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Ringele AG - Newsletter 2016
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Editorial

<<Anrede>> <<Last Name>>

Nachdem sich in den letzten Jahren die Schweizerische Industrie mit dem Kursverhältnis zum Euro von CHF 1.20 zunehmend arrangieren konnte, wurde mit dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank von Mitte Januar 2015, den Euromindestkurs aufzugeben, der Druck weiter erhöht. Wir alle sahen uns in diesem Moment schlagartig um den Nutzen unserer hart erarbeiteten Produktivitätsfortschritte gebracht. Nach einem kurzen Moment der Ratlosigkeit haben wir mit unserer Führungsmannschaft die Herausforderung angenommen und das grösste je in unserer Firma realisierte Sparprogramm initialisiert und – basierend auf unserer Lean-Kultur – weitere Produktivitätsfortschritte realisiert.

Eines wurde durch diesen weiteren von der Nationalbank verordneten Einschnitt allen Mitarbeitenden der Firma Ringele klar: Ohne die vor 10 Jahren gestartete konsequente Umsetzung von Lean-Production und Lean-Office wären wir anhaltend ratlos vor dieser Herausforderung gestanden.

Verstärkt durch die zunehmende Fertigungstiefe mit Pulverbeschichtung, Nasslackierung, spanender Bearbeitung, Elektropolieren, Tampondruck und Klebeprozess nach DIN 6701 sowie den daraus resultierenden zusätzlichen Kompetenzen, können wir Ihnen eine hohe Geschwindigkeit bei Neuproduktentwicklungen und bei Änderungen bieten. In einer Zeit, in der «Time to Market» immer wichtiger wird, ein gutes Argument für eine Zusammenarbeit mit uns. Darüber hinaus können wir mit diesem zusätzlichen Können wirkungsvoll Risiken aus der Supply Chain eliminieren. Wir werden deshalb auch diesen Weg – wie die Lean-Kultur – konsequent fortsetzen.

Andreas Zurbrügg und Urs Leuenberger

Grossteile pulverbeschichten und nasslackieren


Wir verfolgen konsequent den Weg hin zu einem Komplettanbieter. Deshalb haben wir unsere inhouse Pulverbeschichtung, wie vorgesehen, für Grossteile und Nasslackieren erweitert – und dies nur wenige Monate nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Pulverbeschichtungsanlage durch Fachspezialisten.
Entfettung sowie Pulverbeschichtung oder Nasslackieren von Stahl- und Aluminiumkonstruktionen.
Maximale Abmessungen (LxBxH) von 3200 x 1300 x 1800 und einem Bauteilgewicht bis 400 kg

Ringele AG investierte für diese zweite Ausbaustufe in eine Beschichtungsanlage für Grossteile mit den maximalen Abmessungen (LxBxH) von 3200 x 1300 x 1800 und einem Bauteilgewicht bis 400 kg. Stahl- und Aluminiumkonstruktionen können in unserer Anlage in hoher Qualität zu marktgerechten Preisen entfettet und anschließend pulverbeschichtet oder nasslackiert werden.

Die Anlagenerweiterung besteht aus einer Abdampf- Lackierkabine sowie einem separaten, elektrisch beheiztem Trocknungs- und Einbrennofen. Ein ausgeklügeltes Abluftsystem trennt Wasserdampf und Farbnebel in der Kabine. Über ein 3-fach-Filtersystem wird der Farbnebel gereinigt. Das anfallende Abwasser wird in der neuen, hauseigenen Abwasseraufbereitungsanlage umweltgerecht aufbereitet und anschließend entsorgt. Eine zusätzliche Handschiebebahn mit automatischer Hub- Senkstation verbindet die neue Anlage mit der bestehenden Pulverbeschichtungskabine. 

Nach 3.5 Monaten Bauzeit wurde die Anlage vom Amt für Umwelt, der SUVA, dem KIGA und dem Lufthygieneamt abgenommen und der Produktion übergeben. Wir freuen uns, dass uns damit ein weiterer Schritt in Richtung Komplettanbieter gelungen ist und bei unseren Kunden auf grosses Interesse stösst.

Kleben für zuverlässige Verbindungen:
neuer zertifizierter Fügeprozess


Seit Anfang 2015 haben wir Kleben als zuverlässige Fügetechnik weiter professionalisiert. Mit Hilfe von drei ausgebildeten Klebfachmännern und der entsprechenden Infrastruktur haben wir ein «Technologiezentrum Kleben» geschaffen. Eine Betriebsprüfung im Juli 2015 hat bestätigt, dass wir die Normforderungen der DIN 6701 zum Kleben im Schienenfahrzeugbau erfüllen und der Ringele AG die Zulassung zum Kleben von Schienenfahrzeugbauteilen der Klasse A2 erteilt.
Das Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe, wie z.B. Metall + Glas, wird durch Kleben ebenso möglich,
wie das Herstellen unsichtbarer Verbindungen ohne Schraubenköpfe, Nieten oder Schweissnähte.

Kleben ist ein Fügeverfahren, das – korrekt angewendet und für die richtige Verbindung eingesetzt – gegenüber anderen Verfahren wie Schweissen, Schrauben, Nieten usw. Vorteile hat. Beim Kleben werden die Teile thermisch nicht beeinflusst. Es tritt kein Wärmeverzug auf und bleiben Spannungen aus. Thermisch unbeeinflusst bedeutet auch, dass die Oberflächen der Bauteile und die innere Struktur der Bleche nicht gestresst werden. Dies hat in den meisten Fällen eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit zur Folge. Das Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe, wie z.B. Metall + Glas, wird durch Kleben ebenso möglich, wie das Herstellen unsichtbarer Verbindungen ohne Schraubenköpfe, Nieten oder Schweissnähte. Dadurch wird eine grosse Design-Freiheit erreicht. Klebverbindungen können über das reine Verbinden hinaus weitere Funktionen übernehmen wie zum Beispiel: Schwingungen dämpfen, thermisch und elektrisch isolieren oder Fertigungstoleranzen ausgleichen.

Zuverlässig ist eine Klebeverbindung erst dann, wenn alle Parameter, die den Klebeprozess beeinflussen können, bekannt und beherrscht sind. Klar definierte Umgebungsbedingungen, detaillierte Klebanweisungen, ausgebildetes Personal, Überwachung der Klebungen im Vier-Augen-Prinzip durch eine unabhängige Klebaufsicht, chargengeführte und kontrolliert gelagerte Klebstoffe, Protokollierung der Klebaufgaben und Sicherstellen einer eindeutigen Rückverfolgbarkeit sind nur einige der Voraussetzungen, die wir konsequent beachten, um prozesssicher Klebverbindungen herstellen zu können. Die Zuverlässigkeit der Klebverbindungen weisen wir mit Arbeitsproben vor Fertigungsbeginn nach. Dazu setzen wir eine Zug-Scherversuchmaschine ein, mit der die mechanischen Gütewerte des Klebstoffs geprüft werden.

Unsere Klebspezialisten wurden von unseren Kunden bereits in zahlreichen Projekten frühzeitig in den Design-Prozess involviert und konnten mit ihren Vorschlägen die Entwicklung einer klebgerechten Konstruktion unterstützen.

Computer Aided Manufacturing (CAM) für Abkanten


Zur Optimierung unserer Abkanntprozesse setzen wir neu CAM ein. Ende 2015 wurden zwei neue Offline-Programmierungsplätze in den Abteilungen Abkanten und Konstruktion eingerichtet. Weil die Konstruktion «offline», also nicht an der Maschine erfolgen kann, verkürzen sich die Maschineneinrichtzeiten gegenüber dem konventionellen Abkanten um 50%.
CAM steigert Prozesssicherheit und -geschwindigkeit

Neu sind alle bei Ringele AG verfügbaren Abkantwerkzeuge in einem zentralen Werkzeugkatalog erfasst. Somit können Blechabwicklungen schnell und optimiert erstellt werden. Mit Hilfe der neuen CAM-Software Production Designer kann die Konstruktion die optimale Abkantreihenfolge mit den idealen Werkzeugen ermittelt. Machbarkeit und Abkantproduktionszeiten werden so rasch und exakt ermittelt. Dies dient auch einer schnelleren und genaueren Offertkalkulation.

Am Programmierungsplatz in der Produktion können die Abkanntprogramme optimiert werden. Der Mitarbeiter an der Abkantmaschine kann sie dann mittels Strichcode auf die Maschine laden. Eine 3D-Grafik zeigt dem Maschinenbediener die Biegereihenfolge, Maschineneinrichtblätter entfallen und die Einrichtzeiten werden halbiert.

Fräsmaschinen: zukunftsorientierter und flexibler Werkzeugbau


Die im letzten Jahr beschafften Fräsmaschinen Mikron VCE 600 (3-Achsen) erweitern und ergänzen die Bearbeitungsmöglichkeiten unseres Werkzeugbaus/spanenden Fertigung in idealer Weise. In Kombination mit unserem 3D-CAM-System (Mastercam) können nun auch hoch-komplexe 3D-Konturen effizient und prozesssicher gefertigt werden.
Zum Beispiel: Ringele Logo gefräst – Programmieraufwand: 30min, Laufzeit: 6 Stunden, Programmiersätze: 574`563, kleinster Radius: 2mm

In Kombination mit der auf langjährigen Erfahrungen basierenden Konzeption und Konstruktion von Werkzeugen und Vorrichtungen ermöglicht unser leistungsfähiger Werkzeugbau eine schnelle und kostengünstige Realisierung. Das wir über diese Fähigkeiten in-house verfügen, ermöglicht uns eine sehr schnell und unkomplizierte Umsetzung von Werkzeug- und Vorrichtungslösungen. Im Bereich der Realisation von Neuprodukten oder der Umsetzung von Verbesserungen (KVP) ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Alle klassierten Werkzeuge und Vorrichtungen sind in unserer TPM Software erfasst. Damit ist, wie bei unseren Maschinen, die vorbeugende Wartung geregelt. Durch das genaue Reporting aller Feststellungen und Arbeiten ist jederzeit eine genaue Nachvollziehbarkeit des Zustandes gewährleistet.

Interne Wasseraufbereitung:
eine Investition in die Zukunft und den Umweltschutz


Obwohl unser Elektropolierautomat und die Pulverbeschichtungsanlage mit einem umweltfreundlichen Wassersparkonzept nach neustem Stand der Technik ausgestattet sind, steigt der Wasserverbrauch kontinuierlich. Die neu installierte Beschichtungsanlage für Grossteile steigert den Wasserverbrauch erneut auf ein Entsorgungsvolumen von ca. 3000 m3 pro Jahr. Diese Wassermenge extern zu entsorgen ist sehr kostenintensiv und verursacht zusätzlich ca. 100 LKW-Transporte pro Jahr. Diese beiden Faktoren bewogen uns, in eine betriebseigene Abwasseranlage zu investieren.
In der neuen Wasseraufbereitungsanlage wird die Qualität des Wassers vor jeder Entsorgung genau analysiert.

In enger Zusammenarbeit mit Fachspezialisten wurde die bestehende Kreislaufanlage mit einer Abwasserbehandlungsanlage erweitert. Saure und alkalische Abwässer werden separat in grossen Sammeltanks gelagert. In einem 12 m3 grossen Reaktionsbecken werden die Abwasser neutralisiert und mit einem umweltfreundlichen Entgiftungsverfahren behandelt. 

Die neue Anlage hat einen sehr hohen Automatisierungsgrad. Trotzdem muss jede Charge, bevor sie in die Kanalisation eingeleitet wird, genauestens chemisch analysiert werden. Wir sind verpflichtet, ein Anlagejournal zu führen und müssen von jeder Charge eine Rückstellprobe aufbewahren. Extern muss nur noch der mit Schwermetall belastete Schlamm entsorgt werden. Das bedeutet eine Reduktion der LKW-Transporte um ca. 90- 95%. Nach einer intensiven Installationszeit von 4 Monaten konnte die Anlage Ende August von der SUVA, dem KIGA und dem Amt für Umwelt abgenommen und der Produktion übergeben werden.

Open Factory 2016


Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam, durch innovative und einzigartige Produkte, den Produktionsstandort Schweiz erhalten können. Diese Produkte können in einem kompetitiven Marktumfeld in genügender Geschwindigkeit nur in enger Zusammenarbeit und unter Ausnutzung aller heute zur Verfügung stehenden Mittel erfolgreich entwickelt werden. Deshalb führen wir alle zwei Jahre eine "Open Factory" durch. Anlässlich dieser Veranstaltung öffnen wir für unsere Kunden unsere Türen und gewähren Einblick in Neuerungen bei Produktionsverfahren, Lean-Production und Prozessen. Dieses Jahr durften wir 60 Kunden und Partner bei uns in Pratteln begrüssen.
Vielen Dank für den spannenden Tag mit Ihnen!
Systembau und elektrische Verdrahtung
Wir konnten 7 Highlights präsentieren. Neben dem Systembau, der nun auch die elektrische Verdrahtung und Testung von Steuerelektronik umfasst, wurden die Pulverbeschichtung für Grossteile, die Nasslackkabine, die CAM-Lösung im Blechbereich, der Verpackungsplatz im Laminar Flow und der Klebebereich nach DIN 6701 präsentiert. Weiter wurden Produkte erfolgreicher Projektzusammenarbeiten vorgestellt, die gemäss unserem internen Projektablauf realisiert und teilweise in rekordverdächtiger Zeit umgesetzt wurden.

Der Tag startete mit einem kleinen Frühstück und einer kurzen Einleitung von Andreas Zurbrügg. Danach wurden in Gruppen 7 Stationen in Produktion und Entwicklung besucht. Die viele Fragen der Kunden zeigten uns, dass die präsentierten Themen auf ein breites Interesse stossen. Während Apéro und Mittagessen durften wir viele spannende Gespräche führen. Die Open Factory wurde sehr positiv aufgenommen und wird auch künftig stattfinden.

Herzlichen Dank allen, die dabei und extra angereist waren, sowie für den konstruktiven Input zur weiteren Verbesserung unseres Unternehmens. Wir sind überzeugt, dass wir mit der Open Factory 2016 die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausbauen konnten.

Tag der offenen Tür


Traditionellerweise findet jeweils am Tag nach der Open factory der Tag der offenen Tür, unser  «Familientag» statt. Die Mitarbeitenden der Ringele AG erhalten so die Möglichkeit, ihren Familien, Freunden und Bekannten ihren Arbeitsplatz zu zeigen. Auch für die kleinen Gäste wird gesorgt: mit einem eigens für sie eingerichteten Spielzimmer, in dem sich Junge und Junggebliebene stundenlang verweilen konnten. Zu sehen, wie eine Produktion mit all ihren Maschinen und Einrichtungen funktioniert, war für unsere Gäste sehr spannend und lehrreich.
Nachdem die Besucherinnen und Besucher von ihrem jeweiligen Gastgeber herumgeführt worden sind, konnten sie bei einem gemütlichen Mittagessen weiter über das Erlebte diskutieren und die Familien von Arbeitskolleginnen und Kollegen treffen. Insgesamt durften wir über 250 Gäste bei uns Willkommen heissen. Das positive Feedback ermutigt uns, den Tag der offenen Tür weiterhin durchzuführen. Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Anlass.

Lernen ausser Haus


Wir gratulieren ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss:

Demirci Refik / Rieker Marc
Wicki + Ambühl: Betriebssanitätervorkurs

Kupka Alexandra
Betriebliche Ausbildung: BerufsbildnerIn

Kunze Lars / Löffler Jörg / Sigrist Patrick / Schuller Olivier
Peter Beglinger Training: Führen und Zeit

Nicoliello Cédric
Deutsch Modul 1 Niveau B1 – B2

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Unsere Post-Adresse:
Ringele AG
Wasenstrasse 49
CH-4133 Pratteln

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