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Regionalgruppe Ortenau
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Newsletter August 2020

Liebe Newsletter-Leserinnen,


in einer angespannten und ungewöhnlichen Zeit melden wir uns nun bei euch. Wir hoffen, ihr seid alle gesund und zuversichtlich auf Besserung der allgemeinen Lage.

Vor nun fünf Jahren haben wir uns in Offenburg auf den Weg gemacht, uns für eine gesunde und gute Geburtshilfe in der Ortenau zu engagieren. Der Startpunkt war ein sehr gut besuchtes Erzählcafé. Wenige Monate später zeigten wir den Film »Hebammen in Not«. Der Hebammenverband wurde damals ziemlich schnell auf uns aufmerksam, und Sarah Schulze sprach als Gastrednerin, aus Sicht der Eltern, im November 2015 bei einer Veranstaltung des Hebammenverbands und des Sozialministeriums in Stuttgart. Dort lernten wir Mother Hood kennen. Der Kontakt war sehr sympathisch und einige Wochen später beschloss unsere Gruppe, dass wir uns dem Verein Mother Hood anschließen würden. Wir bildeten seither die Regionalgruppe Ortenau.

Es folgte ein Geburtshilfefest am 5. Mai 2016 auf einem Bauernhof mit einem enormen Zulauf, wir bekamen viel regionale Unterstützung. Wir informierten, auf unterschiedlichsten Veranstaltungen, immer wieder freundlich über unser Anliegen.

Wir besuchten sehr viele Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse, sprachen dort mit Eltern und Hebammen und informierten über die aktuelle Entwicklung in der Geburtshilfe. Das Vertrauen in uns und unser Anliegen wuchs stetig.

Auch die Kooperationen wuchsen und wuchsen. In den fünf Jahren folgte eine Veranstaltung auf die nächste. Es gab noch weitere Filmveranstaltungen, Gesprächskreise, interne Fortbildungen. Eines der Highlights war sicherlich unser »Fachtag Geburtshilfe« in geschichtsträchtigen Räumlichkeiten mit der Referentin Ulrike Hauffe, den wir gemeinsam mit dem Landes-Hebammenverband organisierten. Auch der Film »Die sichere Geburt« wurde insgesamt fünfmal im Offenburger Forum-Kino gezeigt. Es gelang uns immer wieder, Schwangere, Eltern und Familien zu mobilisieren, aber auch, uns Stück für Stück Gehör beim Ortenau-Klinikum zu verschaffen. Das Klinikum zeigte, in Kooperation mit uns, am 5. Mai 2018 erneut den Film »Die sichere Geburt« und die leitende Hebamme sowie der leitende Oberarzt standen im Anschluss zur Diskussion zur Verfügung und stellten sich der Kritik, die aus dem Film resultierte. 

Das war der Startschuss für eine Kooperation zwischen Geburtshelfern, Hebammen und uns als Elternvertreter. Seither bilden alle drei Professionen eine Arbeitsgruppe zur Qualitätsoffensive. Hieraus hat sich ergeben, dass wir anbieten können, Eltern zur Geburtsnachbesprechung zu begleiten, was in einem traumasensiblen Setting stattfinden kann. Zudem hat sich daraus entwickelt, dass es ein jährliches offenes Treffen gibt, in dem Frauen von ihren Geburten in kleinen Erzählkreisen berichten können – dies hat bereits zweimal mit großer Resonanz stattgefunden. Das Klinikum hat interne Möglichkeiten geschaffen, damit das gesamte Team von diesem Feedback profitieren kann. 

Wir sitzen gemeinsam in einem Gremium, welches sich Gedanken zum Neubau des Klinikums macht. In diesem Zusammenhang haben wir, unter anderen, gemeinsam auch den Vorschlag eines Geburtshauses auf dem Gelände eingebracht.

Aktuell kam für uns als Schwerpunkt hinzu, dass wir das Bedürfnis haben, Familien und Kinder auch weit nach der Geburtsphase zu unterstützen. Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie haben wir das Gefühl, dass Familien nur wenig Beachtung finden. Sind sie doch inzwischen die letzten, an die in der schwierigen Lage gedacht wird. Familien stehen am Rande ihrer Belastbarkeit, und die Öffentlichkeit sieht weg oder stuft die Schwierigkeiten als »Jammern auf hohem Niveau« ein. Für uns steht fest: Wir möchten auch in diesem Bereich aktiv sein.

Um regional aktiv zu sein und unabhängig von bundesweiten Strukturen arbeiten zu können, haben wir nun einen neuen Verein gegründet: »Sambucus e.V. – Selbstbestimmt gebären und Geborgen leben«. Ab sofort werden wir unsere Arbeit im Rahmen dieses Vereins weiterführen und freuen uns, wenn ihr uns helft, die Botschaft in der Ortenau zu verbreiten.

Sehr gerne werden wir euch weiterhin über regionale Neuigkeiten informieren. Unter neuem Namen, neuem Design aber mit noch immer demselben Herzensanliegen. In den nächsten Tagen werdet ihr also einen neuen Newsletter in eurem Postfach haben, und wir freuen uns schon heute, euch ganz bald bei einer Aktion begrüßen zu dürfen.

Vielen Dank für euer Vertrauen!

Kirsten Pieper, Sylvia Fröhlich, Carolin Betz, Gloria Lembken, Petra Matern, Katharina Horcher-Sauer und Sarah Schulze

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