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Newsletter im Browser anzeigen | Ausgabe 8 – Oktober 2019
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Die Wohnungsnachfrage im Wandel

Bei der diesjährigen Befragung «Immo-Barometer Trends» wurde die städtische Bevölkerung befragt, auf welche Aspekte sie bei der Wohnungssuche Wert legt. Es zeigt sich, dass die Qualität der Aussenräume unmittelbar beim Haus eines der entscheidenden Kriterien ist. 43% der befragten Personen haben die Hochwertigkeit von Aussenräumen unter die Top 3 von 8 möglichen Kriterien bei der Wohnungssuche gewählt. Dieses Kriterium wird gar als relevanter eingeschätzt als unter anderem die Architekturqualität und Ästhetik des Wohngebäudes. Höher rangiert werden lediglich die Faktoren «Absolute Zentralität, urbanes Wohnen (Cafés, Einkaufsmöglichkeiten etc.)» und «Nachhaltigkeit der Baustoffe».
 
Aussenflächen fungieren im Zuge der zunehmenden Verdichtung als Ausgleichsräume. Sie sollen zum Verweilen einladen und zur Belebung eines Quartiers beitragen. Damit leisten die Aufenthaltsmöglichkeiten, die Ausstattungsqualität und das Erscheinungsbild der Aussenräume gerade in urbanen und verdichteten Räumen einen massgeblichen Beitrag zur Attraktivität einer Überbauung. Die Flächen müssen dabei vielfältige Ansprüche erfüllen. 
 
Bereits etabliert hat sich bei den befragten Städtern die «naturnahe Gestaltung». Darunter verstehen sich Massnahmen zur Förderung der Artenvielfalt der heimischen Flora und Fauna im Siedlungsraum. An zweiter Stelle wird von den Befragten eine grossflächige Grünzone gewünscht, gefolgt von der Begrünung des Strassenraums. Allesamt Massnahmen, die nicht zuletzt auch das Mikroklima im Siedlungsraum verbessern und Hitzeinseln entgegenwirken dürften.
 
Ausführliche Informationen rund um das Nachfrageverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung finden Sie in einer Sonderstudie im aktuellen Immo-Monitoring Herbstausgabe 2020 (publiziert am 24. Oktober 2019).

Weg von der Renovation, hin zum Ersatz

Die Erstellung von Wohnungen nach dem Abbruch älterer Gebäude – sei es durch Umnutzung, sei es durch den Wohnersatzneubau – ist zum wichtigen Fundament für den Wohnungsbau geworden. Insbesondere der Wohnersatzneubau hat zuletzt stark zugenommen: Derzeit entstehen schweizweit 36% der neu gebauten Wohnungen durch Wohnersatzneubau. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil schätzungsweise noch unter 20%. Zudem handelt es sich dabei nicht mehr nur um ein rein städtisches Phänomen. Selbst in den Agglomerationsgemeinden der kleinen und mittelgrossen Zentren – dort, wo noch zu über 50% auf der grünen Wiese gebaut wird – liegt die Wohnersatzneubauquote mittlerweile bei über 30%.
 
Knapp 50% aller Wohnersatzprojekte werden auf Grundstücken von alten Einfamilienhäusern geplant. Neben dem reinen Ersatz des alten Gebäudes werden oft auch Stockwerkeinheiten oder Reiheneinfamilienhäuser realisiert, wenn es die Bauzone zulässt. Nichtsdestotrotz entstehen durch diese vielen Wohnersatzbauprojekte nur 13% aller Neuwohnungen. Deutlich bedeutender in Bezug auf die Anzahl neuer Wohnungen ist der Ersatz von Mehrfamilienhäusern, aus dem nahezu zwei Drittel der Wohnungen im Wohnersatzbau hervorgehen. Die meisten Wohnungen pro Projekt werden bei den gemischt genutzten Wohnersatzprojekten erzielt.
 
Detaillierte Erkenntnisse zum Ersatzneubau finden Sie ebenfalls im aktuellen Immo-Monitoring Herbstausgabe 2020.
 

Klima und Energie

Die Klimaverträglichkeit von Immobilien gewinnt zunehmend an Bedeutung. Rund 26% der gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz werden im Gebäudebereich verursacht. Aus der Energiepolitik ist das mittelfristige Reduktionsziel beim durchschnittlichen Energieverbrauch der Schweiz auf 43% angesetzt. Auch die Kapazitäten der erneuerbaren Energien sollen bis 2035 ausgebaut werden.
 
Mit dem vom Bundesamt für Umwelt initiierten Projekt «Klimaverträgliche Immobilienanlagen» wird ein Analysehilfsmittel entwickelt, das mit wenigen Eingabe-Parametern die Klimaverträglichkeit sowie die Abweichung vom klimapolitischen Absenkpfad von Immobilien aufzeigt. Um die Anwendbarkeit des Tools zu optimieren, möchten wir die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe kennen und bitten Sie, an unserer Umfrage teilzunehmen.
 
Link zur Umfrage

Das neue Analysehilfsmittel und die Ergebnisse der Befragung werden am 16. Januar 2020 im Rahmen der Swissbau in Basel vorgestellt. Gerne laden wir Sie zu diesem Anlass ein. Mit dem Priocode «eCH-Investorenanlass» erhalten Sie zwei kostenlose Eintritte für den Anlass. Unter diesem Link gelangen Ihre Kunden direkt in unseren Ticketshop.
 
In eigener Sache
Immo-Monitoring-Event 2019

Mit dem alljährlichen Immo-Monitoring-Event wurde am vergangenen Donnerstag (24. Oktober 2019) die Herbstausgabe des Immo-Monitorings 2020 veröffentlicht. An der Veranstaltung wurden unter anderem die beiden Spezialkapitel «Ersatzneubau: Der Wohnungsmarkt wird von Grund auf erneuert» und «Die Wohnungsnachfrage im Wandel» präsentiert. Zudem wurden die Perspektiven für das Jahr 2020 vorgestellt. Der Anlass fand mit über 500 anwesenden Personen im Aura (Zürich) statt.
Förderpreis 2019

Wüest Partner vergibt den Förderpreis 2019 an Niels Lehmann. Die Arbeit «Die Opportunitätskosten der Wohnbau­förderung in Zürich – Berechnung alternativer Fördermodelle für das Bezahlbare Wohnen» stellt die Kosten der klassischen Wohnbauförderung dem Aufwand einer Subjektförderung gegenüber.
Der Wüest-Partner-Förderpreis wird jährlich verliehen und dient der Förderung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Schweizer Immobilienmarkt. Zur gesamten Arbeit geht es hier.
Christine Eugster

Wir freuen uns, dass Christine Eugster ab dem 1. Januar 2020 als Partnerin für das Unternehmen tätig sein wird. Sie ist seit vielen Jahren im Bereich Markt und Research tätig. Zu ihren Kompetenzen zählen die Entwicklung von Bewertungsmodellen und Applikationen, die Durchführung von Marktanalysen sowie die Beratung von Hypothekardienstleistern und Immobilienunternehmen. Wir gratulieren Christine Eugster zu ihrer Ernennung als Partnerin.
Matthias Weber

Unser langjähriger Mitarbeiter Matthias Weber wird ab dem 1. Januar 2020 ebenfalls als Partner für das Unternehmen tätig sein. Matthias Weber ist schwerpunktmässig in den Bereichen Projektentwicklung und Bewertung sowie in der strategischen Beratung tätig. Zu seinen Spezialkompetenzen gehören Healthcare- und Hospitality-Immobilien sowie Public Real Estate. Wir gratulieren Matthias Weber zu seiner Ernennung als Partner und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Immo-Bildung
Nächste Termine: 


Wüest-Partner-Fachkurs:
13.11.19 | Bauherrenkompetenz: Eine Weiterbildung für Immobilieneigentümer und Bauherren

Stadt aus Holz:
11.03.20 | Des nouvelles voies en bois
 
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