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Newsletter im Browser anzeigen | Ausgabe 3 – März 2017
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Wüest-Partner-Newsletter: 3. Ausgabe

 

SCHWEIZER IMMOBILIENMARKT
Immobilienanlagen
 
Kotierte Immobilienanlagen waren in der Vergangenheit bei den Schweizer Anlegern besonders beliebt. Im Vergleich zu vielen alternativen Anlageformen konnten Immobilienaktiengesellschaften und Immobilienfonds mit deutlich höheren Gesamtrenditen glänzen. In den Jahren von 2007 bis 2016 wurden bei den Immobilien-AGs mittlere jährliche Gesamtrenditen von 6.3% und bei den Immobilienfonds von 5.9% verbucht. Und auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres zeigen sich relativ stabile Kurssteigerungen.

Im Zuge der positiven Entwicklung hat sich das Universum der kotierten Anlagevehikel im Immobilienmarkt kontinuierlich ausgedehnt. Jüngst wurde der WUPIX-A, der die Entwicklung der kotierten Schweizer Immobilienaktiengesellschaften abbildet, um drei Gesellschaften erweitert: HIAG Immobilien Holding AG, Investis Holding SA, PLAZZA AG.

Auch der WUPIX-F wurde revidiert. Sechs neue Gesellschaften wurden in den WUPIX-F aufgenommen: Streetbox real estate fund, Credit Suisse Real Estate Fund Green Property, Polymen Fonds Immobilier, Swisscanto (CH) Real Estate Fund Swiss Commercial, SF Sustainable Property Fund, UBS (CH) Property Fund - Direct Urban.

Einerseits die starken Kursverläufe und andererseits die Ausdehnung der Investitionsmöglichkeiten innerhalb der indirekten Immobilienanlagen haben dazu beigetragen, dass sich die Marktkapitalisierung in den letzten fünf Jahren um 43 Prozent erhöht hat. Bei der derzeit zu erwartenden stabilen wirtschaftlichen Entwicklung mit einem weiterhin tiefen Zinsniveau ist davon auszugehen, dass sich der Anstieg noch leicht fortsetzen könnte.

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SCHWEIZER IMMOBILIENMARKT
Erdbebenrisiken
 

Das Erdbeben vom 6. März 2017 mit einer Magnitude von 4.6 auf der Richterskala hat gezeigt: Auch in der Schweiz können Erdstösse und die damit einhergehenden Risiken zum Thema werden. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) registriert hierzulande zwischen 500 und 800 Erschütterungen pro Jahr. Etwa alle zehn bis zwanzig Jahre kommt es zu einem schadenbringenden Beben mit einer Stärke von mindestens 5. Alle 50 bis 150 Jahre wird die Schweiz von grösseren Erdbeben mit einer Magnitude von 6 oder mehr heimgesucht. Das stärkste je in der Schweiz gemessene Erdbeben im Jahr 1356 in Basel hatte eine Magnitude von 6.6.

Wie hoch die Erdbebenschäden am Schweizer Immobilienbestand wären, ist unter anderem stark abhängig von der Lage des Epizentrums, der kleinräumigen Objektlage, der Gebäudeform und nicht zuletzt vom Baujahr der Liegenschaft. Die Abhängigkeit vom Baujahr ist auf die im Jahr 1970 eingeführten und im Laufe der Zeit rigider werdenden Normen, die für eine im Erdbebenfall stabilere Gebäudestruktur sorgen, zurückzuführen.

Je nach Erdbebenstärke könnte nur ein Bruchteil der möglichen Schadenssumme durch die kantonalen sowie, wo vorhanden, privaten Gebäudeversicherungen gedeckt werden. Die übrigen Schäden müssten vollumfänglich von den Gebäudeeigentümern getragen werden. Aufgrund verschiedener Portfolioanalysen wird ersichtlich, dass bei einem Beben mit einer Magnitude von 6 mit Schäden von 5 bis 10 Milliarden Franken am Schweizer Gebäudepark gerechnet werden muss. Würde die Erde heute mit einer Stärke 6.6 auf der Richterskala (wie in Basel im Jahr 1356) beben, dürften die Schäden zwischen 50 und 60 Milliarden Franken betragen. Die Schadenssumme wäre damit  höher als die gesamte Jahresproduktion des Schweizer Hochbaus. Eine Abschätzung der gebäudespezifischen Erdbebenrisiken könnte dazu dienen, zukünftig passende Massnahmen ergreifen zu können, um mögliche Schäden einzudämmen.

 
 
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SCHWEIZER IMMOBILIENMARKT
Verdichtungspotenzia
l: das Beispiel Bern
 

Um das Bevölkerungswachstum der nächsten Dekaden aufzunehmen und die Forderung des revidierten Raumplanungsgesetzes von 2013 nach einer «Siedlungsentwicklung nach innen» zu erfüllen, sind die Vorbereitungen für verschiedene Ortsplanungsrevisionen in Berner Gemeinden in vollem Gange. Berechnungen zeigen, dass die aktuellen Bauzonen des Kantons Bern Platz für rund 290'000 zusätzliche Bewohner (+33% im Vergleich zu heute) sowie 255'000 (+45%) Arbeitsplätze bieten würden. Diese Zahlen gehen aus einer Modellrechnung hervor, welche die Bauzonenkapazitäten der Schweiz nach einheitlichen Kriterien berechnet. Schweizweit besteht in den Bauzonen noch Platz für weitere 2.9 Millionen Bewohner und 2.1 Millionen Arbeitsplätze, was einer prozentualen Veränderung von 37% im Vergleich zum heutigen Bevölkerungsbestand sowie einem Anstieg von 45% im Vergleich zur heutigen Beschäftigung entspricht.

Die Siedlungsentwicklung nach innen wird auch am 2. Mai 2017 bei der Feier zum einjährigen Bestehen des Wüest-Partner-Standorts in Bern thematisiert werden. Nebst dem Referat von Alec von Graffenried (Immobilienfachmann und frisch gewählter Berner Stadtpräsident) wird unser Alain Chaney (Geschäftsführer Bern) das Verdichtungspotenzial im Kanton Bern sowie mögliche Wertänderungen aufzeigen.

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WÜEST PARTNER
In eigener Sache
 
 
 
Immo-Monitoring 
2017|2

 
Die neuste Ausgabe des Immo-Monitorings 2017|2 erscheint am 25. April 2017 als Buch und digital. Neben den Perspektiven und Prognosen fürs Jahr 2017 werden unter anderem die Erreichung der Klimaziele durch den Gebäudepark, Mythen der Wohnungsnachfrage sowie die steigende Bedeutung von Zwischennutzungen thematisiert. 
 
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Wüest-Partner-Förderpreis
 
Zum 7. Mal vergibt Wüest Partner dieses Jahr den Förderpreis für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Schweizer Immobilienmarkt. Prämiert werden herausragende Diplomarbeiten sowie Forschungsprojekte von Doktorand(inn)en. Der Preis ist mit CHF 15'000 dotiert. Wir freuen uns auf die Einsendung Ihrer Arbeit bis zum 30. April 2017.
 
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Die Beschaffung von Dokumenten während des Bauprozesses kann sehr beschwerlich sein. Aber gerade wird eine ausreichende Dokumentation aller Bauaktivitäten während des Lebenszyklus immer wichtiger. Sharedoc hilft dabei, einfach und effizient alle relevanten Dokumente während der Bau- und Nutzungsphase zu besorgen.
 
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