dienstag, 24.10.2017
    Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige
    Referentin: Frau Wagner,  Kontakt- und Beratungsstelle  für Menschen mit Demenz und deren Angehörige
Eine Initiative der Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e.V. und der Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige, unterstützt von der BARMER.


Haus der Begegnung (Paritäter)

Neue Website mit Zweimonats-Programm online

Klarer, übersichtlicher, ansprechender: Das Haus der Begegnung ist seit kurzer Zeit mit einem neuen Netzauftritt im Internet präsent. Gewohnte Farben und der typische Stil blieben erhalten, doch alles ist jetzt aufgeräumter und leichter zu erkennen. Oben rechts klicken genügt, und schon wird auf die Darstellung in Leichter Sprache umgeschaltet – genau das Richtige, um die Botschaft des "offenen Hauses" wirklich bei allen ankommen zu lassen. Die AlliSe gratuliert!
Wer es sich anschauen möchte, findet hier auch das frische Sommerprogramm – einfach hier klicken.

 

AWO-Bezirksverband Potsdam

Barrieren überwinden – Hilfe finden


Ein Vierteljahrhundert: so lange hat die AWO Erfahrung gesammelt und Kompetenz entwickelt in Sachen Suchtberatung. Das Jubiläum nehmen die Fachleute zum Anlass, am 14. Juli ein Fest mit reichlich Mehrwert auszurichten. Unter dem Motto „Barrieren überwinden – Hilfe finden“ wird die Suchthilfe im Wandel der Zeit präsentiert. Es warten nicht nur spannende Workshops, Infostände und Vorträge, sondern auch ein buntes Programm, Discgolf, Tischtennis und viele Extras auf die Gäste. Und es kann lecker zum Fest geschmaust werden: mit Gegrilltem, Mixgetränken und Mittagsimbiss. Jetzt schnell anmelden!
 

INFO:

Das Fest findet am 14. Juli 2017 ab 12 Uhr auf dem Gelände der AWO-Akademie, Röhrenstraße 1, 14480 Potsdam statt.
Die Rückantwort möglichst rasch auch per Fax oder E-Mail senden unter: Fax: 0331 / 73040750, E-Mail: suchtberatungsstelle@awo-potsdam.de

 

Deutscher Diabetiker Bund LV Brandenburg

Weltdiabetikertag: Film und Informationen aus erster Hand


Zum Weltdiabetestag verstärkt der Deutsche Diabetikerbund (DDB) Landesverband Brandenburg erneut seine Aufklärungsarbeit: In Kooperation mit dem Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus DiabeWeltdiabetestages findet am 15. November eine große Informationsveranstaltung statt – dazu kommt eigens der DDB-Bundesvorstand mit der 1. Bundesvorsitzenden Sandra Schneller in die Stadt. Zudem wird eine Zusammenstellung der filmischen Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes gezeigt.
 

INFO:

Informationsveranstaltung am Mittwoch, 15. November 2017 von 14-17 Uhr , Wissenschaftsetage im Bildungsforum, Am Kanal 47,
14467 Potsdam (Stadtbibliothek)

 

Borrelliose-Selbsthilfegruppe Potsdam

Vortrag: Toxine im Zusammenhang mit Lyme-Borreliose
                                

Was haben Toxine mit Lyme- Borreliose und anderen chronischen Infektionen zu tun? Die Toxikologie ist die Lehre von den Giften und Vergiftungen. Toxine sind giftige Stoffwechselprodukte u.a. von Bakterien, Pilzen, Tieren oder auch Pflanzen. Dies haben viele in ihrem Krankheitsverlauf sicher schon gehört. Doch welche Zusammenhänge bei Infektionen? Gibt es weitere Störfaktoren, die die Krankheit belasten, wie z. B. Umweltgifte und Elektromagnetische Felder?
All diese Fragen sollen in diesem Vortrag von Rolf Jansen-Rosseck,
Arzt und DTM&H (Diploma Tropical Medicine and Hygiene), hinterfragt und beantwortet werden, damit bei der Therapie von Infektionen auch diese Zusammenhänge mit berücksichtigt werden.
 

INFO:

Vortrag am Mittwoch, 20. September 2017, 18 Uhr. Der Ort wird demnächst auf den Seiten www.sekiz.de und der AlliSe-Seite www.selbsthilfe-potsdam.info veröffentlicht.

Finale
im...

 

Zwischen Offenheit und Selbstschutz


Selbsthilfegruppe, das bedeutet auch Schutzraum. Hier verstehen sich die Aktiven, werden die oft sehr spezifischen Sorgen ernst genommen und nicht, wie oft "draußen", abgetan, ignoriert oder schlimmstenfalls stigmatisiert.
Und wo Schutz zu finden ist, kann auch Vertrauen wachsen. Verständlich also, das nicht wenige Selbsthilfegruppen vorsichtig damit sind, sich in den Rest der Gesellschaft so öffnen, das ihre Arbeit verstanden, kennengelernt und mehr wertgeschätzt wird.
Doch das ist notwendig, damit Selbsthilfe nicht ein schwer zugänglicher Weg wird oder bleibt. Menschen, die von der Wohltat und Wirkung der Selbsthilfe nichts wissen oder auch nur ahnen, müssen genau dafür ein Gefühl bekommen und es erleben dürfen: das Selbsthilfe unter Menschen, die ein gleiches Problem oder Schicksal verbindet, neuen Lebensmut, mehr Lebensqualität und Selbstwirksamkeit hervorbringen kann.
Das heißt aber nicht, dass die Selbsthilfegruppen ihre teils notwendige oder liebgewonnene Anonymität und Verbindlichkeit aufgeben sollten. Es geht viel mehr darum, einen klugen Weg zu finden, sich für Hilfesuchende bemerkbar und erkennbar zu machen und in der Politik in Stadt und Land bzw. der  Gesellschaft einen Anspruch deutlich zu machen, der lautet: Wir leisten wertvolle Arbeit, wir verdienen Unterstützung ideeller und materieller Art und wollen mit unseren Bedürfnissen gehört werden.
Auch deshalb und vor allem dafür gibt es uns: die Allianz für die Selbsthilfe in Potsdam, die AlliSe. Sie ist auch ein Schutz- und Entfaltungsraum für ganze Selbsthilfegruppen: Hier können sie sich zu Wort melden: nach außen zu hören – nach innen geschützt. Ein wichtiger Schritt, damit die Selbsthilfe auch in den kommenden Generationen weiter lebt und aufblüht.


Neuigkeiten aus der Selbsthilfe bei der AlliSe melden?
Kontaktieren Sie den AlliSe-Reporter Sven Rosig:

0179 112 8882
oder
srosig(at)o2online.de

 

(Mobilfunk, es können je nach Einwahlart unterschiedlich hohe Kosten anfallen.
Informieren Sie sich bitte bei Ihrem Kommunikationsanbieter.)
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